Wie Sie jetzt Ih­re See­len­lie­be fin­den

Astrowoche - - Das Titelthema Der Woche -

In der Astro­lo­gie steht die wun­der­schö­ne Ve­nus für die Lie­be. Als Abend­stern er­strahlt sie nach dem Un­ter­gang der Son­ne als hell leuch­ten­des Licht manch­mal noch St­un­den am Him­mel. Ge­nau­so ver­kün­det sie noch vor Son­nen­auf­gang als Mor­gens­tern den Tag. Ist die­ser Mor­gens­tern die glei­che Ve­nus wie die am Abend? Ja, sie ist es. Die Hälf­te des Jah­res läuft sie der Son­ne näm­lich vor­aus, geht dann vor ihr auf und wird zum Mor­gens­tern. Die an­de­re Hälf­te des Jah­res folgt sie der Son­ne nach und ist da­her nach de­ren Un­ter­gang noch ein paar St­un­den am west­li­chen Him­mel zu se­hen. Zwei Mal Ve­nus al­so – und ob­wohl sie im­mer der glei­che Stern ist, ver­kör­pert sie in der Astro­lo­gie je­weils ei­ne an­de­re Art von Lie­be. Als Ve­nus des Mor­gens ist sie ein Sym­bol für die phy­si­sche, kör­per­li­che oder auch fleisch­li­che Lie­be. Sie ist dem Tier­kreis­zei­chen Stier zu­ge­ord­net, der ja be­kannt ist für sei­ne ex­or­bi­tan­te Lust und Sinn­lich­keit. Die an­de­re Ve­nus, al­so je­ne, die man nur am Abend er­ken­nen kann, wird dem Tier­kreis­zei-

Widder

Widder-Ge­bo­re­ne ha­ben ei­ne star­ke Ver­bin­dung zur kör­per­li­chen Lie­be. Zugleich ist es ih­nen als Feu­er­zei­chen aber auch gut mög­lich, die­se Lie­be zu trans­for­mie­ren. Das setzt al­ler­dings vor­aus, dass sie in aus­rei­chen­dem Ma­ße die kör­per­li­che Lie­be er­fah­re­nen ha­ben. Erst dann kön­nen Sie ei­ne hö­he­re Stu­fe an­stre­ben und er­rei­chen. Ih­re geis­ti­ge Lie­be ist dann noch ek­sta­ti­scher als ih­re kör­per­li­che Lie­be und krönt ihr Le­ben.

Stier

Stier-Ge­bo­re­ne sind von Na­tur aus fest mit der kör­per­li­chen Lie­be ver­bun­den. Es exis­tiert für sie ei­gent­lich gar nichts an­de­res als die­se Form. Es gibt StierMän­ner, die auch mit 80 und mehr Jah­ren nach der Er­fül­lung ih­rer kör­per­li­chen Lie­be Aus­schau hal­ten und nicht zu­frie­den sind, wenn das nicht pas­siert. Stier-Frau­en sind we­ni­ger stark fi­xiert, ins­be­son­de­re, wenn sie sich auf ei­nen spi­ri­tu­el­len Weg be­ge­ben und wissen, dass der geis­ti­ge Weg das ei­gent­li­che Ziel ei­nes Men­schen ist.

Zwillinge

Zwillinge sind sich meist nur ei­ner Seite ih­rer Dop­pel­na­tur be­wusst, näm­lich der ex­tro­ver­tier­ten, phy­si­schen, und sind dann ent­spre­chend auch nur an kör­per­li­cher Lie­be in­ter­es­siert. Sie ge­hö­ren zu den Men­schen, die noch in re­la­tiv ho­hem Al­ter nach kör­per­li­cher Be­frie­di­gung Aus­schau hal­ten. Da­bei bräuch­ten sie sich nur mit ih­rer an­de­ren, der geis­ti­gen und spi­ri­tu­el­len Seite ih­res Le­bens zu ver­bin­den, um ganz leicht über die kör­per­li­che Lie­be hin­aus­zu­wach­sen.

Krebs

Was die kör­per­li­che bzw. geis­ti­ge Lie­be an­geht, neh­men Krebs-Ge­bo­re­ne ei­ne Mit­tel­stel­lung ein. Be­reits in ih­rer Ju­gend ist ih­nen die kör­per­li­che Lie­be zu we­nig und lässt sie un­er­füllt. Auf der an­de­ren Seite ist es doch auch so, dass ih­re Lie­be an Be­rüh­rung, Umar­mung und kör­per­li­che Nä­he ge­bun­den ist. Erst wenn sie die Kraft und Grö­ße ei­ner geis­ti­gen Lie­be er­fah­ren ha­ben, sind Sie be­reit, sich über die kör­per­li­che Lie­be voll­stän­dig zu er­he­ben.

Löwe

Die Lie­be ei­nes Lö­wen ist im­mer zugleich kör­per­lich und geis­tig, ein­fach des­we­gen, weil sie aus sei­nem Her­zen kommt. Trotz­dem ist es für ei­nen Lö­wen un­ge­heu­er schwer, sich vor­zu­stel­len, ohne kör­per­li­che Be­rüh­rung, ohne kör­per­li­chen Aus­tausch, ohne Se­xua­li­tät zu le­ben. Es braucht lan­ge, bis die Ein­sicht ge­nü­gend stark ist und er sich da­von be­frei­en kann. Dann wird die Lie­be ei­ne Him­mels­macht.

Jungfrau

Jung­frau­en sind durch ihr Kar­ma da­zu be­stimmt, die kör­per­li­che Lie­be in ei­ne geis­ti­ge zu trans­for­mie­ren. Die­ses Ziel be­inhal­tet be­reits ihr as­tro­lo­gi­scher Na­me „Jungfrau“, der ja letzt­end­lich „Jung­fräu­lich­keit“be­inhal­tet. Aber da sie in ei­ne Welt hin­ein­ge­bo­ren wer­den, in der geis­ti­ge Lie­be kaum ei­nen Wert er­fährt, stre­ben sie meis­tens ihr gan­zes Le­ben nach kör­per­li­cher Lie­be. Erst wenn sie sich auf ei­nen spi­ri­tu­el­len Weg be­ge­ben , wird ih­nen ih­re ei­gent­li­che Be­stim­mung ein­sich­tig.

Waage

Waage-Ge­bo­re­ne sind der geis­ti­gen Lie­be zu­ge­tan, die bei ih­nen so­gar ei­nen ei­ge­nen Na­men be­kom­men hat, näm­lich Aga­pe. Schon als jun­ger Mensch ist ei­ne blo­ße kör­per­li­che Lie­be für ei­ne Waage zu we­nig und un­be­frie­di­gend. Sie hat im­mer schon den Wunsch, die Lie­be zu er­hö­hen. Trotz­dem dau­ert es lan­ge, bis die­se Men­schen den Schritt hin zur rei­nen, geis­ti­gen Lie­be end­gül­tig voll­zie­hen. Dann ist ihr gan­zes Le­ben von die­ser Lie­be er­füllt.

Skor­pi­on

Skor­pi­on-Ge­bo­re­ne ste­cken, was die Lie­be an­geht, in ei­nem Di­lem­ma. Auf der ei­nen Seite be­steht für sie Lie­be ein­deu­tig aus der kör­per­li­chen Ver­ei­ni­gung von Mann und Frau, die letz­ten En­des ein Kind her­vor­bringt. Aber in der Er­schaf­fung neu­en Le­bens ist der Gedanke ei­ner spi­ri­tu­el­len Lie­be voll ein­ge­fan­gen. Es dau­ert meis­tens sehr lan­ge, bis die­se Men­schen sich aus die­sem Di­lem­ma be­frei­en und die kör­per­li­che Lie­be zu­rück­las­sen kön­nen.

Schütze

Schütze-Ge­bo­re­ne sind von gan­zem Her­zen mit der geis­ti­gen Lie­be ver­bun­den. Wenn sie sich über­haupt auf kör­per­li­che Lie­be ein­las­sen, dann des­we­gen, weil man in un­se­rer Ge­sell­schaft ein Au­ßen­sei­ter ist, wenn man die kör­per­li­che Lie­be nicht lebt. Aber im Grun­de blei­ben Schüt­zen bei ei­ner rein kör­per­li­chen Ver­ei­ni­gung un­er­füllt. Erst wenn sie die Di­men­si­on der geis­ti­gen Lie­be in ih­rer gan­zen Grö­ße er­fah­ren, fin­den sie wah­res Glück.

St­ein­bock

Ei­ner­seits ist ei­nem St­ein­bock der Auf­trag in die Wie­ge ge­legt, über sei­ne emo­tio­na­le Na­tur und da­mit auch über sei­ne Se­xua­li­tät hin­aus­zu­wach­sen, sie in geis­ti­ge Be­wusst­heit zu trans­for­mie­ren. An­de­rer­seits lei­det ein St­ein­bock im­mens dar­un­ter, wenn er zu we­nig kör­per­li­che Lie­be er­fährt und be­zieht sich so­zu­sa­gen als Re­ak­ti­on erst recht auf sie. Erst im rei­fen Al­ter kann er sich von die­ser Fi­xie­rung ohne Ver­zichts­ge­füh­le be­frei­en und der geis­ti­gen Lie­be hul­di­gen.

Wassermann

Für ei­nen Wassermann ist kör­per­li­che Lie­be ein Re­likt der tie­ri­schen Ab­stam­mung des Men­schen, und er ver­sucht über sie hin­aus­zu­wach­sen. Das bringt ihn auf vie­le Irr­we­ge un­ter an­de­rem auch oft in Kon­takt zu bi­zar­ren se­xu­el­len Prak­ti­ken. Den­noch, zu­tiefst hin­ter­lässt sie ein scha­les Ge­fühl. So führt ihn sein Weg frü­her oder spä­ter auf den Weg der geis­ti­gen Lie­be, die ihn dann mit so gro­ßen Glücks­ge­füh­len er­füllt, wie es bei kaum ei­nem an­de­ren Stern­zei­chen der Fall ist.

Fische

Fische-Ge­bo­re­ne be­fin­den sich in ei­nem stän­di­gen Zwie­spalt zwi­schen kör­per­li­cher und geis­ti­ger Lie­be. Ei­ner­seits sind sie völ­lig er­füllt, wenn sie kör­per­lich lie­ben, an­de­rer­seits brau­chen sie Pha­sen der Ent­halt­sam­keit. Die­ses Hin und Her be­glei­tet sie oft ihr gan­zes Le­ben, was oft schmerz­voll er­lebt wird. Bei ih­nen scheint kein „Ent­we­der-Oder“zu exis­tie­ren, son­dern ein „So­wohl-als-Auch“. Erst der spi­ri­tu­el­le Weg er­löst sie aus die­sem Di­lem­ma.

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