EI­NE BRÜ­CKE ZWI­SCHEN DEUTSCH­LAND UND ITA­LI­EN IM ZEI­CHEN DER ENT­WICK­LUNG

All About Italy (Germany) - - Editorial - Eli­sa Ro­di

Ein In­ter­view mit Rechts­an­walt Jens Ma­gers, RITTERSHAUS Rechts­an­wäl­te, Grün­der und He­ad of Ita­li­an Desk – in Zu­sam­men­ar­beit mit „All about Ita­ly“für die Stär­kung der Wirt­schafts­be­zie­hun­gen zwi­schen Ita­li­en und Deutsch­land.

Die Ba­sis für ein ver­ein­tes Eu­ro­pa bil­den ne­ben den po­li­ti­schen und kul­tu­rel­len Ver­bin­dun­gen star­ke wirt­schaft­li­che Be­zie­hun­gen. Deutsch­land und Ita­li­en sind nicht nur Grün­dungs­mit­glie­der der Eu­ro­päi­schen Uni­on, son­dern seit je­her wich­ti­ge Han­dels­part­ner. Ex­zel­len­te Be­ra­tung und ein ef­fi­zi­en­tes Netz­werk sind für den ge­schäft­li­chen Er­folg von Un­ter­neh­men und Pri­vat­in­ves­to­ren un­er­läss­lich. Die rei­ne Rechts­be­ra­tung greift an­ge­sichts der viel­schich­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen der glo­ba­li­sier­ten Welt­wirt­schaft klar zu kurz. Rechts­an­walt Jens Ma­gers weiß dies nur zu gut. Des­halb hat er sich ent­schlos­sen, sein Know-how und Netz­werk ita­lie­ni­schen Un­ter­neh­men, die in Deutsch­land in­ves­tie­ren wol­len, zur Ver­fü­gung zu stel­len. In glei­cher Wei­se be­glei­tet er deut­sche Un­ter­neh­men, die in Ita­li­en tä­tig sind. Ei­ne Auf­ga­be, auf die sich Rechts­an­walt Ma­gers seit Jah­ren mit uner­müd­li­cher Lei­den­schaft fo­kus­siert hat. Denn auch das Bu­si­ness hat ei­ne See­le. An das Po­ten­ti­al ei­nes Aus­tau­sches zwi­schen zwei Län­dern wie Deutsch­land und Ita­li­en zu glau­ben und es ge­konnt zu un­ter­stüt­zen, trägt da­zu bei, den Traum ei­ner star­ken Einheit Eu­ro­pas zu ver­wirk­li­chen. Im Rah­men die­ses Ide­als be­wegt sich auch die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Rechts­an­walt Ma­gers und der Platt­form „All about Ita­ly“: Bei­de ar­bei­ten beim Aus­bau ei­nes Ita­li­an Desk zu­sam­men, der die bi­la­te­ra­len Be­zie­hun­gen und die För­de­rung der Schät­ze Ita­li­ens be­flü­geln soll.

Sie ar­bei­ten in Mün­chen, aber ih­re be­ruf­li­che Bin­dung zu Ita­li­en ist sehr in­ten­siv. Wo lie­gen die Ur­sprün­ge die­ser Be­zie­hung?

Ich stam­me aus ei­ner in­ter­na­tio­na­len Fa­mi­lie mit für mich sehr wich­ti­gen me­di­ter­ra­nen Wur­zeln in Grie­chen­land und Süd­frank­reich. Seit mei­ner Kind­heit such­te ich den Kon­takt zum Mit­tel­meer­raum. Die Er­eig­nis­se mei­nes Le­bens führ­ten mich dann nach Ita­li­en, wo ich mich für uni­ver­si­tä­re Stu­di­en auf­ge­hal­ten und wich­ti­ge Be­rufs­er­fah­rung ge­sam­melt ha­be. Heu­te be­herr­sche ich die ita­lie­ni­sche Spra­che na­he­zu per­fekt und ken­ne die ita­lie­ni­sche Kul­tur und Men­ta­li­tät sehr gut. Mei­ne in Ita­li­en ge­sam­mel­ten be­ruf­li­chen und mensch­li­chen Er­fah­run­gen er­laub­ten mir, ei­ne her­aus­ra­gen­de Ex­per­ti­se in der ju­ris­ti­schen Be­ra­tung auf dem deutsch-ita­lie­nisch Markt zu ent­wi­ckeln.

Deutsch­land ist zwei­fels­oh­ne ei­ner der Re­fe­renz­märk­te für Un­ter­neh­men, die in die Ex­port­tä­tig­keit ein­stei­gen wol­len. Wel­ches sind die Vor­tei­le und die Mög­lich­kei­ten ei­ner sol­chen In­ves­ti­ti­on?

Die Vor­tei­le ei­ner In­ves­ti­ti­on oder ei­ner un­ter­neh­me­ri­schen Tä­tig­keit in Deutsch­land sind na­tür­lich vie­le. Ich er­wäh­ne nur ei­ni­ge Aspek­te, die mir wich­tig er­schei­nen. Deutsch­land ist die stärks­te Volks­wirt­schaft in der Eu­ro­päi­schen Uni­on, hat ei­ne her­vor­ra­gen­de In­fra­struk­tur mit ei­ner ein­fa­chen und ef­fi­zi­en­ten Bü­ro­kra­tie. Die Jus­tiz ist durch kur­ze Ver­fah­rens­zei­ten und ei­ner ho­hen Qua­li­tät der ge­richt­li­chen Ent­schei­dun­gen ge­kenn­zeich­net. Das deut­sche Steu­er­sys­tem zeich­net sich fer­ner durch Vor­her­seh­bar­keit und Zu­ver­läs­sig­keit aus. Die­se Aus­gangs­la­ge ver­bun­den mit dem in Deutsch­land be­ste­hen­den In­ter­es­se für das „Ma­de in Ita­ly“lie­ßen die Wirt­schafts­be­zie­hun­gen zwi­schen den bei­den Län­dern sehr eng wer­den.

Wie glie­dert sich die Be­ra­tungs­tä­tig­keit, die Sie den Un­ter­neh­men, die an ei­ner sol­chen Ak­ti­vi­tät in­ter­es­siert sind, an­bie­ten?

Ich ver­fü­ge in­zwi­schen über ei­ne mehr­jäh­ri­ge Be­ra­tungs­er­fah­rung, so­wohl bei der Be­ra­tung von ita­lie­ni­schen Un­ter­neh­men und In­ves­to­ren bei ih­ren In­vest­ment-trans­ak­tio­nen und Ge­schäf­ten in Deutsch­land, als auch von deut­schen In­ves­to­ren in Ita­li­en. Ich bin Ver­ant­wort­li­cher ei­nes von mir ge­grün­de­ten Ita­li­an Desk bei RITTERSHAUS, ei­ner füh­ren­den rein deut­schen

mit­tel­stän­di­schen Wirt­schafts­kanz­lei mit Stand­or­ten in Mann­heim, Frankfurt am Main und Mün­chen. Ich bin da­her zen­tra­ler An­sprech­part­ner un­se­rer ita­lie­ni­schen Man­dan­ten und zie­he, wenn der Fall ei­ne Ex­per­ti­se er­for­dern soll­te, die nicht mei­nen Spe­zia­li­sie­run­gen un­ter­fällt, den oder die Ex­per­ten des be­tref­fen­den Rechts­ge­biets aus mei­nem Kol­le­gen­kreis hin­zu. Das ist der kla­re Vor­teil ei­ner grö­ße­ren Wirt­schafts­kanz­lei. Aber auch auf in­ter­dis­zi­pli­nä­rer Ebe­ne ga­ran­tiert mei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit Steu­er­be­ra­tern und ex­ter­nen Au­di­to­ren durch­weg die höchs­te auf dem Markt ver­füg­ba­re Be­ra­tungs­qua­li­tät. Zu­dem be­glei­te ich deut­sche Fir­men, Un­ter­neh­mer und Pri­vat­in­ves­to­ren bei de­ren In­vest­ments in Ita­li­en und der ita­lie­ni­schen Schweiz. Hier­bei grei­fe ich auf mein in ei­ner Viel­zahl un­ter­schied­lichs­ter Trans­ka­tio­nen er­prob­tes ex­klu­si­ves Netz­werk von Top-an­walts­kanz­lei­en zu­rück. Hin­zu kommt mei­ne en­ge Zu­sam­men­ar­beit mit Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaf­ten, Kre­dit­in­sti­tu­ten und M&abe­ra­tern, die ich im Be­darfs­fall für mei­ne Man­dan­ten mit ins Boot ho­le.

Ih­re Tä­tig­keit stimmt in per­fek­ter Wei­se mit der Mis­si­on un­se­rer Platt­form „All about Ita­ly“über­ein. Des­halb ist auch schon ein Pro­jekt in Ar­beit, das die beid­sei­ti­gen Kom­pe­ten­zen ver­eint: Desk Ita­lia. Be­gin­nen wir, ers­te Ein­bli­cke zu ge­wäh­ren...

„All about Ita­ly“ist ein sehr an­spruchs­vol­les Ve­hi­kel, um die Ex­zel­lenz ita­lie­ni­scher Kul­tur und Pro­duk­te im Aus­land zu pro­mo­ten. Im Rah­men un­se­rer Zu­sam­men­ar­beit sind wir in der La­ge, al­le, die neu in die­sen Markt ein­tre­ten oder ih­re Ge­schäfts­tä­tig­keit aus­wei­ten wol­len, auf vielfältige Wei­se ef­fek­tiv zu be­glei­ten. Wie auf­ge­zeigt kön­nen wir un­se­ren Man­dan­ten bzw. Kun­den in bei­den Län­dern ein her­vor­ra­gen­des Netz­werk zur Ver­fü­gung stel­len. Kurz­um: un­se­re Man­dan­ten bzw. Kun­den pro­fi­tie­ren von ei­ner gro­ßen und in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Platt­form. Vom wirt­schaft­li­chen und ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Standpunkt aus be­trach­tet, wel­che Vor­tei­le kann ei­ne sol­che Sy­ner­gie auf lan­ge Zeit brin­gen?

Mei­ner Mei­nung nach ist es ge­ra­de der letz­te Aspekt, den ich eben er­wähnt ha­be, der un­se­ren Man­dan­ten bzw. Kun­den in­ter­es­san­te wirt­schaft­li­che Er­fol­ge und Ent­wick­lun­gen brin­gen kann. Die Vor­tei­le des Zu­gangs zu ei­nem sol­chen Netz­werk lie­gen auf der Hand. Hin­zu kommt un­se­re in bei­den Län­dern und ver­schie­de­nen Be­rei­chen ent­wi­ckel­te Ex­per­ti­se. Mei­ne Man­dan­ten er­hal­ten al­so nicht nur klas­si­sche Rechts­be­ra­tung, son­dern be­kom­men, auch dank der Zu­sam­men­ar­beit mit „All about Ita­ly“, Zu­gang zu vie­len nütz­li­chen Kon­tak­ten in an­de­ren Wirt­schafts­be­rei­chen. Das Glei­che gilt für die Kun­den von „All about Ita­ly“für die Rechts­und Steu­er­be­ra­tung auf dem ita­lie­nisch-deut­schen Markt.

Au­ßer der Be­ra­tungs­tä­tig­keit auf dem deut­schi­ta­lie­ni­schen Markt, wel­ches sind ih­re Spe­zi­al­ge­bie­te? Ich be­ra­te Un­ter­neh­men, Un­ter­neh­mer und Pri­va­te Cli­ents in al­len wich­ti­gen Be­rei­chen des Wirt­schafts­und Ge­sell­schafts­rechts, d.h. bei M&A- und Pri­va­te Equi­ty-trans­ak­tio­nen, bei Ver­trags­ver­hand­lun­gen un­ter­schied­lichs­ter Art, bei der Ab­fas­sung von Ver­trä­gen, aber auch im Zu­sam­men­hang mit der Gestal­tung der Nach­fol­ge, um nur die wich­tigs­ten zu nen­nen. Ei­ne wei­te­re seit vie­len Jah­ren von mir mit En­thu­si­as­mus ge­pfleg­te Ex­per­ti­se ist die Pro­zess­füh­rung, im Rah­men von Zi­vil-, aber auch in­ter­na­tio­na­len Schieds­pro­zes­sen. Ich bin Vor­stands­mit­glied der deut­schen De­le­ga­ti­on des Eu­ro­päi­schen Schieds­ge­richts­hofs und da­her stets über die neu­es­ten Rechts­ent­wick­lun­gen auf dem Ge­biet der in­ter­na­tio­na­len Schieds­ge­richts­bar­keit in­for­miert.

Mir ist dar­an ge­le­gen, mei­ne an­walt­li­chen Fer­tig­kei­ten durch fach­frem­des Spe­zi­al-know-how aus­zu­wei­ten, um mei­nen Man­dan­ten ei­ne auf dem Markt ein­zig­ar­ti­ge Be­ra­tung bie­ten zu kön­nen. So ha­be ich bei­spiels­wei­se in den ver­gan­gen bei­den Jah­ren ei­ne Coach-aus­bil­dung im Be­reich der Psy­cho­the­ra­pie ab­sol­viert, die auf ei­ner in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ent­wi­ckel­ten Me­tho­de ba­siert und die Ele­men­te der Ver­hal­tens­the­ra­pie, der Tie­fen­psy­cho­lo­gie, der Bio­en­er­ge­tik und der mo­der­nen Neu­ro­wis­sen­schaf­ten ver­eint. Ich ha­be da­durch ei­ne wis­sen­schaft­li­che Me­tho­de zur Ana­ly­se der Per­sön­lich­keits­struk­tur und des Re­ak­ti­ons­mus­ters des Ge­gen­übers ge­lernt. Dies er­laubt mir, mei­ne Stra­te­gie in Ver­trags- und Ge­richts­ver­hand­lun­gen noch schnel­ler und vor al­lem treff­si­che­rer aus­zu­rich­ten und auf kom­ple­xe Si­tua­tio­nen pas­send zu re­agie­ren. Mei­ne bis­lang in der Pra­xis ge­sam­mel­te Er­fah­rung hat be­stä­tigt, dass mei­ne Man­dan­ten hier­von in be­son­de­rer Wei­se pro­fi­tie­ren, da bis heu­te nur sehr we­ni­ge An­wäl­te über wis­sen­schaft­lich fun­dier­te psy­cho­lo­gi­sche Kennt­nis­se ver­fü­gen, ei­ne „Waf­fe“die bis­wei­len un­ter­schätzt wird.

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