In Genf schläft man am teu­ers­ten

Ein Ho­tel­zim­mer in der Schwei­zer Me­tro­po­le kos­tet rund 240 Eu­ro die Nacht – Platz eins un­ter zwölf eu­ro­päi­schen Me­tro­po­len

Aller-Zeitung - - WIRTSCHAFT - VON FRIE­DE­RI­KE MARX

FRANKFURT. Genf ist für Ho­tel­gäs­te ei­ner Stu­die zu­fol­ge ein be­son­ders teu­res Pflas­ter. In der Schwei­zer Stadt, in der vie­le in­ter­na­tio­na­le Or­ga­ni­sa­tio­nen ih­ren Sitz ha­ben, zah­len Gäs­te im Schnitt 242,90 Eu­ro pro Nacht und Zim­mer. Das er­gab ei­ne Aus­wer­tung des Prü­fungs- und Be­ra­tungs­un­ter­neh­mens PWC. Genf war da­mit auch 2017 die teu­ers­te Stadt von zwölf un­ter­such­ten eu­ro­päi­schen Me­tro­po­len. Auf Platz zwei kam Pa­ris (231,30 Eu­ro), ge­folgt von Zürich (203,90 Eu­ro).

Un­ter den deut­schen Städ­ten hat die Ban­ken- und Mes­se­stadt Frankfurt die höchs­ten Prei­se. Im Schnitt zah­len Ho­tel­gäs­te hier 122,10 Eu­ro pro Nacht. Im eu­ro­päi­schen Me­tro­po­len-ran­king lan­de­te Frankfurt da­mit auf Platz acht. Berlin ran­gier­te mit durch­schnitt­lich 95,70 Eu­ro pro Nacht auf Platz zehn.

In Deutsch­land sind die Net­to­zim­mer­prei­se nach An­ga­ben des Ho­tel­ver­ban­des IHA im ver­gan­ge­nen Jahr ins­ge­samt um 1,3 Pro­zent ge­stie­gen – bun­des­weit zahlt man durch­schnitt­lich 95 Eu­ro die Nacht. Da­mit liegt Deutsch­land un­ter dem Wert des eu­ro­päi­schen Aus­lands von 97 Eu­ro (plus 2,5 Pro­zent).

Be­son­ders pro­fi­tiert hat die Ho­tel­bran­che von der ge­stie­ge­nen Zahl in­ter­na­tio­na­ler Be­su­cher – laut PWC reis­ten

Der Gen­fer See lockt vie­le Tou­ris­ten – Ge­schäfts­leu­te kom­men we­gen der zahl­rei­chen in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen.

2017 ins­ge­samt 8 Pro­zent mehr nach Eu­ro­pa. Vor al­lem bei Tou­ris­ten aus den USA, Chi­na und zu­neh­mend auch wie­der aus Russ­land wür­den eu­ro­päi­sche Rei­se­zie­le im­mer be­lieb­ter.

Nach Ein­schät­zung von PWC dürf­te der eu­ro­päi­sche Ho­tel­markt in die­sem und im nächs­ten Jahr wei­ter zu­le­gen, al­ler­dings in et­was mo­de­ra­te­rem Tem­po. Grund sei­en glo­ba­le po­li­ti­sche Un­si­cher­hei­ten und Kon­flik­te. So hat sich bei­spiels­wei­se das Ver­hält­nis zwi­schen Russ­land und dem Wes­ten in letz­ter Zeit kon­ti­nu­ier­lich ver­schlech­tert. Nach der An­kün­di­gung neu­er USSank­tio­nen ver­lor au­ßer­dem der Ru­bel stark an Wert.

Bei den Über­nach­tungs­prei­sen spie­len Wäh­rungs­ef­fek­te ei­ne gro­ße Rol­le. So ist zum Bei­spiel der Schwei­zer Fran­ken ge­gen­über Eu­ro und Co. ver­gleichs­wei­se stark, was es für Gäs­te aus dem Aus­land in dem Land teu­rer macht.

FO­TO: DPA

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