Was die Fifa nicht so ger­ne sagt

Allgäuer Zeitung (Kempter Tagblatt) - - Fußball-wm 2018 - VON ANDRE­AS KORNES ako@azv.de

Im Feu­er­werk der Zah­len, das wir auf die­ser Sei­te zün­den, fin­det sich ein Rohr­kre­pie­rer. 2037 Do­ping­kon­trol­len sei­en durch­ge­führt wor­den, lässt die Fifa wis­sen. Klingt su­per. Was der Welt­ver­band nicht so ger­ne sagt, ist, dass er die­se Kon­trol­len prak­ti­scher­wei­se gleich selbst er­le­digt hat. Der Nutz­nie­ßer des Mil­li­ar­den­spek­ta­kels über­wacht al­so höchst­per­sön­lich, dass da nichts pas­siert, was den Glanz der Spie­le be­ein­träch­ti­gen könn­te. In an­de­ren Sport­ar­ten über­neh­men die­sen Job ex­ter­ne Kon­trol­leu­re. Die­se Kon­stel­la­ti­on birgt al­ler­dings das Ri­si­ko, dass auch was ge­fun­den wird.

Deut­lich an­ge­neh­mer ist es, wenn Kon­trol­le, Trans­port der Pro­ben und Aus­wer­tung der Er­geb­nis­se in ei­ner Hand lie­gen. Ob und was ge­fun­den wird, lässt sich so leicht von der öf­fent­li­chen Wahr­neh­mung ab­kop­peln. Oder an­ders aus­ge­drückt: Wer woll­te ver­hin­dern, dass un­lieb­sa­me Er­geb­nis­se ein­fach un­ter den Tisch fal­len? Rich­tig: nie­mand.

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