Nach­wuchs­kräf­te für Pfle­ge

Allgäuer Anzeigeblatt - - Meinung & Dialog -

Zu „Pfle­gen bis zum Um­fal­len“(Po­li­tik) vom 11. Sep­tem­ber:

Ja! Es stimmt! Wir ha­ben in Deutsch­land ei­nen für die Ge­sell­schaft ge­fähr­li­chen Fach­kräf­te­man­gel in der Pfle­ge. So­wohl im Pfle­ge­heim­be­reich wie in den Kran­ken­häu­sern kön­nen wir die ho­he Ar­beits­be­las­tung der dort Pfle­gen­den am wir­kungs­volls­ten re­du­zie­ren, wenn wir mehr Pfle­ge­per­so­nal ein­stel­len. Die fi­nan­zi­el­len Mit­tel ste­hen den Trä­gern auf­grund ak­tu­el­ler po­li­ti­scher Ent­schei­dun­gen im Ge­sund­heits­be­reich auch zur Ver­fü­gung.

Nur – es gibt die­se aus­ge­bil­de­ten Pfle­ge­kräf­te in Deutsch­land nicht. Al­so müs­sen wir als Nächs­tes das In­ter­es­se bei den jun­gen Män­nern und Frau­en für die­sen Be­ruf we­cken, da­mit wir die drin­gend be­nö­tig­ten Nach­wuchs­kräf­te in die Pfle­ge­be­rufs­aus­bil­dung brin­gen. Mit der mo­men­ta­nen Ne­ga­tiv­be­richt­er­stat­tung in al­len Me­di­en – wie auch in die­sem Ar­ti­kel – er­rei­chen wir ge­nau das Ge­gen­teil. War­um soll ein jun­ger Schul­ab­gän­ger, der die­sen Ar­ti­kel ge­le­sen hat, sich für die­sen Be­ruf ent­schei­den? Da­bei han­delt es sich um ei­nen schö­nen und be­frie­di­gen­den Be­ruf, der, zu­min­dest bei ta­rif­ge­bun­de­nen Trä­gern, ein gu­tes Ein­kom­men, viel­fäl­ti­ge Ein­satz- und Fach­ge­bie­te und sehr gu­te Kar­rie­re- und Ent­wick­lungs­chan­cen bie­tet.

Ge­org Baur, Win­ter­bach

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