Die Zah­len der WM

Von 1 bis 687 000 – zwölf Zah­len er­zäh­len die Ge­schich­ten über das Tur­nier in Russ­land. Über ei­nen un­glück­li­chen Schieds­rich­ter, Stan­dard­tref­fer und das deut­sche Schei­tern

Allgäuer Anzeigeblatt - - Fußball-Wm 2018 - Sport Bild

Mos­kau Kaum Platz­ver­wei­se, zahl­rei­che Elf­me­ter, His­to­ri­sches für Deutsch­land – die zwölf wich­tigs­ten Zah­len rund um die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft in Russ­land.

Mit nur ei­nem Vor­run­den1Ein­satz

schick­te die Fifa den deut­schen Schieds­rich­ter Fe­lix Brych schon vor den Vier­tel­fi­nals wie­der nach Hau­se. Dem Münch­ner wur­de wahr­schein­lich ein nicht ge­ge­be­ner Elf­me­ter für Ser­bi­en ge­gen die Schweiz zum Ver­häng­nis. Seit

1982 war ein Tur­nier für ei­nen deut­schen Schieds­rich­ter nicht mehr so früh zu En­de ge­we­sen. Fi­nal-Re­fe­ree Nes­tor Pi­ta­na hat am Sonn­tag beim Du­ell von Frank­reich und Kroa­ti­en in Mos­kau schon sei­nen fünf­ten Auf­tritt in Russ­land. Platz­ver­wei­se gab es erst. Jé4ro­me

Boateng und der Rus­se Igor Smol­ni­kow sa­hen Gelb-Rot, Micha­el Lang aus der Schweiz und der Ko­lum­bia­ner Car­los Sán­chez muss­ten mit Rot vom Platz. Kommt kei­ne wei­te­re Hin­aus­stel­lung hin­zu, wä­re dies der nied­rigs­te Wert seit 1978. Wo­chen hat Joa­chim Löw noch Zeit für sei­ne Ana­ly­se des deut­schen Schei­terns. Ge­mein­sam mit Te­am­ma­na­ger Oli­ver Bier­hoff soll der Bun­des­trai­ner ei­nem Be­richt der zu­fol­ge am 24. Au­gust die Er­geb­nis­se dem DFB-Prä­si­di­um vor­le­gen. ih­rer zwölf To­re er­ziel­ten die nach Stan­dard­si­tua­tio­nen. WM-Re­kord.

Tref­fer fie­len in der Nach19spiel­zeit der zwei­ten Halb­zeit. Sie­ben mehr als bei der kom­plet­ten WM 2014 in Bra­si­li­en. Elf­me­ter wur­den bis­lang Da­mit wur­de die bis­he­ri­ge Best­mar­ke von 18 von den Welt­meis­ter­schaf­ten 2002, 1998 und 1990 pul­ve­ri­siert. Sie­ben Schüt­zen schei­ter­ten mit ih­rem Straf­stoß.

Mehr als 30 Vor­fäl­le se­xu30el­ler

Be­läs­ti­gung zähl­te das An­ti-Dis­kri­mi­nie­rungs­netz­werk Fa­re durch Fans bei der WM in Russ­land. Die Dun­kel­zif­fer dürf­te laut sei­nen An­ga­ben zehn­mal so hoch lie­gen.

Pro­zent Ball­be­sitz hat­te

deut­sche Mann­schaft in ih­ren drei Spie­len im Schnitt. Ge­bracht hat es nichts – nach der Vor­run­de war die WM für ei­ne DFBAus­wahl zu­vor noch nie be­en­det ge­we­sen. To­re wur­den bis­lang in

62 WM-Spie­len von Mos­kau be­ju­belt. Der Schnitt von

2,6 pro Par­tie liegt knapp un­ter dem Wert des Tur­niers von 2014 (2,67). In der Rang­lis­te al­ler Welt­meis­ter­schaf­ten reicht das nur für Platz 15 von 21. Do­ping-Kon­trol­len

die Fifa seit An­fang Ja­nu­ar vor. Macht we­ni­ger als drei Kon­trol­len pro WM-Spie­ler im Schnitt. Po­si­tiv war laut Welt­ver­band kei­ne. »Kom­men­tar

Zu­schau­er pro Spiel ka­men bis­lang in die Sta­di­en. Auch we­gen ge­rin­ge­rer Ka­pa­zi­tä­ten sind dies deut­lich we­ni­ger als bei der WM vor vier Jah­ren in Bra­si­li­en (53592). Nied­ri­ger war der Schnitt zu­letzt 2002 in Ja­pan und Süd­ko­rea. Schwei­zer

kas­sier­te der Welt­ver­band Fifa ins­ge­samt an Dis­zi­pli­nar­stra­fen. Georg Behlau, Bü­ro­lei­ter des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des, und Ul­rich Voigt aus der DFB-Me­di­en­ab­tei­lung muss­ten we­gen „un­sport­li­chen Ver­hal­tens“je­weils 5000 Fran­ken zah­len.

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