No­wit­schok-Quelle in Ames­bu­ry iden­ti­fi­ziert

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AMES­BU­RY/LONDON (dpa) - Die bri­ti­sche Po­li­zei hat den Be­häl­ter ge­fun­den, durch den ein Mann und ei­ne Frau mit dem Ner­ven­gift No­wit­schok in Kon­takt ka­men. Die Frau war am Sonn­tag­abend an den Fol­gen der Ver­gif­tung ge­stor­ben. Scot­land Yard teil­te am Frei­tag mit, es han­de­le sich um ei­ne klei­ne Flasche, die im Haus des Man­nes in Ames­bu­ry ge­fun­den wor­den war. Tests hät­ten er­ge­ben, dass es sich beim In­halt der Flasche um das Ner­ven­gift No­wit­schok ge­han­delt hat. Un­klar ist, wie der Be­häl­ter in das Haus ge­lang­te. Nun soll nach An­ga­ben der Po­li­zei fest­ge­stellt wer­den, ob das Gift aus der­sel­ben Quelle stammt wie die Sub­stanz, mit der der rus­si­sche ExSpi­on Ser­gej Skri­pal und sei­ne Toch­ter Ju­lia im März ver­gif­tet wor­den wa­ren.

London be­zich­tig­te Mos­kau, Draht­zie­her des An­schlags auf die Skri­pals ge­we­sen zu sein. No­wit­schok wur­de in der frü­he­ren So­wjet­uni­on ent­wi­ckelt, spä­ter wur­de da­mit auch in an­de­ren Län­dern ex­pe­ri­men­tiert. Der Kreml be­strei­tet jeg­li­che Vor­wür­fe. Der Fall lös­te ei­ne schwe­re di­plo­ma­ti­sche Kri­se aus. Mehr als zwei Dut­zend Län­der wie­sen rus­si­sche Di­plo­ma­ten aus. Russ­land re­agier­te eben­falls mit Aus­wei­sun­gen.

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