„Der CSU fehlt das Ni­veau für die Bun­des­po­li­tik“

Abendzeitung München - - POLITIK -

Für den stell­ver­tre­ten­den SPD-Chef Ralf Steg­ner steht be­reits fest, wie das Kräf­te­mes­sen um die Per­so­na­lie des Ver­fas­sungs­schutz­prä­si­den­ten aus­geht: „Das Er­geb­nis wird sein, dass Herr Maa­ßen sei­nen Pos­ten räumt“, sag­te der Lan­des­vor­sit­zen­de von Schles­wig-Hol­stein der AZ.

„Die gan­ze Öf­fent­lich­keit weiß, dass Herr Maa­ßen als Chef des Ver­fas­sungs­schut­zes nicht mehr zu hal­ten ist, weil er das Ver­trau­en in die De­mo­kra­tie ab­sicht­lich un­ter­gra­ben hat“, so Steg­ner. Das wüss­ten auch fast al­le Par­tei­en. „Nur der ei­ne oder an­de­re braucht SPD-Vize Ralf Steg­ner. ein biss­chen län­ger zum Nach­den­ken.“Da­bei sei doch of­fen­kun­dig: „Je­mand, der da­für zu­stän­dig ist, die Ver­fas­sung ge­gen die De­mo­kra­tie­fein­de zu schüt­zen, der darf nicht um­ge­kehrt die De­mo- kra­tie­fein­de vor der Ver­fas­sung schüt­zen.“Im Fall von Hans-Ge­org Maa­ßen ha­be man es mit je­man­dem zu tun, „der kom­plett ver­harm­lost, was sich auf den Stra­ßen von Chem­nitz und an­ders­wo ge­zeigt hat, der den rech­ten Mob ver­harm­lost und der AfD mit die­ser Tak­tik auch noch ei­ne Kon­junk­tur­sprit­ze ver­schafft“.

Zu­dem sei Maa­ßen je­mand, „der es mit der Wahr­heit, be­zo­gen auf das Par­la­ment, auch nicht über­trie­ben ernst nimmt“, wenn man an den Fall Am­ri den­ke. „Durch Herrn Maa­ßen wird das Ver­trau­en in die Si­cher­heits­or­ga­ne des Staa­tes be­schä­digt“, Steg­ner wei­ter.

Au­ßer­dem müs­se man auch bei Kon­ser­va­ti­ven mit Ra­tio­na­li­tät rech­nen dür­fen. „War­um soll­ten die ei­ne Stra­te­gie fort­set­zen, die er­kenn­bar er­folg­los ist? Die CSU schlin­gert seit Mo­na­ten nach rechts­au­ßen und liegt jetzt in Um­fra­ge­wer­ten auf ei­nem Re­kord­tief.“Er sei auch mit den Wer­ten der SPD nicht zu­frie­den, aber: „Die CSU ist ei­ne Par­tei, die ger­ne Bun­des­par­tei sein möch­te, sich aber ver­hält wie ei­ne Pro­vinz­par­tei und er­kenn­bar das Ni­veau nicht zeigt, das man für die Bun­des­po­li­tik braucht.“Vol­ker Is­fort sag­te

Fo­to: dpa

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