Hö­fer­sches Haus: Sa­nie­rung geht nun end­lich auf die Ziel­ge­ra­de

Be­ma­lung in Ab­stim­mung mit der Denk­mal­pfle­ge: Ge­fa­che und Fach­werk er­hal­ten zie­gel­ro­ten Farb­ton

Aller-Zeitung - - GIFHORN - VON UWE STADT­LICH

GIF­HORN. Nach fast zwei Jah­ren nä­hert sich die um­fas­sen­de Sa­nie­rung des Hö­fer­schen Hau­ses – es ent­stand 1570 als Kauf- und Han­dels­haus und ist das äl­tes­te Ge­bäu­de in Gif­horn – dem En­de. In­zwi­schen sind die Ma­ler am Zug. „Ge­fa­che und Fach­werk wer­den ei­nen zie­gel­ro­ten Farb­ton er­hal­ten, das Fach­werk wird ei­ne Nuan­ce dunk­ler“, er­klärt Burk­hard Oh­se, Sohn der Ei­gen­tü­mer.

Die künf­ti­ge Far­ban­pas­sung sei in Ab­spra­che mit den Re­stau­ra­to­ren der Lan­des­denk­mal­pfle­ge

➡ Die Far­ban­pas­sung ist in en­ger Ab­spra­che zwi­schen Ei­gen­tü­mern und Ex­per­ten der Denk­mal­pfle­ge er­folgt

er­folgt. So wer­den die Fens­ter in ei­nem dunk­len Gr­au­ton ge­stri­chen. „Die am An­fang des 20. Jahr­hun­derts auf­ge­setz­te Gau­be er­hält ei­nen hel­le­ren Gr­au­ton, der den Über­gang zum Him­mel sym­bo­li­sie­ren soll“, er­läu­tert Oh­se.

„Je­der Bal­ken­kopf wur­de ge­öff­net und auf Schä­den un­ter­sucht“, geht Oh­se auf die auf­wän­di­gen Vor­ar­bei­ten ein. Ent­deckt wur­den da­bei auch äl­tes­ten fest­stell­ba­ren Farb­fas­sun­gen. Da­bei sei­en vie­le Farb­tö­ne ge­fun­den wor­den, mit de­nen das Haus in den ver­gan­ge­nen 450 Jah­ren ge­stri­chen war – au­ßer Rot auch Hell­blau, Bei­ge, Ro­sa, Weiß und Grau. „Die bis­her be­kann­te und re­la­tiv bun­te Farb­ge­bung er­folg­te erst um 1930“, weiß Burk­hard Oh­se.

Die Ei­gen­tü­mer-fa­mi­lie ma­che sich der­zeit auch Ge­dan­ken „über ei­ne teil­wei­se öf­fent­li­che Nut­zung“des his­to­ri­schen Ge­bäu­des. So könn­ten bau­his­to­ri­sche Be­fun­de in den In­nen­räu­men ei­ner brei- te­ren Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ge­macht wer­den, er­klärt Oh­se. Bis es so­weit ist, gibt es im In­ne­ren des Hö­fer­schen Hau­ses je­doch noch viel zu tun.

LEA REBUSCHAT

Zie­gel­ro­ter Farb­ton: Burk­hard Oh­se und Sohn Mi­ka (12) neh­men den An­strich des Hö­fer­schen Hau­ses in Au­gen­schein.

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