Lohnt sich das Spa­ren noch?

Ei­ne gu­te Fra­ge, die das Qua­drat von Ju­pi­ter und Sa­turn in die­ser Wo­che noch un­ter­streicht. Darf man das Le­ben ge­nie­ßen oder soll­te man lie­ber auf Num­mer si­cher ge­hen und für Not­zei­ten vor­sor­gen? Das sa­gen die Ster­ne da­zu:

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Ja.

Der Hin­ter­grund der Fra­ge ist klar, die Spar­zin­sen be­fin­den sich schon seit ge­rau­mer Zeit auf ei­nem his­to­ri­schen Tief­stand. Man­che Men­schen treibt aber auch die Sor­ge um den Fort­be­stand des Euro um und da­mit ver­bun­den die ban­ge Fra­ge, was aus dem Er­spar­ten bei der Bank wer­den könn­te, wenn denn der be­fürch­te­te Eu­ro­crash wirk­lich ein­tritt. Aber Spa­ren be­deu­tet ja auch, Geld weg­zu­le­gen für Not­zei­ten oder für ei­ne grö­ße­re An­schaf­fung, völ­lig un­ab­hän­gig da­von, wie die Zins­span­ne beim Spar­buch aus­fällt. Des­halb al­so ein kla­res Ja, Spa­ren ist nie ver­kehrt. Ob man die­sen Not­gro­schen dann un­ters Kopf­kis­sen legt, auf die Bank trägt, in Ak­ti­en, Gold oder Im­mo­bi­li­en in­ves­tiert, sei je­dem selbst über­las­sen be­zie­hungs­wei­se da­für gibt es an­de­re Ex­per­ten. Wir kön­nen aber fest­hal­ten, dass es in die­ser Wo­che ei­ni­ge Kon­stel­la­tio­nen gibt, die das The­ma fi­nan­zi­el­le Ab­si­che­rung in den Vor­der­grund rü­cken. Wer sich an den kos­mi­schen Fahr­plan hält, könn­te viel­leicht so­gar den ei­nen oder an­de­ren Coup lan­den. Son­ne und Mer­kur ver­ei­nen sich am Mitt­woch im Zei­chen Widder, man hält Aus­schau nach schnel­len Lö­sun­gen. Noch soll­te man es beim In­for­mie­ren be­las­sen, denn an die­sem Tag wird auch das eher schwie­ri­ge Qua­drat von Ju­pi­ter und Sa­turn ex­akt. Ei­ne über­eil­te Ent­schei­dung be­wirkt da eher das Ge­gen­teil. Am Don­ners­tag sor­gen Mer­kur und Mars da­für, dass man beim Ver­han­deln ei­nen star­ken Auf­tritt hin­legt, sei es nun beim Bank­be­ra­ter, bei ei­nem Kun­den, Vor­ge­setz­ten oder dem Fi­nanz­amt. Am Kar­frei­tag da­ge­gen ist es ge­ra­de­zu ein Glück, dass die meis­ten Ge­schäf­te ru­hen, denn Ve­nus in Op­po­si­ti­on zu Ju­pi­ter und im Qua­drat zu Sa­turn ver­heißt nichts Gu­tes. Des­halb ist an die­sem Tag auch von fi­nan­zi­el­len On­li­ne-Ak­ti­vi­tä­ten ab­zu­ra­ten, man ver­schätzt sich ent­we­der oder lässt sich zu leicht­sin­ni­gen An­schaf­fun­gen ver­füh­ren. Der ab­so­lut bes­te Tag für Geld­an­ge­le­gen­hei­ten ist dann der Sams­tag: Ve­nus und Plu­to un­ter­stüt­zen Sie bei al­lem, was auf Dau­er an­ge­legt ist. Mög­li­cher­wei­se be­deu­tet das, sich von be­stimm­ten Ak­ti­en zu tren­nen, ei­nen Weg zu fin­den, um sei­ne Fix­kos­ten zu mi­ni­mie­ren oder um ei­ne neue Ein­kom­mens­quel­le zu er­schlie­ßen. Man soll­te nie ver­ges­sen: Auch Cent-Be­trä­ge sum­mie­ren sich ir­gend­wann mal zu ei­nem grö­ße­ren Be­trag!

Nein.

Die ei­ne rich­ti­ge Ant­wort für al­le gibt es nicht auf die­se Fra­ge, das hängt un­ter an­de­rem auch von der ei­ge­nen Per­sön­lich­keit ab. Was Spar­sam­keit be­trifft, so zei­gen sich die Un­ter­schie­de ja schon im Kin­des­al­ter: Die ei­nen bun­kern ei­sern ihr Ta­schen­geld, bis sie sich den lan­ge er­sehn­ten Ted­dy leis­ten kön­nen, die an­de­ren wer­fen fast noch am glei­chen Tag al­les für Co­mics oder Bon­bons her­aus. Die Spar­sa­men lei­den nicht wei­ter un­ter dem Ver­zicht, son­dern ge­nie­ßen die Vor­freu­de. Die Kon­sum­freu­di­gen da­ge­gen neh­men ent­we­der be­wusst in Kauf, die­sen Ted­dy nie in ih­ren Ar­men zu hal­ten oder sie er­sin­nen ih­re ei­ge­nen krea­ti­ven We­ge, um doch noch das Ziel zu er­rei­chen, vom Ra­sen­mä­hen bis zum Flö­ten-Ständ­chen bei der Oma. Aus dem Ted­dy wer­den im Er­wach­se­nen­al­ter viel­leicht schö­ne Schu­he oder schnit­ti­ge Au­tos, am Grundprinzip aber än­dert sich meist nicht viel, selbst wenn man ge­lernt hat, ein biss­chen bes­ser mit dem Geld zu haus­hal­ten. Für den kon­sum­freu­di­gen Ty­pus lohnt es sich der­zeit tat­säch­lich nicht, sich je­den Cent vom Mund ab­zu­spa­ren und auf le­cke­res Es­sen, ein gu­tes Tröpf­chen oder den an­re­gen­den Kon­zert­abend zu ver­zich­ten. Denn ent­we­der be­reut man ir­gend­wann, was man vor lau­ter Gro­schen­zäh­le­rei al­les ver­säumt hat oder man ist fin­dig ge­nug, um im rich­ti­gen Mo­ment doch noch ei­ne Fi­nanz­quel­le zu er­schlie­ßen. Das heißt al­ler­dings nicht, dass man nun das Geld mit vol­len Hän­den aus dem Fens­ter wer­fen kann, da­vor warnt in die­ser Wo­che ein­dring­lich das Qua­drat von Ju­pi­ter und Sa­turn. Es geht dar­um, ei­ne ver­nünf­ti­ge Ba­lan­ce zu fin­den zwi­schen ver­ant­wor­tungs­lo­ser Pras­se­rei und zwi­schen dem as­ke­ti­schen Ver­zicht auf jeg­li­ches Ver­gnü­gen. Ein Not­gro­schen soll­te im­mer vor­han­den sein, egal, was pas­siert, und man soll­te na­tür­lich auch nicht stän­dig sein Bud­get über­zie­hen, sonst wird es schnel­ler eng, als ei­nem lieb ist. Aber so­fern kei­ne wich­ti­ge An­schaf­fung an­steht oder an­de­re Ver­pflich­tun­gen zu er­fül­len sind, könn­te man sich ab und an im All­tag ei­nen klei­nen Lu­xus leis­ten. Am En­de zäh­len schließ­lich nicht die Be­sitz­tü­mer, die man im Le­ben ge­sam­melt hat, son­dern ein­zig und al­lein die schö­nen Er­in­ne­run­gen.

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