Ita­li­en for­dert eu­ro­päi­sches Ar­beits­lo­sen­geld

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BER­LIN. Die Staa­ten der Eu­ro­zo­ne soll­ten ei­ne ge­mein­sa­me In­sti­tu­ti­on zur Zah­lung von Ar­beits­lo­sen­geld und zur Schaf­fung von Ar­beits­plät­zen grün­den, um dem wach­sen­den Ein­fluss an­ti­eu­ro­päi­scher Rechts­po­pu­lis­ten zu be­geg­nen. Das for­der­te der ita­lie­ni­sche Fi­nanz­mi­nis­ter Pier Car­lo Pa­do­an im „Ta­ges­spie­gel“. An­dern­falls dro­he ei­ne An­ti­eu­ro-mehr­heit in Ita­li­en.

Ein sol­cher Mecha­nis­mus sei zwin­gend not­wen­dig, sag­te der Mi­nis­ter wei­ter. Ei­ne Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung fi­nan­ziert mit Bei­trä­gen aus al­len Mit­glieds­län­dern wä­re zwar „ein Trans­fer­sys­tem“, gibt Pa­do­an zu, aber das wä­re „zeit­lich be­grenzt“auf Kri­sen­pe­ri­oden. Sein Kol­le­ge Wolf­gang Schäu­b­le sei zwar „streng da­ge­gen, weil deut­sche Wäh­ler sa­gen, war­um sol­len wir un­ser Geld fau­len Ita­lie­nern oder Grie­chen ge­ben“. Aber zur Wäh­rungs­uni­on ge­hö­re bei­des: „Min­de­rung der (na­tio­na­len) Ri­si­ken und die Tei­lung des Ri­si­kos“im Kri­sen­fall.

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