NA­TIO­NAL­PARKS MEIS­TER­WER­KE DER NA­TUR

Meis­ter­wer­ke der Na­tur

All About Italy (Germany) - - Editorial -

NA­TIO­NAL­PARK DES GRAN PA­RA­DI­SO

Sich amü­sie­ren und die An­nehm­lich­kei­ten der ein­fa­chen Din­ge ge­nie­ßen, wird im­mer mehr zu ei­ner Not­wen­dig­keit. Um die­se Be­dürf­nis­se von Kör­per und Geist zu be­frie­di­gen, gibt es nichts bes­se­res als ei­ne Tour auf den We­gen ei­ni­ger der 25 Na­tio­nal­parks, die die ita­lie­ni­sche Halb­in­sel über­zie­hen. Es sind über 1.5 Mil­lio­nen Hekt­ar atem­be­rau­ben­de Land­schaft, in der man sich beim Stau­nen oder dem Ent­de­cken des gas­tro­no­mi­schen, ge­schicht­li­chen und na­tür­li­chen Reich­tums ver­lie­ren kann, einzigartig und äu­ßerst abwechslungsreich. Der äl­tes­te Na­tio­nal­park Ita­li­ens hat ei­ne Flä­che von über 70.000 Hekt­ar und liegt zur ei­nen Hälf­te im Aosta­tal, zur an­de­ren im Pie­mont. Rund um den Berg Gran Pa­ra­di­so, dem ein­zi­gen voll­stän­dig auf ita­lie­ni­schem Ge­biet ge­le­ge­nen Vier­tau­sen­der, um­fasst er fünf kon­zen­tri­sche Tä­ler, in de­nen ei­ne ty­pisch al­pi­ne Um­ge­bung zu fin­den ist, mit Glet­schern, Fel­sen, Lär­chen- und Tan­nen­wäl­dern. Die Er­rich­tung des Na­tur­schutz­ge­bie­tes war stark an den Schutz des Wap­pen­tiers des Parks ge­bun­den, dem al­pi­nen Steinbock. Nach dem Zei­ten Welt­krieg zähl­te man welt­weit nur noch 416 Tie­re, al­le im Ge­biet die­ses Parks. In der Ver­gan­gen­heit war das Ge­biet des Parks dicht be­wohnt. Dies be­le­gen die ty­pi­schen Pie­mon­te­si­schen Dör­fer mit ih­ren Wohn­bau­ten ganz aus St­ein, wäh­rend auf der Sei­te des Aosta­tals zu­sätz­lich Holz ein­ge­setzt wur­de.

Das al­pi­ne Haus spie­gelt den Cha­rak­ter ei­ner länd­li­chen Be­völ­ke­rung wi­der, die vor al­lem auf Funk­tio­na­li­tät er­picht war. Das Grund­mo­dell sah ein St­ein­haus vor, mit dem Stall im Erd­ge­schoss, dem Wohn­be­reich im ers­ten Stock und dar­über der Heu­stock. In die­sen über­le­ben auch kunst­vol­le De­ko­r­ele­men­te wie die für das So­a­na-tal ty­pi­schen Bildstöcke, die von der Re­li­gio­si­tät der Leu­te zeu­gen. Fels­gra­vu­ren und Fres­ken, Stra­ßen und Brü­cken aus rö­mi­scher Zeit, Mi­li­tär­bau­ten, mit­tel­al­ter­li­che Kir­chen und Bur­gen, Alp­hüt­ten, We­ge und Saum­pfa­de, Tro­cken­mau­ern, die zur Ter­ras­sie­rung der stei­len Ab­hän­ge er­rich­tet wur­den, Be­wäs­se­rungs­ka­nä­le aus St­ein und Er­de..., er­zäh­len die lan­ge Ge­schich­te al­ter Völ­ker, die ih­re Blü­te­zeit nach der Hälf­te des

19. Jahr­hun­derts er­leb­ten, je­ner Epo­che, in der Kö­nig Vit­to­rio Ema­nue­le II von Sa­voy­en den Gran Pa­ra­di­so be­such­te, um zu sei­nen Re­vie­ren für die St­ein­bock­jagd zu ge­lan­gen. Die kö­nig­li­chen Jagd­häu­ser, ein­stö­cki­ge Ge­bäu­de auf Hoch­pla­teaus auf über 2000 m.ü.m., die den Kö­nig und sei­nen Hof be­her­berg­ten, sind heu­te die Schmuck­stü­cke des Parks, der ei­nen Be­such wert ist.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.