SCHIFF­BAU

All About Italy (Germany) - - Editorial - Ilo­na Ca­ta­ni Scar­lett

Von „Car­lo Rat­ti As­so­cia­ti“in Tu­rin ent­wor­fen und in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Fit­ness­ge­rä­teaus­stat­ter „Tech­no­gym“, der Non-pro­fit-ar­chi­tek­tur-grup­pe „Ter­re­form ONE“und dem Stadt­er­neue­rungs-in­sti­tut „URBEM“ent­wi­ckelt, wird das „Pa­ris Na­vi­ga­ting Gym“der­einst auf der Sei­ne schwim­men, in­dem es die beim Fit­ness­trai­ning der Pas­sa­gie­re an­fal­len­de Ener­gie nutzt. Das Fit­ness­stu­dio be­fin­det sich auf ei­nem zwan­zig Me­ter lan­gen Was­ser­fahr­zeug, das bis zu 45 Per­so­nen auf­neh­men kann. Der Fit­ness­be­reich ist mit ARTIS Ma­schi­nen aus­ge­stat­tet, die die mensch­li­che Kraft aus­nüt­zen und sie in die Elek­tro­mo­to­ren des Schif­fes ein­spei­sen. Beim Trai­ning auf Fahr- und Cross­rä­dern tra­gen die Gäs­te da­zu bei, das Boot an­zu­trei­ben, das im Ge­gen­zug auf sei­ner Stre­cke der Sei­ne ent­lang durch die Stadt fährt und so al­len Zu­tritt ver­schafft, die dies be­ab­sich­ti­gen. Car­lo Rat­ti, der Di­rek­tor des „MIT Sen­se­able Ci­ty Lab“und Grün­dungs­mit­glied von „Car­lo Rat­ti As­so­cia­ti“, un­ter­streicht, dass das „Pa­ris Na­vi­ga­ting Gym“sei­nen Be­nut­zern ei­ne fühl­ba­res Er­leb­nis des­sen ver­mit­teln wird, was sich hin­ter dem oft abs­trak­ten Be­griff „Elek­tro­en­er­gie“ver­steckt. Tat­säch­lich zei­gen die „Er­wei­ter­te-rea­li­täts-bild­schir­me“, die auf dem Boot in­stal­liert sind, den Gäs­ten so­wohl die Men­ge der durch ihr Trai­ning er­zeug­ten Ener­gie, als auch An­ga­ben über den Was­ser­zu­stand der Sei­ne, die in Echt­zeit von Sen­so­ren er­ho­ben wer­den, wel­che im Rumpf ein­ge­baut sind. Von ei­nem trans­pa­ren­ten Glas­dach über­deckt, das im Som­mer of­fen ist, bie­tet das Fit­ness­stu­dio ei­ne au­ßer­or­dent­li­che Sicht auf das städ­ti­sche Pan­ora­ma. Des wei­te­ren kann das Boot nachts auch für Par­ties oder Fei­ern ge­nutzt wer­den. Das „Pa­ris Na­vi­ga­ting Gym“un­ter­sucht das Po­ten­ti­al, wie Men­schen­kraft nutz­bar ge­macht wer­den kann und bie­tet gleich­zei­tig ei­ne neue ur­ba­ne Er­fah­rung. Es ruft Mög­lich­kei­ten vor Au­gen, wie man ei­nen Fluss in die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur ei­ner Stadt ein­be­zie­hen kann.

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