Mi­lieu­schutz bald auch in Moo­sach

Abendzeitung München - - MÜNCHEN -

Rund 263 000 Münch­ner Mie­ter sind ak­tu­ell durch ei­ne Er­hal­tungs­sat­zung vor Spe­ku­lan­ten und Lu­xus­sa­nie­rern ge­schützt. Die Sat­zung de­kla­riert ihr Wohn­ge­biet für fünf Jah­re zum Mi­lieu-Schutz­ge­biet, da­mit die an­ge­stamm­te Be­völ­ke­rung aus Al­ten, Jun­gen, Singles, Fa­mi­li­en, Ar­men und Rei­chen er­hal­ten bleibt.

Dem­nächst kommt zu den bis­lang 21 Er­hal­tungs­sat­zungs-Ge­bie­ten wohl ein wei­te­res da­zu. Am 26. Sep­tem­ber ent­schei­det der Pla­nungs­aus­schuss dar­über, ob ein Be­reich von Moo­sach mit 7000 Woh­nun­gen erst­mals die­sen Schutz be­kommt: das Are­al zwi­schen der Trieb­stra­ße im Nor­den, der Feld­mochin­ger Stra­ße im Wes­ten, der Ha­nauer­und Eh­ren­breit­stei­ner Stra- ße im Os­ten und Ge­or­gBrauch­leund Win­trich­ring im Sü­den. Dort le­ben 13 600 Münch­ner. Dann wird auch dort gel­ten, dass et­wa Lu­xus­sa­nie­run­gen ver­bo­ten sind. Miets­häu­ser kön­nen nicht in Ei­gen­tums­woh­nun­gen auf­ge­teilt wer­den, die dann stück­wei­se ver­kauft wer­den. Ein Käu­fer kann über­haupt nur dann kau­fen, wenn er Schutz­vor­schrif­ten für die Mie­ter un­ter­schreibt.

Erst im Ju­ni hat­te die Stadt die Be­stim­mun­gen in den Schutz­ge­bie­ten noch­mal ver­schärft. OB Die­ter Rei­ter (SPD) und So­zi­al­re­fe­ren­tin Do­ro­thee Schi­wy kämp­fen un­ter an­de­rem für ein neu­es Bun­des­ge­setz, das es er­lau­ben wür­de, die­se Schutz­re­geln aufs gan­ze Stadt­ge­biet aus­zu­deh­nen. iko

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