Das sind die Ster­ne Ih­rer Le­bens-Freu­de!

Oh­ne Le­bens­mut und Le­bens­freu­de ist un­ser Le­ben trau­rig, oh­ne Sinn und Ziel. Astro­lo­gisch be­trach­tet lie­gen da­mit un­se­re schöp­fe­ri­schen Kräf­te brach, die un­se­re Per­sön­lich­keit see­lisch wie geis­tig wach­sen las­sen. War­um wir oft kei­nen Le­bens­mut be­sit­zen, k

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In der as­tro­lo­gi­schen Be­ra­tung ist es für den Astro­lo­gen nicht im­mer ein­fach, wenn je­mand zu ihm kommt, der see­lisch und geis­tig völ­lig am Bo­den ist und dem je­der Le­bens­mut fehlt. Hier muss der Astro­lo­ge sehr wach­sam sein und darf sei­ne Be­fug­nis­se nicht über­schrei­ten. Mög­li­cher­wei­se ist sein Kli­ent in ei­nem so tie­fen Tal, dass er zu­min­dest zu­sätz­lich ei­ne psy­cho­lo­gi­sche Be­treu­ung oder ei­ne The­ra­pie be­nö­tigt. Das ei­ne muss das an­de­re ja auch nicht un­be­dingt aus­schlie­ßen. Astro­lo­gie kann hel­fen, Licht ins Dunk­le zu brin­gen und Er­kennt­nis­se über das ei­ge­ne Le­ben zu ver­mit­teln, und das oft in ei­ner fast schon er­schre­cken­den Klar­heit, oh­ne je­de Spe­ku­la­ti­on oder Zwei­deu­tig­keit, wie wir das oft bei Hell­se­hern oder Kar­ten­le­gern be­ob­ach­ten kön­nen. Al­lei­ne die Tat­sa­che, dass ein gu­ter Astro­lo­ge sei­nen Kli­en­ten wirk­lich ver­ste­hen kann auf ei­ner sehr kon­kre­ten, aber auch tie­fe­ren Ebe­ne, kann ei­ne sehr of­fe­ne und per­sön­li­che Si­tua­ti­on in der Be­ra­tung schaf­fen. Oft kann der Astro­lo­ge dann so­gar er­le­ben, dass ihm sein Kli­ent sei­ne größ­ten Wün­sche und Ge­heim­nis­se an­ver­traut, die er vi­el­leicht noch nicht ein­mal sei­nem Part­ner an­ver­traut hat, weil die­ser sie so­wie­so nicht ver­ste­hen könn­te oder sie vi­el­leicht als An­griff auf die Be­zie­hung ver­ste­hen könn­te. Feh­len­de Le­bens­freu­de heißt in al­ler Re­gel, dass ein Mensch in ein Pro­blem ver­wi­ckelt ist, ei­ne Blo­cka­de hat, et­was nicht über­win­den kann oder (und) in ei­ner Le­bens­si­tua­ti­on fest­sitzt, der er nicht ent­kom­men kann, die un­auf­lös­lich scheint. An die­sen wun­den Punk­ten wird der Astro­lo­ge, ähn­lich wie der Psy­cho­lo­ge, zwangs­läu­fig im Ge­spräch mit sei­nem Kli­en­ten lan­den. Na­tür­lich muss er jetzt auch sei­nem Kli­en­ten er­klä­ren, was Astro­lo­gie kann und was nicht. Ein schlech­ter „Wald- und Wie­se­nastro­lo­ge“wür­de nun das Blaue vom Him­mel ver­spre­chen, dass sich et­wa bald al­le Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­me wie durch ein Wun­der auf­lö­sen wer­den. Das aber kann lei­der auch der bes­te Ju­pi­ter-Ein­fluss nicht. Si­cher, er kann vor­über­ge­hend durch glück­li­che Um­stän­de er­leich­tern und so­gar die Le­bens­freu­de an­he­ben, aber das wür­de nicht von Dau­er sein, wer­den nicht die ei­ge­nen ur­säch­li­chen Pro­ble­me ge­löst. Und die kann der Astro­lo­ge sei­nem Kli­en­ten glück­li­cher­wei­se nicht ab­neh­men. Er kann die­se Pro­ble­me je­doch so deut­lich ma­chen, dass sie sein Kli­ent plötz­lich er­kennt. Ja, Astro­lo­gie kann die Au­gen öff­nen, wenn je­mand be­reit da­zu ist. Es wird nicht im­mer ein­fach sein, zu ak­zep­tie­ren, dass nicht un­be­dingt die an­de­ren das Pro­blem sind, son­dern man selbst auch da­für ver­ant­wort­lich ist. Und dass be­drü­cken­de Le­bens­si­tua­tio­nen mög­li­cher­wei­se ei­ne Krea­ti­on sind, die nur die Kon­se­quenz ei­nes fal­schen We­ges ge­gan­gen sind, den wir ein­ge­schla­gen ha­ben. Wenn wir un­ser Pro­blem se­hen, kön­nen wir in der Fol­ge mög­li­cher­wei­se auch den Aus­weg bzw. die Lö­sung er­ken­nen. Aber wie ge­sagt, han­deln müs­sen wir dann wie­der al­lei­ne. Ent­schei­dun­gen zu tref­fen kön­nen uns die Ster­ne nicht ab­neh­men. Sie kön­nen uns da­für den Weg durch die dunk­le Nacht hin­durch an­zei­gen. Und, ist das nicht schon viel mehr, als man über­haupt er­war­ten darf? Das ei­ge­ne Horoskop weist jetzt aber nicht nur auf un­se­re Schwä­chen hin, die sich im­mer wie­der in den un­ter­schied­lichs­ten Le­bens­si­tua­tio­nen und Pro­ble­men ver­ber­gen kön­nen und an den wir ar­bei­ten müs­sen, da­mit wir uns ent­fal­ten kön­nen. Un­ser Horoskop spricht auch Stär­ken an, die wir mög­li­cher­wei­se schon ken­nen und sol­che, die wir vi­el­leicht er­ahnt ha­ben, die wir uns bis­her aber vi­el­leicht

nicht selbst zu­ge­stan­den ha­ben. Die al­ten Astro­lo­gen ver­such­ten stets auf die­sen Stär­ken, auch wenn es sich nur um ei­ne ein­zi­ge han­del­te, die sie fin­den konn­ten, ei­ne Art Le­bens­plan auf­zu­bau­en, ei­ne Vi­si­on zu ent­wi­ckeln, wie das Le­ben im po­si­ti­ven Fal­le lau­fen kann, wenn der Kli­ent vor al­lem auf sei­ne Stär­ke baut. Le­bens­mut ent­wi­ckelt sich vor al­lem auch dann, wenn wir An­er­ken­nung be­kom­men für das, was wir ma­chen und wie wir den­ken. Lei­der kann uns das der Job nicht im­mer ge­ben, da es hier oft­mals ein­fach nur um das Geld­ver­die­nen geht. Aber, es gibt auch noch ei­ne Zeit da­ne­ben und ei­ne Zeit da­nach, in der wir uns mit In­hal­ten be­schäf­ti­gen kön­nen, die uns wich­tig sind und am Her­zen lie­gen. Da­durch blei­ben wir le­ben­dig und auch at­trak­tiv für an­de­re Men­schen. Le­bens­mut ha­ben wir, wenn wir uns sel­ber spü­ren, un­se­re Fä­hig­kei­ten aus­le­ben dür­fen, wenn wir au­then­tisch sind und uns nicht ver­ste­cken und ver­bie­gen müs­sen. Nie­mals ver­bie­gen las­sen soll­ten wir uns et­wa in der Part­ner­schaft. Astro­lo­gen, die schon vie­le Be­ra­tun­gen ge­macht ha­ben, wer­den oft an un­glück­li­che Men­schen ge­ra­ten sein, die et­wa Bin­dungs­pro­ble­me vor­ga­ben, die im­mer wie­der zum Schei­tern ih­rer Be­zie­hun­gen führ­ten. Ganz nach dem Mot­to: Und täg- lich grüßt das Mur­mel­tier … Na­tür­lich gibt es An­la­gen im Cha­rak­ter, die im Horoskop deut­lich auf­tau­chen und die die­se Be­zie­hungs­pro­ble­me brin­gen kön­nen. Auch da hilft nur Ar­bei­ten an sich selbst. Manch­mal sind es aber nur die Be­zie­hungs­for­men, die falsch sind, und der Druck der ge­sell­schaft­li­chen Er­war­tun­gen, die ei­ne glück­li­che Bin­dung ver­hin­dern. Hat je­mand et­wa ei­nen über­ra­gen­den Ura­nus in sei­nem Horoskop, der ihn zum Qu­er­geist, Re­vo­luz­zer und Frei­heits­fa­na­ti­ker macht, dann soll­te er bit­te­schön nicht hei­ra­ten. Denn je­des Mal, wenn er das tut, stirbt die Lie­be, da der Ura­ni­er das Ge­fühl, jetzt ein Be­sitz sei­nes Part­ners zu sein, den er nicht mehr los­wer­den kann. Oh­ne Hei­rat kön- nen Paa­re auch glück­lich wer­den, wenn der ura­ni­sche Mensch das Ge­fühl be­hält, dass sei­ne Lie­be ab­so­lut frei­wil­lig ist und nichts mit Zwang zu tun hat. Astro­lo­gie kann manch­mal durch Auf­klä­rung schon im Vor­feld ver­hin­dern, dass je­mand ent­ge­gen sei­ner Na­tur lebt, was ei­gent­lich im­mer zum Schei­tern ver­ur­teilt ist. Deckt die Astro­lo­gie ver­bor­ge­ne Zu­sam­men­hän­ge und Ur­sa­chen auf, führt das beim Kli­en­ten oft zu ei­nem Aha-Ef­fekt, ei­nem un­glaub­lich be­frei­en­den Ge­fühl, das wie­der Mut macht, im Le­ben an­zu­grei­fen und neue, ei­ge­ne We­ge zu su­chen, die zu ei­nem ge­hö­ren und pas­sen. In­ter­es­sant ist aber auch die Tat­sa­che, dass Men­schen, die selbst Astro­lo­gie er­ler­nen, oft ihr Le­ben völ­lig wan­deln und von ge­ra­de­zu bahn­bre­chen­den Er­kennt­nis­sen be­rich­ten, die ih­nen die Astro­lo­gie ge­schenkt hat. Wer selbst Astro­lo­gie macht, lernt die Welt letzt­lich mit an­de­ren Au­gen zu se­hen und zu be­trach­ten, wird im bes­ten Fal­le of­fe­ner und to­le­ran­ter und ver­liert an Vor­ur­tei­len. Wenn je­mand er­kennt, dass der Mensch, der ihn ver­las­sen hat, gar nicht so gut zu ihm ge­passt hat, wie er das dach­te und sich im Nach­hin­ein schön­re­de­te, wird ihn das nicht nur un­ge­mein er­leich­tern, er wird jetzt auch wis­sen, dass es ir­gend­wo ei­nen an­de­ren Men­schen gibt, der sehr viel bes­ser zu ihm passt. Die Ster­ne wer­den es ihm be­stä­ti­gen kön­nen. Das ei­ge­ne Ge­burts­ho­ro­skop hilft nicht zu­letzt, sich selbst an­zu­neh­men. Ganz wich­tig! Wer weiß, dass er manch­mal zu ag­gres­siv ist, weil er vi­el­leicht ei­ne Mars-Plu­to-Span­nung hat oder zu ne­ga­tiv denkt, weil Mer­kur quer zu Sa­turn in sei­nem Ge­burts­ho­ro­skop steht, hat die Chan­ce, mit die­sen Kräf­ten be­wuss­ter um­zu­ge­hen. Im­mer wie­der ist es das be­wuss­te Er­ken­nen, das uns von Las­ten be­freit und uns den Weg zu wich­ti­gen Ein­sich­ten öff­net. Wenn wir nicht ge­nau wis­sen, war­um wir ei­nen Job ver­lo­ren ha­ben, war­um wir im­mer wie­der bei Au­to­ri­tä­ten an­ecken oder war­um wir von un­se­rem Part­ner ver­las­sen wur­den, tap­pen wir im Dunk­len, was uns das Ver­kraf­ten die­ser ver­meint­lich ne­ga­ti­ven Er­eig­nis­se so er­schwert. Das Licht der Er­kennt­nis weckt Le­bens­mut, das ist ge­wiss. Es ver­scheucht Un­si­cher­hei­ten und Ängs­te. Jetzt wis­sen wir end­lich, wo wir an­set­zen müs­sen, wo­hin un­ser Weg geht.

Von Micha­el All­gei­er

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