Wie Sie die Kraft Ih­rer Ge­dan­ken heilt.

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Mit­hil­fe un­se­rer Psy­che kön­nen wir ei­ne gan­ze Rei­he von Krank­hei­ten be­sie­gen, ha­ben ame­ri­ka­ni­sche Wis­sen­schaft­ler fest­ge­stellt. Die Kraft des Geis­tes lin­dert Rü­cken­schmer­zen und Mi­grä­ne, stärkt un­ser Im­mun­sys­tem, heilt Blut­hoch­druck und kann uns so­gar vor Krebs schüt­zen. Die men­ta­len Heil­me­tho­den, bei de­nen Yo­ga und au­to­ge­nes Trai­ning be­son­ders hilf­reich wir­ken, sind da­her sehr viel sanf­ter und oft auch wir­kungs­vol­ler als Me­di­ka­men­te. Aber wie funk­tio­niert das? Al­lein durch Ge­dan­ken wer­den elek­tri­sche Im­pul­se vom Ge­hirn zu den Schalt­stel­len in Ner­ven und Mus­keln der er­krank­ten Stel­len ge­schickt. Je häu­fi­ger man me­di­tiert hat, des­to schnel­ler lau­fen die Im­pul­se durchs Ner­ven­sys­tem. Bei Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten kön­nen in­ten­si­ve Ge­dan­ken auf Dau­er so­gar ge­lähm­te Ar­me oder Bei­ne wie­der be­weg­lich ma­chen – fan­den Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Ber­ke­ley her­aus. Psy­cho­the­ra­pie kann auch bei Rü­cken­pro­ble­men hel­fen. Pro­fes­sor Mo­ni­ka Ha­sen­bring hat in der Flied­ner Kli­nik in Duisburg ein ein­zig­ar­ti­ges Kon­zept ent­wi­ckelt, mit des­sen Hil­fe 80 Pro­zent der be­han­del­ten Pa­ti­en­ten auf Dau­er schmerz­frei blei­ben. Zu­nächst iden­ti­fi­ziert man die Psy­chostruk­tur des Rü­cken­pa­ti­en­ten. Typ 1: Der In­dia­ner, der die Zäh­ne zu­sam­men­beißt und den Rü­cken un­ver­än­dert be­las­tet. Typ 2: Die Mi­mo­se, die sich nur noch in Schon­hal­tung be­wegt. Bei­de Ver­hal­tens­wei­sen ver­schlim­mern die Rü­cken­pro­ble­me. In der Psy­cho­the­ra­pie ler­nen die Pa­ti­en­ten ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Be­las­tung und Scho­nung her­zu­stel­len. Bei der The­ra­pie ge­gen Kopf­schmer­zen sieht der Pa­ti­ent ei­nen Mo­ni­tor, auf dem die schmerz- ver­ur­sa­chen­den Wer­te sei­ner Blut­ge­fä­ße im Ge­hirn gra­fisch dar­ge­stellt wer­den. Die Da­ten da­zu lie­fern Elek­tro­den, die am Kopf be­fes­tigt sind. Der Pa­ti­ent lernt, al­lein durch Kon­zen­tra­ti­on die Blut­ge­fä­ße zu nor­ma­li­sie­ren, und der Schmerz lässt nach. Mit men­ta­ler Kraft lässt sich auch der Blut­druck be­ein­flus­sen. Er wird dem Pa­ti­en­ten als far­bi­ge Säu­le ge­zeigt, die er mit Ge­dan­ken­kraft sen­ken kann. Nach den Er­kennt­nis­sen der Wis­sen­schaft­ler kann man sich auf die­se Wei­se so­gar vor Krebs schüt­zen. Denn Geis­tes­kraft stärkt das Im­mun­sys­tem. „Mit die­ser Macht, die in uns al­len steckt, las­sen sich zwei Drit­tel al­ler Krank­hei­ten in ih­ren Aus­wir­kun­gen mil­dern“, sagt Pro­fes­sor Wolf­ram Schüf­fel, Lei­ter der Kli­nik für Psy- cho­so­ma­tik an der Uni­ver­si­tät Mar­burg, „wenn nicht gar ver­hin­dern.“Die in­ne­ren Hei­ler frei­zu­set­zen kann uns am Le­ben er­hal­ten. Ei­ne Er­kennt­nis, die sich end­lich auch in der For­schung durch­setzt – und ei­nen ra­di­ka­len Wan­del in der Me­di­zin ein­ge­lei­tet hat.

Men­ta­le Heil­me­tho­den wie Yo­ga oder au­to­ge­nes Trai­ning hel­fen Rü­cken- und Kopf­schmer­zen zu lin­dern. Mit der Kraft der Ge­dan­ken kann

man auch vie­len Krank­hei­ten vor­beu­gen und sie so­gar

hei­len

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