Wol­len es die Frau­en viel­leicht gar nicht an­ders?

Allgäuer Zeitung (Kaufbeurer Tagblatt) - - Die Dritte Seite -

Zoo. Und mir fällt in der gan­zen Zeit ein an­de­rer Va­ter ein, dem ich dort be­geg­net bin“, er­in­nert er sich.

Wor­an liegt das al­so, dass Vä­ter zwar ger­ne, aber nur kurz El­tern­zeit neh­men? Dass Frau im­mer noch für Er­zie­hung und Haus­halt zu­stän­dig sind? Das Geld ist die ei­ne Er­klä­rung. Die an­de­re lau­tet: Die Müt­ter wol­len es so. „Frau­en se­hen die Sor­ge­ar­beit als ihr Re­vier an und wa­chen über die Be­tei­li­gung des Va­ters, den sie oft nur als Mit­hel­fer ak­zep­tie­ren“, lau­tet Pos­sin­gers Ur­teil. Sich um Kin­der zu küm­mern, zu put­zen und Wä­sche zu wa­schen – das al­les wird in der Ge­sell­schaft als weib­li­che Fä­hig­keit be­trach­tet. Und die­se Vor­stel­lung ist fest in den Köp­fen ver­an­kert.

Und so fin­det der Rol­len­wan­del in Bay­ern auch eher in der Stadt statt als auf dem Land. Die Zah­len zei­gen: Vä­ter, die in der Stadt woh­nen, nut­zen län­ger oder über­haupt die El­tern­zeit. Am höchs­ten sind die Quo­ten in mit­tel­gro­ßen Uni­ver­si­täts­städ­ten wie Würz­burg oder Er­lan­gen. „Von die­sen Städ­ten ha­ben wir in Bay­ern re­la­tiv vie­le“, sagt die Iab-for­sche­rin Zim­mert. „Das lässt den bay­ern­wei­ten Schnitt an­stei­gen.“

Die­se Vä­ter ha­ben das Po­ten­zi­al, Vor­rei­ter zu sein, wie an­de­re Da­ten aus dem Vä­ter­re­port zei­gen. Denn Män­ner, die in El­tern­zeit wa­ren, sind durch­schnitt­lich zu­frie­de­ner – und auch ih­re Part­ne­rin­nen sind es. Sie ver­brin­gen au­ßer­dem, selbst wenn sie wie­der ar­bei­ten, mehr Zeit mit ih­ren Kin­dern.

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