Ein Bus-ju­bi­lä­um, sü­ße Uh­ren und ein we­nig wich­ti­ger Ein­stein

WAZ IST LOS? Tipps und Trends – Na­men und Neu­ig­kei­ten – Sprü­che, Spaß und Spit­zen von Pro­fis und Pro­mis

Aller-Zeitung - - GIFHORN -

Die Gif­hor­ner Fir­ma Erd­bau Rol­gal­ski Gmbh ist 60 Jah­re alt. In ei­ner Fei­er­stun­de er­in­ner­te Fir­men­chef Bernd Ro­gal­ski jetzt an die Grün­dung 1958 als Trans­port­un­ter­neh­men durch sei­nen Va­ter Bru­no Ro­gal­ski. Die­ser sei als Flücht­ling aus der Ukrai­ne ge­kom­men, ha­be ei­gent­lich in die USA aus­wan­dern wol­len, sei dann je­doch aus Lie­be zu sei­ner Frau in Gif­horn ge­blie­ben. Aus dem Trans­port­un­ter­neh­men wur­de spä­ter ein Bag­ger­be­trieb und „in­ner­halb der ver­gan­ge­nen 35 Jah­re ein leis­tungs­star­ker Tief- und Stra­ßen­bau-be­trieb“, er­klär­te Bernd Ro­gal­ski, der 1993 nach dem Stu­di­um in den Be­trieb ein­stieg und heu­te knapp 40 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt.

Der Bür­ger­bus-ver­ein Isen­ha­ge­ner Land be­grüß­te vor Kur­zem den 5000. Fahr­gast. Han­ne­lo­re Lin­ke (73) aus Wi­cheln­förth, die den Bür­ger­bus re­gel­mä­ßig für Ein­kaufs­fahr­ten nach We­sen­dorf nutzt, be­kam ei­nen Blu­men­strauß von Bür­ger­bus­fah­rer Ger­hard Wa­gner über­reicht. Der Bür­ger­bus Isen­ha­ge­ner Land fährt be­reits seit mehr als zwei Jah­ren in der Samt­ge­mein­de We­sen­dorf und der Ge­mein­de St­ein­horst von mon­tags bis frei­tags 52 Wo­chen im Jahr – dort wo kein Öf­fent­li­cher Per­so­nen­nah­ver­kehr vor­han­den ist oder nicht aus­rei­chend an­ge­bo­ten wird. „Mit mitt­ler­wei­le mehr als 300 Fahr­gäs­ten im Mo­nat ist das aus­ge­ben­de Ziel des Ver­eins er­reicht“, freut sich das Team um den Vor­sit­zen­den Her­bert Pie­per. Zur Zeit sind 18 eh­ren­amt­li­che Fah­rer da­bei, wei­te­re sind im Bür­ger­bus-team will­kom­men. Pie­per wei­ter: „Oh­ne die Un­ter­stüt­zung der Spar­kas­se Gif­horn-wolfs­burg, der LSW und dem Au­to­haus Kühl so­wie über 20 Kleins­pon­so­ren aus der hie­si­gen Wirt­schaft könn­te der Bür­ger­bus nicht fah­ren.“

✱ Zuf­rie­de­ne Ge­sich­ter nach dem gro­ßen Dorf-floh­markt in Eh­ra-les­si­en: 612 Eu­ro ka­men da­bei für die ge­plan­te Re­stau­rie­rung des Zif­fer­blatts der Eh­ra­er Kirch­turm­uhr zu­sam­men. „Das ist ei­ne wirk­lich tol­le Bi­lanz“, freu­te sich Ma­ri­an­ne Kra­mer, die ge­mein­sam mit ei­nem zehn­köp­fi­gen Team der Kin­der-kir­che zu­guns­ten der gu­ten Sa­che ei­ne Uh­ren-tom­bo­la in­iti­ier­te. Da­bei wur­den 36 wet­ter­fest ver­pack­te und zu­vor ge­spen­de­te Uh­ren-ex­em­pla­re al­ler Art ver­lost. Zu­dem wur­den 50 als „sü­ße Uh­ren“ver­zier­te Ame­ri­ka­ner und Muf­fins so­wie zwei Muf­fins- und ei­ne Tor­ten­uhr ver­äu­ßert, die als klei­ne Stär­kung bei den Floh­markt­be­su­chern sehr will­kom­men wa­ren. Ins­ge­samt ka­men so 482 Eu­ro zu­sam­men. Ei­ne groß­zü­gi­ge Spen­de zur Re­stau­rie­rung der Kir­chen­uhr kam am En­de des Tages noch aus Les­si­en: Ute Gruhs über­reich­te im Na­men der Land­frau­en die Ein­nah­men aus der Ver­kauf der Kar­tof­fel­sup­pe, die im Gar­ten des „Mo­sa­ik“an­ge­bo­ten wor­den war: 130 Eu­ro. Und so wuchs der Be­trag auf 612 Eu­ro an. „Das ist ein schö­ner An­fang, um die Kos­ten für die Re­stau­rie­rung des Zif­fer­blatts un­se­rer Kirch­turm­uhr zu stem­men. Viel­leicht fällt uns bald wie­der ei­ne Ak­ti­on ein, wie wir ein biss­chen nach­hel­fen kön­nen“, so Ma­ri­an­ne Kra­mer. Vor­schlä­ge da­zu werden vom Team der Kin­der­kir­che ger­ne ent­ge­gen ge­nom­men.

Auf dem Grund­stück der Im­ma­nu­els­ge­mein­de in Groß Oe­sin­gen herrscht nun noch mehr aus­ge­las­se­nes Trei­ben: Ein neu­er Sand­kas­ten und Schau­keln la­den zum Ver­wei­len ein. Die Spiel­ge­rä­te ha­ben Ne­la, Lia, Jo­se­fi­ne, Mar­le­ne, Sa­ra und Mat­teo schon in Be­schlag ge­nom­men. Sie schau­keln so hoch sie kön­nen oder ba­cken mit bun­ten Schau­feln und Förm­chen Sand­ku­chen. Für das fröh­li­che Mit­ein­an­der im Pfarr­gar­ten sorg­te vor al­lem die Spar­kas­se Gif­horn­wolfs­burg. 1500 Eu­ro gab die­se zu dem klei­nen Spiel­platz da­zu. Für Ale­xa von der Brel­je, Spre­che­rin der Spar­kas­se Gif­horn-wolfs­burg, selbst­ver­ständ­lich: „Die Ge­mein­de hat uns mit dem Wunsch über­zeugt, die­ses zu­sätz­li­che An­ge­bot für ih­re nach­wach­sen­de Ge­ne­ra­ti­on zu schaf­fen. Es ist schön zu se­hen, wie in ge­mein­sa­mer eh­ren­amt­li­cher Leis­tung die­se klei­ne Oa­se ent­stan­den ist.“Pas­tor Dr. Da­ni­el Schmidt freut sich eben­falls, dass die Jüngs­ten sei­ner ins­ge­samt 435 Ge­mein­de­mit­glie­der von dem En­ga­ge­ment der Spar­kas­se Gif­horn-wolfs­burg pro­fi­tie­ren. „In und rund um un­se­re Kir­che soll sich je­der von Klein auf wohl­füh­len. Mit den Spiel­sa­chen schaf­fen wir es gleich­zei­tig, dass die Kin­der be­schäf­tigt sind und die El­tern ein gu­tes Ge­fühl ha­ben, weil sie ih­ren Nach­wuchs bei al­len Ak­ti­vi­tä­ten in der Ge­mein­de im Blick ha­ben.“

Viel zu er­zäh­len gab es in der Sen­dung „Plat­ten­kis­te“bei NDR 1 Nie­der­sach­sen. Gün­ter Wolters, Ga­b­rie­le Her­zog und Ru­di Zülch un­ter­hiel­ten mit Mo­de­ra­to­rin Kers­tin Wer­ner über die Ar­beit der A.-e.-jo­hann-ge­sell­schaft. Al­f­red Ernst Jo­hann Woll­schlä­ger war ein Rei­se­schrift­stel­ler, der von 1948 bis 1978 in Groß Oe­sin­gen so­wie an­schlie­ßend bis zu sei­nem Tod 1996 in Oer­rel leb­te. „Er schreibt span­nend und schil­dert die Er­eig­nis­se in frem­den Län­dern, sei­ne Rei­sen führ­ten ihn um die gan­ze Welt. Da­bei hat er sich mit den ver­schie­dens­ten Men­schen un­ter­hal­ten, dar­un­ter auch be­rühm­te Per­sön­lich­kei­ten wie Ein­stein, aber die ein­fa­chen Men­schen wa­ren die wich­tigs­ten auf sei­nen Rei­sen“, er­zähl­te der Vor­sit­zen­de Ru­di Zülch. Die Ge­sell­schaft hat sich 2005 ge­grün­det und zählt der­zeit 60 Mit­glie­der. Die Mit­glie­der kom­men nicht nur aus Deutsch­land, son­dern aus der gan­zen Welt wie Ir­land, Ka­na­da oder Aus­tra­li­en. Gün­ter Wolters kommt aus Oer­rel – er hat­te ei­ne per­sön­li­che Be­zie­hung zu dem Schrift­stel­ler. „Zu Be­su­chern war er of­fen und hat mit ih­nen über die gro­ße Welt ge­spro­chen. Da er be­reits um 4 Uhr früh an­fing zu ar­bei­ten, hat er durch die­sen Rhyth­mus im Ort eher zu­rück­ge­zo­gen ge­lebt“, er­zählt Gün­ter Wolters.

PRI­VAT

A.-e.-jo­hann-ge­sell­schaft zu Gast in der Plat­ten­kis­te: Kers­tin Wer­ner (v.l.), Gün­ter Wolters, Ga­b­rie­le Her­zog und Ru­di Zülch.

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Im Sand spie­len oder Schau­keln: Den jüngs­ten Mit­glie­dern der Im­ma­nu­els­ge­mein­de Groß Oe­sin­gen wird so schnell nicht lang­wei­lig. Da­für sorg­ten Pas­tor Dr. Da­ni­el Schmidt und Spar­kas­sen-spre­che­rin Ale­xa von der Brel­je.

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Uh­ren-ver­lo­sung: Le­nold Mark­worth (v.l.), Vik­to­ria Mia­le­s­hyk, May­rah Ka­try­ni­ak, He­le­ne Mo­sel, Ma­ri­an­ne Kra­mer und Fran­zis­ka Rusch.

TOR­BEN NIEHS

Er­folg­rei­ches Un­ter­neh­men: Die Bau­fach­fir­ma Ro­gal­ski konn­te jetzt 60-jäh­ri­ges Be­ste­hen fei­ern.

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5000. Fahr­gast: Han­ne­lo­re Lin­ke er­hielt von Fah­rer Ger­hard Wa­gner ei­nen Blu­men­strauß über­reicht.

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