Es­sen, was gu­te Laune macht.

Astrowoche - - Vorderseite -

Un­ser Kör­per lechzt oft nach Sü­ßem. Weil es die Pro­duk­ti­on des Hor­mons Se­ro­to­nin för­dert, das für un­se­re Glücks­ge­füh­le sorgt. Doch lei­der macht Sü­ßes meis­tens auch dick. Vor al­lem Milch­scho­ko­la­de, Pra­li­nen und an­de­re Scho­ko­pro­duk­te. Er­näh­rungs­for­scher fan­den je­doch ei­ne gan­ze Rei­he von Nah­rungs­mit­teln, die zwar auch Glücks­ge­füh­le pro­du­zie­ren kön­nen, aber längst nicht so schnell dick ma­chen. Die Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­le­rin Dr. Ju­dith Wurt­man vom Mas­sa­chu­setts In­sti­tut of Tech­no­lo­gy in Cam­bridge emp­fiehlt vor al­lem fol­gen­de Nah­rungs­mit­tel:

Avo­ca­dos. Die­se Frucht hat zwar sehr vie­le Ka­lo­ri­en, ist aber auch ganz be­son­ders reich an Leu­cin und Iso­leu­cin, bei­des wich­tig für die kör­per­ei­ge­ne Pro­duk­ti­on des Hor­mons Se­ro­to­nin.

Kar­tof­feln. Un­ser Kör­per ver­daut Kar­tof­fel­stär­ke ganz be­son­ders schnell. Des­halb kommt es schon nach et­wa 30 Mi­nu­ten zu ei­nem In­su­lin­aus­stoß, der nicht nur für gu­te Laune, son­dern oben­drein auch noch für Ener­gie sorgt.

Ba­na­nen. Sie ha­ben Koh­len­hy­dra­te aus Fruc­to­se, Su­cro­se und Glu­ko­se, die al­le die Pro­duk­ti­on von Se­ro­to­nin för­dern. Au­ßer­dem ver­sor­gen Ba­na­nen den Kör­per mit den be­son­ders wert­vol­len Vit­ami­nen C, B6, B2 und Fol­säu­re so­wie dem wich­ti­gen Mi­ne­ral­stoff Ka­li­um und sorgt beim Sport für Ener­gie.

Jo­ghurt und Kä­se. Dar­in steckt reich­lich Cal­ci­um. Stu­di­en an der Uni­ver­si­tät Cam­bridge ha­ben ge­zeigt, dass der Kno­chen-Mi­ne­ral­stoff Cal­ci­um ganz be­son­ders auch Frau­en hilft, die auf­grund des prä­men­stru­el­len Syn­droms re­gel­mä­ßig un­ter hef­ti­gen Stim­mungs­schwan­kun­gen lei­den. Teil­neh­me­rin­nen an ei­ner Stu­die, die an je­dem Tag 1200 mg Cal­ci­um zu sich nah­men, konn­ten da­mit Sym­pto­me wie Trau­rig­keit, An­span­nun­gen und Angst­zu­stän­de um et­wa die Hälf­te ver­rin­gern.

Fisch. Macht glück­lich. Durch die Fett­säu­ren eben­so wie durch das im Fisch vor­han­de­ne Tryp­to­phan. Und das bes­te dar­an: Fisch hat kaum Ka­lo­ri­en, ist als ei­weiß­hal­ti­ges Pro­dukt ide­al für ver­schie­dens­te Diä­ten und be­son­ders für den Mus­kel­auf­bau ge­eig­net.

Chi­li. Aus den Früch­ten der Chi­liPflan­ze wird be­kannt­lich Cay­enne­Pfef­fer ge­macht. Das ist ei­ne Sub­stanz, die den Spei­sen nicht nur ei­ne ge­sun­de und ganz spe­zi­el­le Wür­ze gibt, son­dern die auch Glücks­ge­füh­le aus­löst. In­zwi­schen ha­ben Wis­sen­schaft­ler her­aus­ge­fun­den, wie es da­bei zu den Glücks­ge­füh­len kommt: Die ge­ball­te Schär­fe des im Cay­enne­Pfef­fer ent­hal­te­nen Cap­sai­cin wird vom Ge­hirn irr­tüm­lich als Schmerz ge­deu­tet, wor­auf es so­fort zur Lin­de­rung En­dor­phi­ne aus­schüt­tet. Sie lö­sen Wohl­ge­fühl aus und brem­sen so den ver­meint­li­chen Schmerz.

Ba­na­nen sind wah­re Stim­mungs­ma­cher. Ih­re In­halts­stof­fe

för­dern die Pro­duk­ti­on vom Glücks­hor­mon

Se­ro­to­nin.

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