Kreis-cdu: Qu­er­schüs­se aus Berlin und Hannover kos­ten den Sieg

Aller-Zeitung - - GIFHORN -

GIF­HORN. Die Wahl­schlap­pen auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne ana­ly­sier­te der Cdu-kreis­par­tei­tag am Mon­tag­abend in ei­nem au­ßer­or­dent­li­chen Par­tei­tag. Grund­te­nor: An den ei­ge­nen Kan­di­da­ten ha­be es je­den­falls nicht ge­le­gen, son­dern eher an Ein­flüs­sen aus Berlin und Hannover. Stich­wor­te wa­ren Flücht­lings­po­li­tik und Aus­sa­gen zu VW.

Die Scheu­ne des Deut­schen Hau­ses stieß an ih­re Gren­zen, noch nach der Be­grü­ßung muss­ten zu­sätz­li­che Stüh­le her­an ge­schafft wer­den. Vor mehr als 100 Mit­glie­dern lob­te Kreis­vor­sit­zen­der Andre­as Ku­ers das En­ga­ge­ment von In­grid Pahl­mann, Horst Schies­ge­ries und Kers­tin Keil. „Die Kan­di­da­ten ha­ben wirk­lich al­les ge­ge­ben.“

„Das war ein Tief­schlag.“So be­wer­tet Ku­ers die Aus­sa­ge des stell­ver­tre­ten­den Bun­des­tags­frak­ti­ons­chef Micha­el Fuchs, das Land Nie­der­sach­sen mö­ge sei­ne Vw-an­tei­le ver­kau­fen. Das ha­be in der Re­gi­on ent­schei­dend Stim­men ge­kos­tet. Nicht gut an­ge­kom­men sei auch die Auf­nah­me der grü­nen Über­läu­fe­rin El­ke Twes­ten. Und die Kri­tik an Kor­rek­tu­ren durch VW an ei­ner Re­de des Spd-mi­nis­ter­prä­si­den­ten und Auf­sichts­rats Ste­phan Weil wä­re an­ge­bracht ge­we­sen, hät­te man selbst nicht auch so ge­han­delt.

Ein sen­si­bles The­ma war of­fen­bar die Flücht­lings­po­li­tik vor al­lem bei den Spät­aus­sied­lern als ei­gent­li­che Stamm­wäh­ler­schaft. „Man kam nicht mehr an sie her­an“, be­rich­te­te Pahl­mann von Ge­sprä­chen. Laut Ku­ers hat­te die Bun­des­tags­kan­di­da­tin das „ag­gres­siv zu spü­ren be­kom­men“.

Ei­ne ehr­li­che Be­stands­auf­nah­me mahn­te In­grid Rich­ter aus dem Pa­pen­teich in der Aus­spra­che an. Die CDU im Kreis müs­se auch auf sich sel­ber und die Hand­lungs­fä­hig­keit der Orts­ver­ei­ne schau­en. Man­fred Birth aus Gif­horn ap­pel­lier­te an die Par­tei, die Wäh­ler wie­der ver­stärkt „zu pfle­gen“. An­de­re sag­ten, dass die Wer­te­ver­mitt­lung wie­der in den Vor­der­grund rü­cken müs­se. Die CDU müs­se wie­der Ant­wor­ten auf wich­ti­ge Fra­gen bie­ten.

SE­BAS­TI­AN PREUß

Ana­ly­se der Wahl­nie­der­la­ge: Die CDU sprach in ei­nem au­ßer­or­dent­li­chen Kreis­par­tei­tag über die Grün­de.

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