The­ra­pie Mei­ne für Sie

Astrowoche - - Astro Coaching -

Angst ist ein schlim­mes Übel, das man­chen Men­schen jeg­li­che Le­bens­freu­de raubt, man­che so­gar in Kli­ni­ken ver­bannt oder ein Le­ben auf­zwingt, das fast schon nicht mehr le­bens­wert ist. Klei­ne­re bzw. ge­le­gent­li­che An­fäl­le von Angst über­kom­men je­den Men­schen, und je äl­ter man wird, um­so häu­fi­ger ist das der Fall. Weil Angst ein der­ma­ßen ver­brei­te­tes Phä­no­men ist, ver­su­chen schon im­mer die Me­di­zin und die Psy­cho­lo­gie ihr auf die „Sch­li­che“zu kom­men. Ein wie ich fin­de aus­ge­spro­chen in­ter­es­san­tes Er­geb­nis sieht fol­gen­der­ma­ßen aus: Angst scheint so et­was wie ein Pro­gramm zu sein, das vi­el­leicht ur­sprüng­lich ein­mal sinn­voll war, weil man Angst vor ei­ner Ge­fahr, vi­el­leicht auch vor ei­ner Be­stra­fung hat­te. Aber ent­schei­dend ist, dass die Angst mit der Zeit ih­re In­hal­te ver­liert bzw. ver­gisst, aber trotz­dem bleibt das Angst-Pro­gramm im Or­ga­nis­mus. D. h. Angst, von der man spä­ter heim­ge­sucht wird, hat gar kei­nen Grund, auch wenn ei­nem die Angst das vor­gau­kelt. Des­we­gen kann man die­se Angst auch ver­su­chen los­zu­las­sen. Das möch­te ich Ih­nen mit der fol­gen­den Übung zei­gen. Sie müs­sen ent­spannt sein und auf dem Rü­cken lie­gen. Dann bit­te ich Sie, nach Ih­rer Angst zu ru­fen. Da­bei ist wich- tig, dass Sie Fol­gen­des wis­sen: Vor­ge­stell­te Angst ist in gar kei­ner Wei­se be­droh­lich. Man kann sie so­zu­sa­gen „ein­schal­ten“und wie­der „aus­schal­ten“. Dann möch­te ich, dass Sie die­se vor­ge­stell­te Angst in Ih­rem Kör­per sam­meln und zwar dort, wo sich Ihr Na­bel be­fin­det. Stel­len Sie sich vor, dass Ih­re Angst sich un­ter Ih­rem Na­bel im Kör­per sam­melt. Dann möch­te ich, dass Sie in ei­nem wei­te­ren Schritt die­se Angst, die sich un­ter Ih­rem Na­bel ge­sam­melt hat, be­gin­nen los­zu­las­sen. Das ge­schieht so, sich vor­zu­stel­len, die Angst wür­de lang­sam durch Ih­ren Kör­per nach oben bis in Ih­ren Mund­raum ge­lan­gen. Dann bit­te ich Sie, Ih­ren Mund zu öff­nen und die ge­sam­mel­te Angst mit ei­nem lau­ten „Ahhh...!” aus Ih­rem Mund aus­zu­sto­ßen. Wie­der­ho­len Sie dann die­sen Vor­gang drei­mal und ent­span­nen Sie sich hin­ter­her ein we­nig. Da­bei las­sen Sie sich von dem Ge­dan­ken lei­ten, dass je­des Mal ein we­nig von Ih­rer Angst aus Ih­nen ent­wi­chen und sie des­we­gen ge­rin­ger ge­wor­den ist. Die Er­fah­rung zeigt, dass die­se Übung recht ef­fek­tiv ist. Al­ler­dings setzt das vor­aus, sie nicht nur ein­mal, son­dern öf­ter, vi­el­leicht ei­nen gan­zen Mo­nat lang täg­lich durch­zu­füh­ren. Am bes­ten da­für ge­eig­net ist mor­gens gleich nach dem Auf­ste­hen.

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