Die Pro­gno­se der Wo­che.

Es gibt viel zu über­den­ken.

Astrowoche - - Inhalt - Ihr Micha­el All­gei­er

Im Ju­ni wird das Qua­drat zwi­schen Sa­turn und Nep­tun er­neut grad­ge­nau. Sa­turn, die har­te Rea­li­tät, und Nep­tun, das Ide­al, tra­gen hier ei­nen gro­ßen Kon­flikt aus. In die­ser Wo­che wird die­ser har­te Span­nungs­win­kel zu­sätz­lich durch die Son­ne ent­zün­det, die um den 2. und 3. Ju­ni ei­ne Op­po­si­ti­on mit Sa­turn und ein Qua­drat mit Nep­tun bil­det. Die­se Kon­stel­la­ti­on kann zwei­fel­los stark ver­un­si­chern und des­il­lu­sio­nie­ren, je nach­dem, wie sie uns im per­sön­li­chen Ho­ro­skop an­spricht und wie sie mit der ge­sam­ten Per­sön­lich­keits­an­la­ge kor­re­spon­diert. Men­schen, die schnell zu ver­un­si­chern sind, wer­den sie eher „auf­schnap­pen“als Men­schen, die in sich ru­hen und die sich in ei­ner ge­fes­tig­ten Le­bens­si­tua­ti­on be­fin­den. Vie­le un­ter Ih­nen ken­nen die­ses Ge­fühl, wenn et­was im Le­ben pas­siert, was viel­leicht vor­über­ge­hend fast oder tat­säch­lich aus der Bahn ge­wor­fen hat. Doch von Schick­sals­schlä­gen, die mit Tod, Tren­nung und Krank­heit zu tun ha­ben, ist hier nicht die Re­de. Ich spre­che von der Ve­r­un­si­che­rung, die Men­schen er­grei­fen kann. Von der Ve­r­un­si­che­rung und der Angst, es viel­leicht be­ruf­lich nicht zu schaf­fen, sei­ne Exis­tenz oder sei­nen Part­ner zu ver­lie­ren, krank zu wer­den usw. Manch­mal sind die­se Ve­r­un­si­che­run­gen ein­fach da, wer­den plötz­lich durch ein­schnei­den­de Er­eig­nis­se und Si­tua­tio­nen aus­ge­löst oder schlei­chen sich ein­fach nur so ein. Für vie­le Men­schen ist die Ve­r­un­si­che­rung in be­stimm­ten Le­bens­si­tua­tio­nen ein stän­di­ger Be­glei­ter, ganz un­ab­hän­gig von ak­tu­el­len Pla­ne­ten­ein­flüs­sen. Ve­r­un­si­che­run­gen sind läs­tig, da sie Mut und Selbst­ver­trau­en kos­ten. An­der­seits ist es ver­kehrt, über­haupt so zu den­ken. Ängs­te und Un­si­cher­hei­ten ha­ben ih­ren tie­fe­ren Sinn, auch wenn sie ob­jek­tiv un­nö­tig sind. Des­halb ist es wich­tig, dass wir sie an­schau­en und sie ak­zep­tie­ren. Sie wol­len uns et­was sa­gen. Sie müs­sen uns nicht schwä­chen, sie kön­nen uns auch neu mo­ti­vie­ren. Es ge­hört zu ei­ner Per­sön­lich­keit, mit sei­nen Un­si­cher­hei­ten und Schwä­chen be­wusst zu le­ben. Das macht den Men­schen groß. In­so­fern soll­ten wir auch das Qua­drat zwi­schen Sa­turn und Nep­tun, das eben in die­ser Wo­che be­son­ders stark an­ge­spro­chen ist, nicht als Ge­fahr und Schwä­chung se­hen, son­dern als ei­ne will­kom­me­ne Ge­le­gen­heit, Din­ge zu über­den­ken, mit de­nen wir nicht mehr zu­frie­den sind. Was kön­nen wir än­dern, ist die Fra­ge. Und wor­auf soll­ten wir nicht län­ger bau­en, weil die Mü­he um­sonst wä­re? Wich­tig ist, dass wir uns selbst Schwä­chen zu­ge­ste­hen, uns selbst ver­zei­hen. Das ist ganz wich­tig. Las­sen Sie uns mensch­lich sein, das ist der rich­ti­ge Weg.

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