Kret­sch­mann: Neue Me­di­ka­men­te schnel­ler er­lau­ben

Der Mi­nis­ter­prä­si­dent will den For­schern die Ar­beit er­leich­tern. Re­gu­la­ri­en sol­len über­prüft wer­den.

Alb Bote (Münsingen) - - SÜDWESTUMSCHAU -

Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann for­dert recht­li­che Er­leich­te­run­gen für die me­di­zi­ni­sche Forschung. Al­le Re­gu­la­ri­en müss­ten auf den Prüf­stand, sag­te Kret­sch­mann am Don­ners­tag in Stuttgart am Rand des ers­ten „Fo­rum Ge­sund­heits­stand­ort Ba­den-Würt­tem­berg“.

So dür­fe es nicht mehr Jah­re dau­ern, bis ein neu­es Me­di­ka­ment ge­neh­migt wer­de, for­der­te der Grünen-Po­li­ti­ker. Das neue Fo­rum bringt Ver­tre­ter aus Me­di- zin, Phar­ma, Kran­ken­kas­sen und Ge­sund­heits­ver­wal­tung an ei­nen Tisch.

Die Ge­sund­heits­wirt­schaft sei die wich­tigs­te Bran­che des Bun­des­lan­des mit ei­ner Mil­li­on Ar­beit­neh­mern und ei­ner Wert­schöp­fung von 50 Mil­li­ar­den Eu­ro, sag­te Kret­sch­mann. Die ver­schie­de­nen Be­rei­che müss­ten aber bes­ser als bis­her vernetzt wer­den, wes­halb das The­ma auch von der Lan­des­re­gie­rung res­sort­über­grei­fend von Staats­mi­nis­te- ri­um, Wirt­schafts-, So­zi­al- und Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um be­han­delt wer­de.

Der Ärzt­li­che Di­rek­tor des Kli­ni­kums Stuttgart, Mar­tin Rich­ter, zeig­te sich über­zeugt, dass die Me­di­zin vor ei­ner Re­vo­lu­ti­on steht. Schon heu­te könn­ten Com­pu­ter per­fekt Hau­ter­kran­kun­gen er­ken­nen oder durch Ge­sichts­ana­ly­se An­zei­chen für ei­ne De­pres­si­on fest­stel­len.

„Vor ei­ner Re­vo­lu­ti­on“

Rich­ter sieht ins­be­son­de­re für den länd­li­chen Raum gro­ße Chan­cen in der Tele­me­di­zin, bei der Pa­ti­en­ten über das In­ter­net ei­nen Arzt be­su­chen. Das „Fo­rum Ge­sund­heits­stand­ort Ba­den- Würt­tem­berg“will die ent­schei­den­den Ak­teu­re künf­tig re­gel­mä­ßig an ei­nen Tisch brin­gen, um den Süd­wes­ten auf dem Ge­sund­heits­sek­tor wei­ter zu ent­wi­ckeln.

Kret­sch­mann sag­te, das Land brau­che ei­ne „Aka­de­mi­sie­rungs­of­fen­si­ve in der Pfle­ge“, weil man in die­ser Hin­sicht in­ter­na­tio­nal hin­ter­her­hin­ke. Die gro­ße so­zia­le Her­aus­for­de­rung sei es, me­di­zi­ni­sche Fort­schrit­te al­len Men­schen zu­gäng­lich zu ma­chen, nicht nur den Rei­chen.

Fo­to. Se­bas­ti­an Gollnow/dpa

Win­fried Kret­sch­mann: Neue Re­gu­la­ri­en.

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