EI­NE FRA­GE DER GROS­SEN SCHÖN­HEIT

All About Italy (Germany) - - Editorial - Pao­lo Del Pan­ta Edi­tor in Chief

Tra­di­ti­on und Mo­der­ni­tät, Kunst­hand­werk und Tech­no­lo­gie, Äs­t­he­tik und Funk­tio­na­li­tät.

All das ist „Ma­de in Ita­ly“, ein Mar­ken­zei­chen, ein Gü­te­sie­gel, die­se ein­zig­ar­ti­ge und all­seits be­kann­te Fä­hig­keit der Ko­exis­tenz und Wert­schät­zung der viel­sei­ti­gen Stär­ken Ita­li­ens. Ei­ne Vor­rang­stel­lung, die so­wohl von ei­nem kul­tu­rel­len Er­be zeugt, das noch heu­te von Ge­ne­ra­ti­on zu Ge­ne­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben und be­rei­chert wird, als auch von ei­nem ge­ra­de­zu „ge­ne­ti­schen“Ge­spür für das Schö­ne. Das Schö­ne ist die Es­senz un­se­rer lan­des­ty­pi­schen Pro­duk­te, ihr sym­bo­li­scher Wert schürt die Fan­ta­sie der­je­ni­gen, die sie er­wer­ben, und lässt an Land­schaf­ten, Far­ben, den Bel Can­to und die Kunst den­ken. Aus die­sem Grund konn­ten wir nicht an­ders, als von dem My­thos hin­ter dem My­thos zu er­zäh­len, von den Lich­tern auf der Frei­licht­büh­ne, die Ita­li­en ist und war. Lich­ter, die auf ei­ne Zeit ge­wor­fen wer­den, die end­gül­tig vor­bei ist, schon auf­grund der ein­zig­ar­ti­gen Ver­flech­tung zwi­schen Mon­dä­ni­tät und in­tel­lek­tu­el­lem Auf­ruhr, die ein un­sterb­li­ches Bild ge­schaf­fen hat. Un­sterb­lich wie die Fotos von Mar­cel­lo Geppetti, Zeu­ge und Ver­tre­ter ei­ner le­gen­dä­ren, be­wusst und glück­lich aus­ge­leb­ten fri­vo­len Ära, die wir hier noch ein­mal be­wun­dernd auf­le­ben las­sen wol­len. Ei­ne Ge­schich­te, die in ei­nem Cre­scen­do wei­ter­erzählt wird, wie das sprich­wört­li­che „Cre­scen­do ros­si­nia­no“, die­ser sug­ges­ti­ve und wun­der­ba­re mu­si­ka­li­sche Mo­ment, der die Stär­ke ei­nes ab­so­lu­ten Ge­nies der Mu­sik auf den Punkt bringt. Zum 150. To­des­tag von Gioac­chi­no Ros­si­ni fei­ern wir sei­ne De­vi­se: „es­sen, lie­ben, sin­gen und di­ri­gie­ren sind die vier Ak­te der ko­mi­schen Oper, die un­ser Le­ben ist“. Ei­ne Kultur, die in Städ­ten wie Parma lebt, das mehr als je­de an­de­re Stadt das Schick­sal von Staa­ten und Fa­mi­li­en ganz Eu­ro­pas be­ein­fluss­te. Or­te, die wie das Au­gus­tus Ho­tel & Re­sort in For­te die Mar­mi stets ei­ne Spur hin­ter­las­sen ha­ben: im Ge­dächt­nis de­rer, die es viel­leicht nur kurz be­sucht ha­ben, und in der Er­in­ne­rung je­ner, die dort auch län­ge­re Zeit ver­bracht ha­ben; und auch in der ei­ge­nen Ge­schich­te, die von der schö­nen und ele­gan­ten Au­rea ge­prägt ist, die sie durch­lebt hat. Auf all das bli­cken die Märk­te der gan­zen Welt, wenn sie die ita­lie­ni­schen Pro­duk­te be­trach­ten und sie mit un­se­rer Ge­schich­te und un­se­rer Kultur, mit dem Zau­ber un­se­rer Städ­te und mit un­se­rer Schön­heit as­so­zi­ie­ren.

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