Wei­ßen­bur­ger Str. 17: Was kommt nach „Shoe Town“?

Abendzeitung München - - MÜNCHEN -

ler­wei­le 17 Jah­ren leer. In­zwi­schen ist es un­be­wohn­bar.

Bis vor nicht all­zu lan­ger Zeit konn­ten Un­ge­üb­te in der Wei­ßen­bur­ger Stra­ße noch das Ge­hen in hoch­ha­cki­gen Schu­hen ler­nen. Das Schuh­ge­schäft „Shoe Town“an der Haus­num­mer 17 bot ent­spre­chen­de Kur­se an. Seit ei­nem knap­pen Jahr gibt’s nicht mal mehr Schu­he in dem La­den. Shoe Town hat ge­schlos­sen.

Das All­gäu­er Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men Wer­dich, zu dem die Mar­ke Shoe Town ge­hört, be­grün­det die Ge­schäfts­auf­ga­be so: „Der Miet­ver­trag ist re­gu­lär aus­ge­lau­fen. Ei­ne Ver­län­ge­rung war für uns lei­der un­ter den ge­ge­be­nen Um­stän­den nicht wirt­schaft­lich dar­stell­bar“, sagt Ge­sell­schaf­ter Fried­rich Wer­dich. Di­rekt am Pa­ri­ser Platz ge­be es aber noch ein schö­nes, gro­ßes Wer­dichSchuh­haus, das die Kun­den auch in Zu­kunft ver­sor­ge.

Der Schuh­markt ist um­kämpft. Vor al­lem die Ein­zel­händ­ler ste­hen un­ter Druck. Im ver­gan­ge­nen Jahr ver­zeich­ne­ten Der al­te Schuh­la­den steht leer. Für 9200 Eu­ro kalt kann man ihn ha­ben. die Händ­ler dem Markt­for­schungs­in­sti­tut Mar­ket­me­dia24 zu­fol­ge mit 9,1 Mil­li­ar­den Eu­ro ein Um­satz-Mi­nus. Nur bei Snea­ker- und Sport­schuhlie­fe­ran­ten lief es gut.

Dass sich Händ­ler im Ver­drän­gungs­kampf be­fin­den, zei­gen an­de­re Münch­ner Bei­spie­le. So star­tet et­wa das kri­sen­ge­beu­tel­te Ham­bur­ger Un­ter­neh­men Görtz ei­ne Of­fen­si­ve. Im Mai er­öff­ne­te der Fi­lia­list ei­nen Me­ga-Flagships­to­re in der Kau­fin­ger­stra­ße. Der­weil schloss der Münch­ner Fa­mi­li­en­be­trieb Tret­ter sein Bar­tu-Ge­schäft in der Neu­hau­ser Stra­ße.

Die La­den­flä­che in der Wei­ßen­bur­ger Stra­ße steht in­des wei­ter leer. Nach­barn fürch­ten an­ge­sichts der gro­ßen Ver­kaufs­flä­che, dass ei­ne gro­ße Ket­te ein­zieht. In ei­ner An­non­ce wer­den die 290 Qua­drat­me­ter (in­klu­si­ve Büro, Toi­let­te so­wie Ga­ra­ge und La­ger­räu­men) für 9200 Eu­ro Kalt­mie­te im Mo­nat an­ge­bo­ten. Ei­ne Gas­tro­no­mie ist dem­nach an der Stel­le, wie es so schön heißt, al­ler­dings „nicht er­wünscht“.

Fo­tos: Lea Kra­mer

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