Al­les, was für Ih­re Zu­kunft wich­tig ist.

Los­las­sen macht Platz für Neu­es. Die Ster­ne hel­fen da­bei, ei­nen Schluss­strich zu zie­hen.

Astrowoche - - Vorderseite -

Wie ein Mühl­stein kön­nen sich schlech­te Er­fah­run­gen um den Hals le­gen und ei­nem förm­lich die Luft zum At­men neh­men. Ob man als Kind ge­hört hat, man wä­re nicht gut ge­nug oder ob man als Er­wach­se­ner von ei­nem Part­ner bit­ter ent­täuscht wur­de: Wer sich nicht von der Ver­gan­gen­heit löst, nimmt sich die Chan­ce auf zu­künf­ti­ges Glück. Die Son­ne in den Fi­schen ver­bin­det sich in die­ser Wo­che mit Plu­to im Steinbock. Jetzt wird es Zeit, los­zu­las­sen und sich frei­zu­schwim­men!

Es ist nie zu spät für ei­ne glück­li­che Ver­gan­gen­heit! Die­ser Satz macht nur im ers­ten Mo­ment kei­nen Sinn, denn wenn man län­ger dar­über nach­denkt, steckt sehr viel Wah­res da­rin. Si­cher, wir kön­nen die Ver­gan­gen­heit nicht mehr än­dern, die ist für al­le Zei­ten fest­ge­legt. Aber wir kön­nen die Art und Wei­se än­dern, wie wir da­mit um­ge­hen und wie wir dar­über den­ken. Was wir von klein auf er­lebt ha­ben, das hat uns ge­prägt und zu dem ge­macht, was wir sind. Ei­ne stren­ge Er­zie­hung, Man­gel, feh­len­de Lie­be oder An­er­ken­nung, ein ver­meint­li­cher Ma­kel, den uns die Umwelt spü­ren liess – all das ist nicht schön, schon gar nicht für ein Kind. Doch gleich­zei­tig ist das auch so et­was wie ei­ne Schu­le des Le­bens. Man lernt, mit Ab­leh­nung zu le­ben, man lernt, sich ab­zu­gren­zen oder in Kri­sen­zei­ten zu be­ste­hen, spä­tes­tens als Er­wach- se­ner. Bei all dem Leid, das es ver­ur­sacht hat, wä­re es doch scha­de, wenn man nicht auch das Po­si­ti­ve dar­an nut­zen wür­de. Und das Po­si­ti­ve ist, dass man sich dar­über wei­ter ent­wi­ckelt hat, dass man weiß, was ei­nem in schwe­ren Zei­ten hilft und dass man stär­ker ist, als man glaubt. Ver­let­zun­gen muss man be­han­deln, dann aber brau­chen sie Zeit zum Hei­len, bis sie ei­ne Nar­be bil­den, als sicht­ba­res Zei­chen, dass man et­was Schmerz­haf­tes er­folg­reich über­stan­den hat. Nie­mand kä­me auf die Idee, ei­ne Schnitt­wun­de wie­der und wie­der auf­zu­ste­chen. So ist das auch mit den see­li­schen Ver­let­zun­gen. Wer die Ver­gan­gen­heit los­lässt, ist frei – frei für ein neu­es, ge­reif­tes Glück. Son­ne und Plu­to schen­ken Ih­nen in die­ser Wo­che die Mög­lich­keit, sich von der Ver­gan­gen­heit ein für al­le­mal zu lö­sen. Grei­fen Sie zu, he­ben Sie Ih­ren in­ne­ren Schatz!

WIDDER

Der Widder tut sich da­mit wohl am leich­tes­ten. Sein Blick ist stets nach vor­ne ge­rich­tet, das nächs­te Ziel ist auch im­mer das Wich­tigs­te. Die­se recht aus­ge­präg­te Hal­tung hat so­wohl Vor­tei­le wie auch Nach­tei­le: Na­tür­lich ist es für den Widder selbst, aber auch für sei­ne Mit­men­schen an­ge­nehm, dass er nicht lan­ge nachta­rockt. Wenn sich ein Widder är­gert, ist das we­der zu über­se­hen noch zu über­hö­ren. Doch so schnell, wie der Zorn kommt, geht er auch wie­der, so, als wä­re nichts ge­sche­hen. Die Ge­fahr be­steht al­ler­dings, dass Ge­füh­le ver­drängt, statt ver­ar­bei­tet wer­den und dass man­gels Re­fle­xi­on die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit er­neut ge­macht wer­den könn­ten.

STIER

Nein, Los­las­sen ge­hört nicht gera­de zu den Stär­ken ei­nes Stie- res. Stie­re wol­len be­hal­ten und be­wah­ren: Be­sitz­tü­mer, Tra­di­tio­nen, aber auch Men­schen und Er­in­ne­run­gen – selbst dann, wenn es un­an­ge­neh­me Er­in­ne­run­gen sind. Was im­mer der Stier er­lebt, das prägt ihn für al­le Zei­ten. Ent­schei­dun­gen trifft er nicht leicht­fer­tig, er ver­lässt sich da­bei gern auf den Schatz an Er­fah­run­gen, die ent­we­der er selbst oder Per­so­nen sei­nes Ver­trau­ens ge­sam­melt ha­ben. Das ist durch­aus ver­nünf­tig, so­lan­ge es den Blick nicht ver­sperrt für Neu­es – nur weil ein­mal ei­ne be­stimm­te Sa­che we­gen ei­ner be­stimm­ten Per­son nicht gut ge­gan­gen ist, muss das nicht für al­le Zei­ten so sein. Es gä­be kei­nen Fort­schritt, wenn man nicht auch mal ver­ges­sen und et­was an­de­res pro­bie­ren wür­de.

ZWILLINGE

Der Zwil­ling ge­hört zu den Men­schen, die re­la­tiv leicht mit der Ver­gan­gen­heit ab­schlie­ßen kön­nen. Das hat zwei Grün­de: Zum ei­nen ist der Zwil­ling viel zu neu­gie­rig, was es sonst noch al­les gibt und was ihn span­nen­des an der nächs­ten Ecke er­war­tet. Zum an­de­ren lässt sich der Zwil­ling ge­fühls­mä­ßig nicht gar so tief ein, dass ihn ei­ne Ent­täu­schung bis ins in­ners­te Mark trifft. Bei al­lem, was er er­lebt, ar­bei­tet im

Hin­ter­grund flei­ßig der Ver­stand mit. Der Zwil­ling weiß, dass Er­fah­run­gen da­zu da sind, um aus ih­nen zu ler­nen. Und das tut er, er lernt dar­aus, fragt auch an­de­re und lässt sich er­zäh­len, wie man es am bes­ten ver­ar­bei­tet.

KREBS

Ob es Ma­mas Kir­sch­mar­me­la­de ist, der ein­oh­ri­ge Ted­dy oder die net­te Schul­freun­din von ge­gen­über, der Krebs ist eng mit sei­ner Ver­gan­gen­heit ver­bun­den, im Po­si­ti­ven wie im Ne­ga­ti­ven. Schon die Ab­lö­sung von der Mut­ter ist oft ein schwie­ri­ger Pro­zess, der nicht in al­len Fäl­len zu En­de ge­bracht wird. Der Krebs fühlt sich den­je­ni­gen ver­pflich­tet, die ihn gut be­han­deln, wer ihn aber ver­letzt hat, den kann er mit Nicht­ach­tung stra­fen oder er ent­fernt ihn gleich ganz aus sei­nem Her­zen, was bei ei­nem Krebs et­was hei­ßen will. Ir­gend­wann kommt auch ein Krebs über Ver­gan­ge­nes hin­weg, sei­ne leich­tes­te Übung aber wird das Los­las­sen und Ver­ges­sen nie.

LÖWE

Man könn­te mei­nen, ein son­ni­ges Ge­müt wie der Löwe lebt nur im Hier und Jetzt, un­be­las­tet von al­lem, was weit zu­rück­liegt. Das stimmt auch, der Löwe ver­fügt über enor­me in­ne­re Re­ge­ne­ra­ti­ons­kräf­te, die ihn nach Nie­der­la­gen wie­der zu­ver­sicht­lich nach vor­ne bli­cken las­sen. Krön­chen rich­ten und wei­ter ge­hen, lau­tet das Mot­to. Das ist aber nur die ei­ne Sei­te der Me­dail­le. Wur­de in der Ver­gan­gen­heit ein emp­find­li­cher Punkt beim Lö­wen ge­trof­fen, wur­de sei­ne Gut­mü­tig­keit schänd­lich miss­braucht, dann ru­mort es noch lan­ge in ihm. Gro­ße Übung im Ver­zei­hen hat er nicht, er braucht das schließ­lich auch we­ni­ger als an­de­re.

JUNGFRAU

Wie kein an­de­res Stern­zei­chen sonst ist die Jungfrau da­zu in der La­ge, Er­leb­nis­se aus der Ver­gan­gen­heit zu ana­ly­sie­ren, auf ih­re Nütz­lich­keit ab­zu­klop­fen und ei­ne Leh­re dar­aus zu zie­hen. Ein Feh­ler oder ver­meid­ba­res Miss­ge­schick pas­siert ihr be­stimmt kein zwei­tes Mal. Das hört sich recht prag­ma­tisch und ziem­lich emo­ti­ons­los an, das ist es auch, zu­min­dest auf der Ver­stan­des­ebe­ne. Ge­füh­le sind näm­lich durch­aus vor­han­den, aber die Jungfrau ist es von klein auf ge­wohnt, die­se un­ter Kon­trol­le zu hal­ten. Manch­mal, wenn dann doch nicht al­les auf­ge­ar­bei­tet wur­de, er­wächst dar­aus lei­der Ver­bit­te­rung und Groll.

WAAGE

Im Ver­gleich zu an­de­ren Stern­zei­chen, die ewig an un­schö­nen Er­fah­run­gen zu knab­bern ha­ben, tän­zelt die Waage leicht­fü­ßig durchs Le­ben. Viel zu wich­tig ist für sie die Har­mo­nie, als dass sie es sich schwe­rer ma­chen wür­de als nö­tig. Da wird dann auch mal was un­ter den Tisch ge­kehrt oder ein­fach aus­ge­blen­det. Dass das auf Dau­er nicht gut sein kann, leuch­tet ein. Des­halb kann das Pen­del auch mal auf die an­de­re Sei­te aus­schla­gen und die fried­fer­ti­ge Waage ent­schei­det sich – für an­de­re völ­lig über­ra­schend – ge­gen et­was oder je­mand, oft ein un­be­wuss­tes Re­likt aus der Ver­gan­gen­heit.

SKORPION

Für ei­nen Skorpion ist es si­cher nicht neu, wenn man ihm Pro­ble­me mit dem Los­las­sen nach­sagt. Er kann ver­ge­ben, aber ver­ges­sen ist prak­tisch ein Ding der Un­mög­lich­keit. Nicht sel­ten fin­den die ers­ten ne­ga­ti­ven Er­fah­run­gen – vom Ver­lust bis zur Ent­täu­schung über ei­nen Ver­rat – in der Kind­heit statt, und sei es auch nur der Hams­ter, der be­gra­ben wer­den muss. Die­se in­ten­si­ven Ge­füh­le schließt der Skorpion in sich ein, in­ner­lich bro­delt es mit der Zeit ge­wal­tig. Da­mit macht er es we­der sich noch sei­ner Umwelt ein­fach, Hei­lung ge­schieht erst, wenn der Skorpion be­reit ist, das Ver­gan­ge­ne ru­hen zu las­sen. Klei­ner Tipp: Ihr kos­mi­scher Herr­scher Plu­to er­leich­tert es Ih­nen der­zeit.

SCHÜTZE

To­le­ranz wur­de dem Schüt­zen in die Wie­ge ge­legt. Er führt kei­ne Strich­lis­te, was Ver­feh­lun­gen be­trifft, klein­li­che Strei­te­rei­en sind ihm zu­wi­der, be­son­ders un­ter Freun­den. Ei­nes al­ler­dings kann der Schütze nie ver­win­den: Wenn er un­ge­recht be­han­delt wird, ein sol­ches Er­leb­nis wird ihn lan­ge nicht ru­hen las­sen. Auch mit Un­ehr­lich­keit kommt er nur schwer zu­recht, sehr zum Er­stau­nen sei­ner Mit­men­schen kann der sonst so groß­zü­gi­ge Schütze ih­nen plötz­lich ei­ne Aus­sa­ge vor­hal­ten, die sie Jah­re vor­her ge­tä­tigt und schon lan­ge ver­ges­sen ha­ben. Da er sei­nen Ge­füh­len frei­en Lauf lässt, wird es al­ler­dings nie zu dra­ma­tisch.

STEINBOCK

Ein Vor­bild in Sa­chen Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung ist der Steinbock nicht un­be­dingt. Das kann so­gar so­weit ge­hen, dass er dar­un­ter kör­per­lich oder see­lisch lei­det. Die­ses Man­ko er­gibt sich aber gera­de aus sei­nen größ­ten Stär­ken: Der Steinbock wür­de zum Bei­spiel nie wis­sent­lich ge­gen Re­geln ver­sto­ßen, schum­meln oder be­trü­gen. Um­so un­ge­heu­er­li­cher ist es für ihn, wenn das an­de­re ma­chen und er die Fol­gen zu tra­gen hat. Der Steinbock ist aber auch ein Mus­ter­bei­spiel an Loya­li­tät. Wenn es je­mand ge­schafft hat, sein Ver­trau­en und sei­ne Zu­nei­gung zu er­rin­gen, darf er dar­auf ein Le­ben lang zäh­len. Es sei denn, die­ses Ver­trau­en wird auch nur ein­mal er­schüt­tert, dann war es das. Der Steinbock macht kei­ne gro­ße Sze­ne, er zieht sich ein­fach zu­rück und wird das Tor für die­sen Men­schen nie wie­der öff­nen.

WASSERMANN

Ei­nen Strich un­ter die Ver­gan­gen­heit zu zie­hen ge­hört für den Wassermann zu den Kö­nigs­dis­zi­pli­nen. Sein Blick ist stets in die Fer­ne ge­rich­tet, in die Zu­kunft, um ge­nau zu sein, ob das nun rea­lis­ti­sche Vi­sio­nen sind oder nicht. Mit an­de­ren Wor­ten: Was der Wassermann ganz si­cher nicht will, ist, wie­der und wie­der das glei­che Er­leb­nis von Neu­em auf­zu­rol­len. Noch da­zu ist er ein Typ, der stets auf sei­ne Un­ab­hän­gig­keit pocht. Da wird er wohl kaum Zeit dar­an ver­schwen­den, emo­tio­na­le Ver­wick­lun­gen wei­ter zu ver­fol­gen.

FISCHE

Auf der ei­nen Sei­te ist der Fisch ein emp­find­sa­mes, ver­letz­li­ches We­sen. An so ei­nem zar­ten Seel­chen geht na­tür­lich nicht al­les spur­los vor­bei, was so al­les im Le­ben pas­siert. Auf der spi­ri­tu­el­len Ebe­ne ver­steht der Fisch aber ge­nau, wie wich­tig es ist, sich ir­gend­wann aus dem Klam­mer­griff der Ver­gan­gen­heit zu be­frei­en, um sei­nen in­ne­ren Frie­den wie­der zu fin­den. Zu­dem kennt er meist auch die Tech­ni­ken, wie man sich en­er­ge­tisch frei­schau­felt. Des­halb auch bei Ih­nen der Tipp: Nut­zen Sie die­se Ta­ge, Ih­re Fische-Son­ne zu­sam­men mit Plu­to macht es Ih­nen leicht, die kar­mi­schen Schnü­re in die Ver­gan­gen­heit zu kap­pen.

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