El­tern sol­len Kin­der bru­tal ge­quält ha­ben

Ge­walt In Ka­li­for­ni­en steht ein Paar un­ter dem Ver­dacht ex­trem grau­sa­mer Miss­hand­lun­gen.

Alb Bote (Münsingen) - - BLICK IN DIE WELT -

El­tern aus dem US-Bun­des­staat Ka­li­for­ni­en sol­len Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge zehn in ih­rem Haus le­ben­de Kin­der bru­tal ge­fol­tert ha­ben. Sie sei­en zum Bei­spiel mit hei­ßem Was­ser ver­brüht, mit Stö­cken und Schlä­gern ver­prü­gelt und mit Arm­brüs­ten und Luft­ge­weh­ren an­ge­schos­sen wor­den. Zu­dem sei­en sie mit si­mu­lier­tem Er­trän­ken („Wa­ter­boar­ding“) ge­fol­tert wor­den, be­rich­te­te die „Wa­shing­ton Post“am Don­ners­tag un­ter Be­ru­fung auf die Staats­an­walt­schaft im Be­zirk So­la­no.

Die et­wa 30 Jah­re al­ten El­tern ka­men in Un­ter­su­chungs­haft; es wur­de ei­ne ho­he Kau­ti­ons­sum­me fest­ge­legt. Der Mann soll der Va­ter von acht der Kin­der sein. Die El­tern wie­sen die Vor­wür­fe zu­rück. „Ich bin kein Mons­ter“, sag­te Jo­na­than A. in ei­nem TV-In­ter­view aus dem Ge­fäng­nis. Die Mut­ter, Ina R., sprach von Vor­ver­ur­tei­lun­gen.

Haus vol­ler Fä­ka­li­en und Dreck

Die Kin­der sind zwi­schen vier Mo­na­ten und zwölf Jah­ren alt, wie die „Los An­ge­les Ti­mes“be­rich­te­te. Das Haus der Fa­mi­lie aus dem Ort Fair­field soll vol­ler Fä­ka­li­en, ver­faul­tem Es­sen und Dreck ge­we­sen sein. Er­mitt­ler hat­ten das Haus erst­mals En­de März be­tre­ten, als die El­tern ih­ren zwölf­jäh­ri­gen Sohn ver­misst ge­mel­det hat­ten. Er wur­de spä­ter in der Nach­bar­schaft ge­fun­den.

We­gen der schlim­men Zu­stän­de in dem Haus ka­men die Kin­der in die Ob­hut des Ju­gend­am­tes. Sie le­ben dem Be­richt zu­fol­ge in­zwi­schen bei an­de­ren Fa­mi­li­en­mit­glie­dern. Die Kin­der gin­gen dem­nach auch nicht zur Schu­le, die El­tern un­ter­rich­te­ten sie zu Hau­se.

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