War es nur Zu­fall oder doch das Schick­sal?

Astrowoche - - Magische Geschichten -

Ich bin über­zeugt da­von, dass wir im Le­ben von ei­ner Art Schick­sals­kraft ge­führt wer­den. Es war vor ei­ni­gen Jah­ren an ei­nem Di­ens­tag. Ich hät­te am Nach­mit­tag frei ge­habt, doch dann kam in letz­ter Se­kun­de in der Fir­ma ein wich­ti­ger Auf­trag her­ein, al­so blieb ich, um zu hel­fen. Ich rief so­fort mei­nen da­ma­li­gen Freund Pe­ter an und sag­te Be­scheid. Er war in letz­ter Zeit sehr ge­reizt, ich woll­te nicht wie­der we­gen nichts ei­nen Krach ris­kie­ren. War­um er so ge­reizt war, sag­te er mir nicht, statt­des­sen setz­te er im­mer dann sei­nen Charme ein, wenn er merk­te, dass ich drauf und dran war, Schluss zu ma­chen. Je­des Mal wie­der ließ ich mich ein­wi­ckeln. Mei­ne Freun­din Mo­ni trös­te­te mich schon gar nicht mehr, sie dräng­te mich nur noch zur Tren­nung. Wie auch im­mer, ich ver­grub mich in die Ar­beit und pack­te tüch­tig mit an. Ir­gend­wann war ab­zu­se­hen, dass wir schon frü­her fer­tig wer­den wür­den, al­so woll­te ich Pe­ter wie­der an­ru­fen, aber der Ak­ku mei­nes Han­dys war leer. Wie es der Zu­fall so will, streik­te plötz­lich die Te­le­fon­an­la­ge in der Fir­ma, als ich ging, funk­tio­nier­te sie im­mer noch nicht. Und dann gab es auf mei­ner Stamm­stre­cke nach Hau­se auch noch ei­ne Bau­stel­le, ich muss­te ei­nen Um­weg fah­ren. Wä­re all das nicht ge­we­sen, wä­re ich an die­sem Tag zu die­ser Zeit nie an die­sem Park vor­bei­ge­fah­ren, vor dem ein wild knut­schen- des Pär­chen stand: Mei­ne Freun­din Mo­ni mit mei­nem Freund Pe­ter. Ich leg­te ei­ne Voll­brem­sung hin, stürz­te aus dem Wa­gen, ers­te Trä­nen lie­fen. Mo­ni rief: „Na, ir­gend­wann muss­test du es ja er­fah­ren!“Pe­ter da­ge­gen schimpf­te vor sich hin. Es stell­te sich her­aus, dass die Sa­che schon ein paar Mo­na­te lief. Mo­ni hat­te wohl ge­hofft, Pe­ter wür­de sich für sie ent­schei­den, Pe­ter da­ge­gen ge­noss es, zwei Frau­en um sich zu ha­ben. Viel­leicht ahn­te ich es die gan­ze Zeit und woll­te es nicht se­hen. Die vie­len klei­nen Zu­fäl­le an die­sem Tag ha­ben mir dann die Au­gen ge­öff­net, da­für bin ich noch heu­te dank­bar.

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