Streit um Pflanz­in­sel-pfle­ge: Blüht in Mei­ne bald Un­ge­mach?

Ar­beits­ge­mein­schaft be­schwert sich über Klein­lich­keit der Ge­mein­de

Aller-Zeitung - - PAPENTEICH - VON DIRK REITMEISTER

MEI­NE. Das The­ma Pflan­zen er­hitzt in Mei­ne die Ge­mü­ter. Um das ge­ra­de erst an­ge­lau­fe­ne neue Pfle­ge­kon­zept für Pflanz­in­seln droht Streit und Un­ge­mach, denn die Ar­beits- ge­mein­schaft Pflan­zen und Pfle­gen (AGPP) wirft der Ge­mein­de Klein­lich­keit vor. Sie hat Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­te­rin Ines Kiel­horn nun um Ver­mitt­lung ge­be­ten.

Im Sep­tem­ber erst sei das neue Kon­zept zur Pfle­ge der Pflanz­in­seln be­schlos­sen wor­den, so Wolf­gang St­indl und Mar­tin Pahl in ei­ner ge­mein­sa­men Pres­se­er­klä­rung. Es se­he vor, dass sich Pa­ten ei­ne St­un­de pro Mo­nat um die Ent­fer­nung von Müll und un­er­wünsch­tem Bei­wuchs so­wie um die Er­satz­pflan­zung auf 18 Pflanz­in­seln rund um den Markt­platz küm­mern (AZ be­rich­te­te). Die AGPP ha­be da­zu ein Bud­get von 300 Eu­ro für die Herbst­be­pflan­zung er­rech­net. Bür­ger­meis­te­rin Ute Hein­sohn-buch­mann hal­te da­ge­gen ein Bud­get von 150 Eu­ro für aus­rei­chend und ha­be das mit be­reits üp­pi­ger Be­pflan­zung der In­seln be­grün­det. Ihr Vor­schlag sei, bei ei­nem Dis­coun­ter Tul­pen­zwie­beln zu be­sor­gen.

➡ Die Ar­beits­ge­mein­schaft sieht ih­ren Qua­li­täts­an­spruch ge­fähr­det

Das pas­se aber nicht in den Qua­li­täts­an­spruch der AGPP, so St­indl und Pahl, der als So­zi­al­de­mo­krat Par­tei­freund der Bür­ger­meis­te­rin ist. Das Bud­get von 300 Eu­ro sei kei­ne gro­be Schät­zung, „son­dern ein de­tail­lier­ter Pflanz­plan“. Üb­ri­gens hiel­ten die Bil­lig­pflan­zen aus dem Dis­coun­ter wohl nur ei­ne Sai­son. „Es müss­te Jahr für Jahr nach­ge­kauft und nach­ge­pflanzt wer­den. Der Vor­schlag kä­me al­so auf Dau­er letzt­lich teu­rer als die von der AGPP be­vor­zug­ten ro­bus­ten mehr­jäh­ri­gen Sor­ten, die sich selbst ver­meh­ren.“Und der Ein­satz der Eh­ren­amt­li­chen, die ih­ren Ein­satz nicht mehr ge­wür­digt se­hen, sei für die Ge­mein­de auch bil­li­ger, als müss­te sie ei­ne Fach­fir­ma mit der Pfle­ge der Pflanz­in­seln be­auf­tra­gen.

CHRIS NIEBUHR AR­CHIV

Streit ums Bud­get: Die Pfle­ge der Pflanz­in­seln in der Mei­ner Mit­te er­regt zur­zeit die Ge­mü­ter der Eh­ren­amt­li­chen von der Ar­beits­ge­mein­schaft Pflan­zen und Pfle­gen.

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