Hin­ter­her hat Finn ein brei­tes Grin­sen im Ge­sicht

Wil­sche: Fe­ri­en­spaß „Se­gel­flie­gen“mit dem LSV ist seit mehr als 20 Jah­ren be­gehrt bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen

Aller-Zeitung - - GIFHORN -

WIL­SCHE. Finn Fynn­schel­la ist kein Jun­ge von vie­len Wor­ten: „Nix“lau­te­te die Ant­wort auf die Fra­ge vorm Start des Flie­gers, ob er Angst hät­te – „gut“die Ant­wort auf die Fra­ge hin­ter­her, wie’s denn so war.

Der Zehn­jäh­ri­ge war ei­ner von sechs Glück­li­chen, die ei­nen Platz er­gat­tert hat­ten beim Fe­ri­en­spaß-an­ge­bot „Se­gel­flie­gen“der städ­ti­schen Ju­gend­för­de­rung auf dem Flug­platz nörd­lich von Wil­sche. Das An­ge­bot ist seit mehr als 20 Jah­ren ein Ren­ner: „Wir hat­ten 35 An­fra­gen“, so Ma­ri­on Frie­mel von der Ju­gend­för­de­rung.

Finn war der ers­te, der am Frei­tag Vor­mit­tag hin­ter dem Pi­lo­ten Ni­co Klings­pohn im mo­tor­lo­sen Dop­pel­de­cker Platz neh­men durf­te. Vi­vi­an Rös­ler vom Luft­sport-ver­ein Gif­horn er­klär­te ihm noch die An­zei­gen vor ihm, wie der Fall­schirm zu be­die­nen sei im Not­fall und wo sich der Spuck­beu­tel be­fin­det: „Am bes­ten, Du guckst nicht auf die In­stru­men­ten, son­dern nach drau­ßen und ge­nießt den Flug – dann wird dir auch nicht schlecht.“

Dann wur­den Finn und Ni­co von der Seil­win­de 350 Me­ter hoch in den kom­plett wol­ken­ver­han­ge­nen Him­mel über der Süd­hei­de ge­schleu­dert, wo sie ei­ne Vier­tel­stun­de kreis­ten – län­ger war nicht drin oh­ne Ther­mik. Dann leg­te Klings­pohn, der er­fah­re­ne Stre­cken­flie­ger, ei­ne su­per­sanf­te Lan­dung hin. Und das brei­te Grin­sen, das Finn nicht mehr aus dem Ge­sicht be­kam, be­stä­tig­te sei­ne ein­sil­bi­ge Bi­lanz des Flu­ges ganz klar.

JÖRG ROHLFS

Be­gehr­ter Dau­er­bren­ner: Städ­ti­sche Ju­gend­för­de­rung und Luft­sport-ver­ein bo­ten im Fe­ri­en­pro­gramm wie­der die Ge­le­gen­heit, das Se­gel­flie­gen aus­zu­pro­bie­ren.

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