Wie­ner Platz:

Abendzeitung München - - MÜNCHEN -

Im Früh­jahr – spä­tes­tens im Som­mer, hieß es, wer­de das „Wein­häusl“am Wie­ner Platz er­öff­net. Jetzt kün­digt sich schon der Herbst an und die neue Gas­tro­no­mie im al­ten Gwand ist im­mer noch nicht fer­tig.

Das Lo­kal, das dem Münch­ner Wirt­schafts­prü­fer und Wein­händ­ler Hans Kil­ger ge­hört, wird auf­wen­dig nach den Richt­li­ni­en des Denk­mal­schut­zes re­no­viert. Ge­rüch­ten zu­fol­ge geht das gan­ze Pro­jekt nicht vor­wärts, weil ein An­rai­ner des denk­mal­ge­schütz­ten Klein­hau­ses sich quer­stellt.

Die ei­nen sa­gen, es ge­he um Denk­mal­schutz. Die an­de­ren ver­mu­ten per­sön­li­che In­ter­es­sen und die Angst vor Lärm in der un­mit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft. Sei es, wie es wol­le: Mo­men­tan herrscht Baustopp.

Das scheint den Ei­gen­tü­mer Kil­ger nicht wei­ter zu küm­mern. Denn der ist schon beim nächs­ten Pro­jekt. Un­längst hat er in der Utz­schnei­der­stra­ße am Gärt­ner­platz ein De­li­ka­tes­sen­ge­schäft, den „Ge­nuss­la­den“, er­öff­net. Dort ver­kauft der ge­bür­ti­ge Nie­der­bay­er die Schät­ze von sei­nen Län­de­rei­en in den Kar­pa­ten und aus den Wein­ber­gen in Ös­ter­reich.

Ne­ben Was­ser­büf­fel, Bi­son, di­ver­sen Edel­brän­den und Ölen kann man dort auch Kä­se kos­ten. Mit­tags ser­viert Gas­tro­no­mie­lei­ter Wird gera­de sa­niert – und könn­te er­öff­net wer­den. Ei­gent­lich. Das al­te Häusl am Wie­ner Platz in den 30er Jah­ren.

Fo­to: Stadt­ar­chiv

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