Nach­ge­fragt

Alb Bote (Münsingen) - - BLICK IN DIE WELT -

Mit Tor­na­dos kennt sich Do­nald Bä­cker aus. Er ist Wet­terMo­de­ra­tor im Früh­stücks­fern­se­hen der ARD. Der Me­teo­ro­lo­ge gibt Ent­war­nung: Ei­nen Tor­na­do li­ve zu se­hen sei wie ein Sech­ser im Lot­to – ziem­lich un­wahr­schein­lich. Wird es im Süd­wes­ten jetzt häu­fi­ger Tor­na­dos ge­ben?

Do­nald Bä­cker: Man muss in Deutsch­land ge­ne­rell im­mer mit Tor­na­dos rech­nen. Vie­le den­ken, dass der Kli­ma­wan­del da­zu bei­trägt, dass es mehr Tor­na­dos gibt. Doch das stimmt nicht. Die An­zahl bleibt re­la­tiv gleich. In Deutsch­land gab es im Jahr 2016 ins­ge­samt 32 be­stä­tig­te Tor­na­dos, 2017 wa­ren es 28. Mit hef­ti­gen Tor­na­dos wie in den USA muss man al­so nicht rech­nen? Man muss hier sehr viel Glück ha­ben, ei­nen Tor­na­do zu se­hen. Das ist fast wie ein Sech­ser im Lot­to. Soll­te man ei­nen se­hen, muss man sich be­wusst sein, dass Le­bens­ge­fahr be­steht. Sind man­che Re­gio­nen stär­ker ge­fähr­det als an­de­re? Wo es Ber­ge gibt, gibt es öf­ters Ge­wit­ter, und durch Ge­wit­ter ent­ste­hen Tor­na­dos. Im Schwarz­wald ist die Ge­fahr zwi­schen Mai und Au­gust sehr hoch. Aber auch die Nord- und Ost­see kann es we­gen der Strö­mungs­la­ge zwi­schen Au­gust und Sep­tem­ber tref­fen. Muss man jetzt sei­ne Häu­ser vor sol­chen Na­tur­er­eig­nis­sen schüt­zen? Wir kön­nen Vor­her­sa­gen für Ge­wit­ter tref­fen, aber bei ei­nem Tor­na­do ist das schwer. 30 Mi­nu­ten vor dem Ein­tref­fen er­ken­nen wir ihn. Doch dann ist es meis­tens schon zu spät. Sich auf ein sol­ches Er­eig­nis vor­zu­be­rei­ten, ist kaum mög­lich. Me­lis­sa Seitz

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