KLEI­NE RÄU­ME GANZ GROSS

Fran­ci­ne Hays Mi­ni-Apart­ment in Brigh­ton ist der bes­te Be­weis da­für, dass auch klei­ne Wohn­räu­me mit Ge­schick und Fan­ta­sie ganz groß raus­kom­men kön­nen.

20 Private Wohntraeume - - Editorial - TEXT: GAP INTERIORS/HEA­THER GRAT­TON/ C.SCHLOEDER I FO­TOS: GAP INTERIORS/ RA­CHEL WHI­T­ING

In Lon­don ver­leiht Fran­ci­ne Kay ei­nem

Mi­ni-Apart­ment wah­re Grö­ße

Klei­ner Auf­wand, gro­ße Wir­kung – die­ses Mot­to steht über Fran­ci­ne Kays Apart­ment in Brigh­ton. „In­nen­ein­rich­ter wie ich be­sit­zen ein krea­ti­ves Ven­til, das von Zeit zu Zeit Druck ab­las­sen muss”, sagt sie. „Als ich das klei­ne, her­un­ter­ge­kom­me­ne Apart­ment ent­deck­te, konn­te ich ein­fach nicht wi­der­ste­hen.” Fran­ci­ne zö­ger­te nicht lan­ge, ver­mie­te­te ihr bis­he­ri­ges Haus und mach­te sich dar­an, das düs­te­re Et­was in ein ge­müt­li­ches, licht­durch­flu­te­tes Zu­hau­se für sich und ih­re bei­den Töch­ter zu ver­wan­deln. Die Erd­ge­schoss­woh­nung war zwar re­no­vie­rungs­be­dürf­tig, grö­ße­re Um­bau­maß­nah­men wa­ren aber zum Glück nicht er­for­der­lich. Die al­ten Tep­pi­che im Wohn­zim­mer flo­gen eben­so auf dem Müll­con­tai­ner wie die ge­mus­ter­ten Tapeten und das ehe­mals avo­ca­do­grün ge­stri­che­ne Bad er­hielt ei­nen neu­en, hel­len An­strich. „Mei­ne Freun­de und ich wa­ren ein Wo­che­n­en­de lang be­schäf­tigt, dann war das Gröbs­te er­le­digt”, er­in­nert sich Fran­ci­ne. „Kos­ten wur­den le­dig­lich für den Ab­trans­port fäl­lig – und na­tür­lich für die ei­ne oder an­de­re Fla­sche Wein für mei­ne flei­ßi­gen Mit­strei­ter.” Nach der gründ­li­chen Räu­mungs­ak­ti­on hieß es: Vor­hang auf für Neu­es! Fran­ci­ne hat­te be­wusst vie­les in der al­ten Woh­nung zu­rück­ge­las­sen.

„Ers­tens wa­ren die Mie­ter über ein paar Mö­bel froh und zwei­tens, lie­be ich es, auf Floh­märk­ten und An­ti­qui­tä­ten­mes­sen nach neu­en Schät­zen zu su­chen.” Trotz der Um­ge­stal­tung schim­mern die ur­sprüng­li­chen cha­rak­te­ris­ti­schen Merk­ma­le des Apart­ments durch. „Wän­de und Mö­bel ha­be ich weiß ge­stri­chen, um das Am­bi­en­te freund­lich zu ge­stal­ten, da­zu kom­bi­nie­re ich viel Holz, mo­der­ne So­fas und Stof­fe in Pa­s­tell- und Erd­tö­nen.” Fran­ci­ne ist mit dem Um­bau zu­frie­den, und auch für Alba und Han­na war die Gestal­tung des neu­en Zu­hau­ses ein ein­zi­ges gro­ßes Aben­teu­er. „Ich mag das Ge­fühl, in ei­nem klei­nen Ko­kon zu le­ben”, so Fran­ci­nes Fa­zit. „Un­ser Apart­ment ist leich­ter zu ma­na­gen als ein Haus, und ich ha­be nicht das Ge­fühl, dass wir uns ein­schrän­ken müs­sen.” Für den Mo­ment ist al­so al­les bes­tens – aber wer Fran­ci­ne kennt, weiß, dass das nächs­te Pro­jekt nicht lan­ge auf sich war­ten lässt...

Ei­ne an­ti­ke Holz­bank ver­leiht dem Schlaf­zim­mer rus­ti­ka­len Charme. Wän­de und Bo­den strah­len weiß.

Durch den Er­ker flu­tet Licht ins Wohn­zim­mer. Die Stüh­le im Ess­zim­mer hat Fran­ci­ne von ih­rer Groß­mut­ter ge­erbt.

Bild oben De­ko­ra­tiv und prak­tisch: Kü­chen­ac­ces­soires aus war­mem Holz.

Bild rechts Auch der Fa­mi­li­en­hund fühlt sich in sei­nem neu­en Zu­hau­se

aus­ge­spro­chen wohl.

Na­tür­li­che Far­ben prä­gen Fran­ci­nes Schlaf­zim­mer. DIe weiß ge­stri­che­ne Ba­de­wan­ne aus Ei­sen ist ihr gan­zer Stolz.

Bild oben Die al­ten Wein­fla­schen vom Floh­markt die­nen heu­te als Va­sen. Bild links Im Erd­ge­schoss des vik­to­ria­ni­schen Stadt­hau­ses liegt Fran­ci­nes klei­nes Reich.

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