Ver­sal­zen Sie sich nicht das Le­ben

Astrowoche - - Einfach gesund -

Ma­gen­krebs, In­farkt und Os­teo­po­ro­se ge­hen oft auf das Kon­to von zu viel Koch­salz, war­nen Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Chi­ca­go. Gera­de noch zu­träg­lich und emp­feh­lens­wert sind 5 bis 6 Gramm Salz am Tag. In Deutsch­land al­ler­dings liegt der Salz­ver­brauch über dem emp­foh­le­nem Be­darf: Män­ner kon­su­mie­ren im Durch­schnitt rund 8,8 Gramm Salz am Tag und Frau­en 6,3 Gramm. Die meis­ten von uns ver­ges­sen oder wis­sen nicht, dass auch in Fer­tig­ge­rich­ten er­heb­li­che Men­gen Salz ste­cken. Das meis­te Salz in un­se­ren Le­bens­mit­teln ent­hal­ten Wurst, Kä­se und Sup­pen­wür­fel. Eben­so ste­cken in Brot und an­de­ren Back­wa­ren so­wie in Milch­pro­duk­ten grö­ße­re Men­gen an Salz. Wir sal­zen un­se­re Spei­sen des­halb so gern, weil sie dann bes­ser schme­cken. Da­mit Sie Ih­ren Salz­kon­sum bes­ser kon­trol­lie­ren kön­nen, soll­ten Sie täg­lich frisch ko­chen und auf Fer­tig­ge­rich­te ver­zich­ten. Sal­z­ar­me Le­bens­mit­tel sind z. B. Kar­tof­feln, Nu­deln, Reis, Ha­fer­flo­cken, Obst, fri­sches oder tief­ge­kühl­tes Ge­mü­se, Ma­ger­quark, Jo­ghurt. Hier zwei Tipps, die hel­fen kön­nen, zu ho­hen Salz­kon­sum zu ver­mei­den: − Neh­men Sie zum Wür­zen eher fri

sche Kräu­ter als Salz. − Wür­zen Sie erst nach dem Ko­chen, denn meis­tens brauchst es dann nur noch ei­ne klei­ne Pri­se. Salz ist aber auch le­bens­not­wen­dig. Es be­steht zu 97 Pro­zent aus den bei­den Mi­ne­ral­stof­fen Na­tri­um und Chlo­rid, die un­ser Kör­per für sehr vie­le Funk­tio­nen braucht. Aber Salz im Über­maß hat schlim­me Fol­gen: Der Blut­druck kann ge­fähr­lich stei­gen oder kann für Nie­ren­pa­ti­en- ten ge­fähr­lich wer­den. Bei zu viel Salz droht Schlag­an­fall­ge­fahr, Herz und Kreis­lauf wer­den stär­ker be­las­tet, In­farkt droht. Kal­zi­um wird aus den Kno­chen ge­löst und ver­lie­ren so­mit ih­re Fes­tig­keit. Die Pro­duk­ti­on von krebs­aus­lö­sen­den Stof­fen wird durch die Auf­nah­me von zu viel Salz er­heb­lich ver­stärkt, kon­trol­lie­ren Sie da­her Ih­re täg­li­che Salz­men­ge. Die meis­ten Koch­sal­ze sind heut­zu­ta­ge mit Jod ver­setzt, um die Jod­ver­sor­gung der Be­völ­ke­rung zu si­chern. Denn das Spu­ren­ele­ment ist wich­tig für die Schild­drü­se.

Wür­zen Sie Nu­deln mit viel Kräu­tern statt mit Salz

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