Ech­te Schmer­zen

Die Cham­pi­ons Le­ague und ih­re Fol­gen: Bo­rus­sia Dort­mund ha­dert nach der Plei­te Bei Tot­ten­ham mit dem Schieds­rich­ter. Bei RB Leip­zig zeigt man sich nach dem 1:1 ge­gen AS Mo­na­co Be­tont selbst­kri­tisch.

Aller-Zeitung - - SPORT -

DORT­MUND/LEIP­ZIG. Die Frus­tska­la be­müh­ten bei­de Ver­ei­ne. Bei Bo­rus­sia Dort­mund er­reich­te sie den Höchst­wert, beim Kö­nigs­klas­sen-de­bü­tan­ten RB Leip­zig gab es ei­nen ge­rin­ge­ren Aus­schlag. „Der Schieds­rich­ter hat­te lei­der nicht das Ni­veau die­ser Spiel­paa­rung. Wenn auf solch ei­nem Ni­veau Fehl­ent­schei­dun­gen ge­trof­fen wer­den, ist es schwer, das Spiel am En­de noch zu dre­hen“, wet­ter­te ein an­ge­säu­er­ter Micha­el Zorc. Der Bvb-sport­di­rek­tor mach­te vor al­lem den ita­lie­ni­schen Un­par­tei­ischen Gi­an­lu­ca Roc­chi für das 1:3 zum Auf­takt in die Cham­pi­ons Le­ague bei Tot­ten­ham Hot­spur ver­ant­wort­lich.

Rb-sport­di­rek­tor Ralf Rang­nick, der vom Fuß­ball-bun­des­li­gis­ten zur Pre­mie­re ei­ne Per­for­mance am Li­mit ge­for­dert hat­te, sah nur „ei­ne or­dent­li­che, durch­schnitt­li­che Leis­tung“.

Sei­ne

Spie­ler in- klu­si­ve Chef­trai­ner Ralph Ha­sen­hüttl wa­ren noch kri­ti­scher. „Das darf uns so nicht pas­sie­ren“, mein­te Ka­pi­tän Wil­li Or­ban. Auf Cham­pi­ons-le­agueni­veau wer­den Feh­ler wie beim Aus­gleich zum 1:1-End­stand ge­gen die AS Mo­na­co gna­den­los be­straft. „Beim Ge­gen­tor ha­ben wir uns ein biss­chen däm­lich an­ge­stellt“, sag­te Ver­tei­di­ger Mar­cel Hals­ten­berg. Bit­ter: You­ri Ti­elem­ans traf zwei Mi­nu­ten nach dem Leip­zi­ger Ju­bel­sturm. Emil Fors­berg (33.) hat­te genau 3039 Tage nach der Ver­eins­grün­dung den ers­ten Tref­fer der Sach­sen in der Kö­nigs­klas­se er­zielt. Viel schlim­mer kam es für die Bo­rus­sen. Der Re­fe­ree ver­wei­ger­te we­gen ei­ner an­geb­li­chen Ab­seits­stel­lung fälsch­li­cher­wei­se die An­er­ken­nung des Tref­fers zum ver­meint­li­chen 2:2 durch Pier­re-eme­rick Auba­meyang (56.). „Kein Mensch weiß, war­um das zu­rück­ge­nom­men wur­de“, klag­te Zorc. Ömer To­prak sprach Kl­ar­text. „Schwe­re Fehl­ent­schei­dun­gen ha­ben das Spiel ex­trem be­ein­flusst“, sag­te der Ab­wehr­spie­ler. An­ders als in der Bun­des­li­ga wird in der Cham­pi­ons Le­ague kein Vi­deo­be­weis ein­ge­setzt.

Selbst­kri­tik gab es bei der Nie­der­la­ge in dem zum Schlüs­sel­du­ell um Platz zwei er­klär­ten Spiel kaum zu hö­ren. Da­bei er­wies sich der vom neu­en Trai­ner Pe­ter Bosz fa­vo­ri­sier­te Hur­ra-fuß­ball mit frü­hem Pres­sing und hoch ste­hen­der Ab­wehr für die Cham­pi­ons Le­ague als nur be­dingt taug­lich. Die Dort­mun­der wur­den Op­fer der gro­ßen Ef­fek­ti­vi­tät des Geg­ners. He­ung-min Son (4.) und der star­ke Ka­ne (15., 60.) nutz­ten die gro­ßen Räu­me eis­kalt aus. „Bei den Ge­gen­to­ren wa­ren wir zu lieb. Ich bin ent­täuscht, weil heu­te mehr drin war“, be­kann­te der Trai­ner.

Ei­nen Rück­schlag gab es auch für Welt­meis­ter Ma­rio Göt­ze. In ei­nem Zwei­kampf mit Jan Ver­tong­hen er­hielt er ei­nen Schlag ins Ge­sicht. „Er hat Pro­ble­me mit den Zäh­nen. Das sieht nicht so gut aus“, sag­te Bosz. Ges­tern Nach­mit­tag gab es dann ein biss­chen Ent­war­nung: „Es ist nichts, was nicht wie­der re­pa­riert wer­den kann“, sag­te Göt­ze und konn­te sich au­ßer­dem über Neu­zu­gang And­rej Jar­mo­len­ko freu­en. Der ehe­ma­li­ge Kie­wer er­ziel­te das 1:1. „Er passt zu uns“, be­fand Zorc.

Bei Leip­zig kam Re­kord­ein­kauf Ke­vin Kampl nach nur neun Trai­nings­ta­gen zu sei­nem Ein­satz in der Kö­nigs­klas­se. „Wir wis­sen, dass mehr drin ge­we­sen wä­re. Es war auf bei­den Sei­ten ein zer­fah­re­nes Spiel, des­we­gen geht der Punkt in Ord­nung“, mein­te der Slo­we­ne. Er ver­miss­te wie sei­ne Team­kol­le­gen die Im­pul­se von Na­by Kei­ta (Ad­duk­to­ren­pro­ble­me). „Na­by mit sei­nen Qua­li­tä­ten hat uns in vie­len Be­rei­chen ge­fehlt. Wir hät­ten mit ihm si­cher noch mehr Zu­griff auf un­ser Of­fen­siv­spiel ge­habt“, mein­te Ha­sen­hüttl. Auch Ti­mo Wer­ner hat­te kein be­son­ders brei­tes Lä­cheln auf dem Ge­sicht: „Ein biss­chen ent­täuscht sind wir. Es war nicht un­ser bes­tes Spiel und Mo­na­co schlag­bar.“

Der Schieds­rich­ter hat­te lei­der nicht das Ni­veau die­ser Spiel­paa­rung.

Micha­el Zorc, BVB-MA­NA­GER

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Aua! Ma­rio Göt­ze hat ei­nen Schlag ins Ge­sicht be­kom­men und hef­ti­ge Schmer­zen. Ges­tern gab’s Ent­war­nung.

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Un­zu­frie­den: Rb-leip­zig-trai­ner Ralph Ha­sen­hüttl.

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