Lu­xu­riö­ser Mu­sik­ge­nuss

Abendzeitung München - - MÜNCHEN -

Ste­fan Trog baut auf sei­nem Bau­ern­hof ei­nen Röh­renVoll­ver­stär­ker, der spä­ter in den Vil­len rei­cher Kun­den steht

Ste­fan Trog hat sein Hob­by zum Be­ruf ge­macht. In sei­nem Ge­schäft für Un­ter­hal­tungs­elek­tro­nik mit dem Schwer­punkt auf Ste­reo ver­kauft er ne­ben Laut­spre­chern und Plat­ten­spie­lern un­ter an­de­rem ei­nen Röh­ren-Voll­ver­stär­ker, den er selbst baut. Ge­bo­ren wur­de die­se Idee vor et­wa fünf bis sechs Jah­ren. „Ich woll­te et­was bau­en, das ich auch selbst mit nach Hau­se neh­men will“, so Trog.

Mit ei­nem Ent­wick­ler zu­sam­men bau­te er den Ver­stär­ker mit dem Na­men „Mo­na­co“. So nennt er ihn, weil so­wohl die Idee, als auch al­le Zu­lie­fe­rer aus Mün­chen stam­men, was ihm be­son­ders wich­tig ist. Le­dig­lich die Ste­fan Trog und sein Röh­ren-Voll­ver­stär­ker. Röh­ren, die in dem Ge­rät ver­baut sind, kom­men aus den USA.

Schon der Pro­to­typ über­zeug­te Ste­fan Trog so sehr, dass er be­schloss, meh­re­re zu pro­du­zie­ren und in sei­nem La­den „3. Di­men­si­on“in der Hei­me­r­an­stra­ße zum Ver­kauf an­zu­bie­ten. Gro­ße Stück­zah­len sol­len zu­künf­tig aber nicht pro­du­ziert wer­den: „Sonst ver­liert es sei­nen Charme“, sagt Trog. Er setzt sei­nen Ver­stär­ker selbst in ei­ner Werk­statt bei sich zu Hau­se auf dem Bau­ern­hof zu­sam­men. Ur­sprüng­lich ar­bei­te­te er in der Ober­flä­chen­tech­nik und Me­tall­bran­che und ver­steht sich da­her auch selbst als Hand­wer­ker.

Sei­ne Kun­den sind wohl­ha­bend und tech­ni­kaf­fin, Ge­schäfts­füh­rer von gro­ßen Fir­men oder Dok­to­ren. Für den Ver­stär­ker „Mo­na­co“zah­len sie bis zu 36 000 Eu­ro (in der ver­gol­de­ten Ver­si­on). „In der Bil­lig- und Mit­tel­preis­klas­se hat man kei­ne Chan­ce ge­gen das In­ter­net“, so Trog. „Man­che kau­fen sich ei­nen Blue­tooth-Laut­spre­cher, aber das reicht mir nicht und mei­nen Kun­den auch nicht.“

Ih­nen wird die Sound­qua­li­tät des Ver­stär­kers vor Ort im La­den vor­ge­führt. „Die Röh­ren ma­chen den Sound noch läs­si­ger“, er­klärt Trog. Der Ver­stär­ker lässt sich mit dem Ta­blet oder Han­dy ver­bin­den, wo­durch die ge­wünsch­te Mu­sik ab­ge­spielt wer­den kann.

Be­son­ders wich­tig sei ihm au­ßer­dem, auf Wün­sche der Kun­den ein­zu­ge­hen und ein maß­ge­schnei­der­tes Pro­dukt für sie zu ent­wer­fen. Trog be­tont, dass er und sei­ne Mit­ar­bei­ter sich auch nach dem Ver­kauf noch um das Auf­stel­len der An­la­ge im Haus des Kun­den oder um Re­pa­ra­tur­ar­bei­ten küm­mern. J. Riedl

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