WOHN­GLÜCK HOCH ZWEI

Auf 58 Qua­drat­me­tern le­ben Mar­ti­na Cor­rea und Tomás Ma­gra­ne ih­re ganz per­sön­li­che Wohn­phi­lo­so­phie aus: Haupt­sa­che ge­müt­lich!

20 Private Wohntraeume - - Editorial - TEXT: MA­RIA­NA RA­PO­PORT, L.AUSBURG I FO­TOS: DA­NIE­LA MAC ADDEN, WWW.SURPRESSAGENCY.COM

Auf 58 qm le­ben Mar­ti­na und Tomás ih­ren ganz per­sön­li­chen Wohn­t­raum

Nie­mals hät­te sich Tomás Ma­gra­ne träu­men las­sen, dass er ei­nes Tages in­mit­ten von Lou­is XV-Ses­seln, Samt und Strei­fen­ta­pe­ten woh­nen wür­de – der Ar­chi­tekt hat es am liebs­ten mi­ni­ma­lis­tisch und pur. Doch dann trat De­si­gne­rin Mar­ti­na Cor­rea in sein Le­ben und stell­te nicht nur das, son­dern auch sein Wohn­ver­ständ­nis auf den Kopf. „Ich bin ei­gent­lich das kom­plet­te Ge­gen­teil”, lacht Mar­ti­na, „ich lie­be Floh­märk­te und Auk­tio­nen und kau­fe hier ei­ne Tas­se, dort ein De­ko­ob­jekt.” Die ers­te ge­mein­sa­me Woh­nung der bei­den war al­so ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung. „Ich fin­de, wir ha­ben ei­nen gu­ten Kom­pro­miss ge­fun­den, aber ins­ge­heim ha­be ich wohl doch die Ober­hand be­hal­ten”, so Mar­ti­na. Und Tomás er­gänzt: „Mein Lieb­lings­platz ist der schlich­te wei­ße Tisch vor dem Bü­cher­re­gal.” Das 58 qm gro­ße Apart­ment in Bu­e­nos Ai­res be­nö­tig­te kei­ne all zu gro­ßen Ve­rän­de­run­gen, um es ih­ren Be­dürf­nis­sen an­zu­pas­sen. In Bad und Kü­che tausch­ten sie die Flie­sen ge­gen ei­nen Holz­bo­den aus, der sich

Hier trifft NOST­AL­GIE auf schlich­ten Mi­ni­ma­lis­mus

durch das ge­sam­te Apart­ment zieht. Ei­ne Wand in der Kü­che stri­chen sie mit schwar­zer Ta­fel­far­be. „Ist ea­sy, sieht su­per aus und ist obend­rein prak­tisch für No­ti­zen”, fin­det Mar­ti­na. Kopf­schmer­zen be­rei­te­te ihr aber die Gestal­tung des Schlaf­zim­mers. „Es war so klein, dass wir an­fangs dach­ten, nicht mal un­ser Bett wür­de da hin­ein­pas­sen.” Die Lö­sung: Mar­ti­na strich Strei­fen in Bei­ge und zar­tem Blau­grün auf die Wand und de­ko­rier­te sie mit zau­ber­haf­ten Wand­sti­ckern. „Wir le­ben ger­ne in ei­nem Zu­hau­se, auf das wir uns nach ei­nem stres­si­gen Ar­beits­tag freu­en”. Für Mar­ti­na sind das eben ge­müt­li­che Stof­fe, zar­te Far­ben und ori­gi­nel­le Ac­ces­soires, für Tomás sein heiß ge­lieb­ter Schreib­tisch. Aber am al­ler­liebs­ten hal­ten sich die bei­den so­wie­so in der of­fe­nen Kü­che auf und ko­chen ge­mein­sam das Abend­es­sen.

Die schöns­ten SCHÄT­ZE stam­men vom Floh­markt

Mar­ti­na Cor­rea und Tomás Ma­gra­ne an ih­rem Lieb­lings­platz, der ge­müt­li­chen Wohn­kü­che.

Bild oben Als Homeoffice dient den bei­den ein schlich­ter Schreib­tisch.

Bild rechts Nost­al­gi­sches Kaf­fee­ge­schirr ent­deckt Mar­ti­na auf Floh­märk­ten.

Bild ganz rechts Und zum Drit­ten... Das Ke­gel­spiel aus den 50ern er­stei­ger­te Mar­ti­na auf ei­ner Auk­ti­on.

Bild oben Der Baum mit Ha­ken für Ket­ten und Tü­cher ist Mar­ke Ei­gen­bau.

Bild links Der klei­ne Bal­kon gleicht ei­ner grü­nen Oa­se in der Groß­stadt.

Bild ganz links Auch ein Floh­markt­fund: Die bei­den Mi­nia­tur-Stüh­le schmü­cken das Bü­cher­re­gal.

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