So ver­lie­ren Sie Ih­re Bin­dungs­angst

Astrowoche - - Das Titelthema Der Woche -

Die Astrologie ist wei­se. Jetzt, zum En­de des Tier­kreis­zei­chens Skorpion und da­mit in al­ler­nächs­ter Nä­he zum Win­ter­be­ginn, wird ge­prüft, wer zu­sam­men­ge­hört – und wer nicht. Tief drin­nen in un­se­ren See­len schwingt die Angst vor dem Win­ter. Auch wenn wir heu­te in al­ler Re­gel in ge­heiz­ten Räu­men woh­nen und im nächs­ten Su­per­markt al­les kau­fen kön­nen, was wir brau­chen, schwingt in den See­len die­se ur­al­te Angst vor dem dunk­len Win­ter, in dem die Nah­rungs­mit­tel knapp wer­den und die Käl­te so stark wer­den kann, dass nichts, kein Fell und kei­ne Höh­le ei­nen noch schüt­zen kann. Es war der be­rühm­te Psy­cho­ana­ly­ti­ker Carl Gus­tav Jung, der schon vor 100 Jah­ren über die­se Er­in­ne­run­gen, die in un­te­ren See­len hau­sen, schrieb. Er sag­te in et­wa, dass die Ver­gan­gen­heit – und da­mit sind Hun­der­te von Le­ben ge­meint – sich wie Schich­ten in ei­nem See ab­la­gern. Sie sind zwar dem Be­wusst­sein nicht zu­gäng­lich, aber den­noch wir­ken sie in un­ser Le­ben ein. Die­se ur­al­ten Er­in­ne­run­gen ma­chen Angst, und sie ver­lan­gen, dass wir et­was un­ter­neh­men: „Mensch, such dir ei­nen an­de­ren Men­schen, denn in der Ge­mein­schaft hast du eher ei­ne Chan­ce, dem Win­ter zu trot­zen!“Da­her ist der Skorpion das Stern­zei­chen mit der größ­ten Bin­dungs­kraft und die­sem un­glaub­lich star­ken In­stinkt, sich nur mit sol­chen Men­schen zu ver­bin­den, auf die man sich ver­las­sen kann – und zwar auf Le­ben und Tod. Die Astrologie sagt aber auch, dass die­se Skorpion-Kraft in je­dem Men­schen wohnt, ganz egal wel­ches Stern­zei­chen er be­sitzt. Al­ler­dings ist das Quan­tum der Bin­dungs­fä­hig­keit bei den ein­zel­nen Tier­kreis­zei­chen un­ter­schied­lich stark ent­wi­ckelt. Man­chen fällt es leich­ter, an­de­ren schwe­rer, und man­che ent­wi­ckeln so­gar so viel Wi­der­stand ge­gen die­se Bin­dung, dass sie lie­ber al­lein le­ben, auch wenn Ih­nen das tief in Ih­rem In­ne­ren gro­ße Angst be­rei­tet. Aber die­se Angst ist für Sie klei­ner als in ei­ner Be­zie­hung und Part­ner­schaft wie in ei­nem en­gen Ge­fäng­nis zu le­ben – mit der Angst, da­rin zu er­sti­cken.

Widder

Widder-Ge­bo­re­ne mö­gen noch so laut­stark be­haup­ten, dass sie kei­ne Angst hät­ten, sich zu bin­den – die Astrologie be­haup­tet fel­sen­fest, dass die­se Angst vor­han­den ist. Widder kön­nen sich nur auf ei­ne Bin­dung ein­las­sen, wenn sie das Ge­fühl ha­ben, sich je­der­zeit wie­der dar­aus ent­fer­nen zu kön­nen. Das tun sie zwar in al­ler Re­gel nicht, aber sie brau­chen das Ge­fühl, dass sie nicht in ei­nem Ge­fäng­nis sind, zu dem sie kei­ne Schlüs­sel ha­ben.

Stier

Der Stier ist ein fi­xes Zei­chen, was un­ter an­de­rem be­deu­tet, dass er sich nach fes­ten Part­ner­schaf­ten sehnt. Er braucht sie. Sie ge­ben ihm Si­cher­heit. Tief in sich trägt er ein Bild von ei­nem Haus ir­gend­wo auf dem Land, das nur ihm und sei­ner Fa­mi­lie ge­hört – oh­ne Zu­gangs­mög­lich­keit für an­de­re. Man­che Stie­re wer­den aber zu­gleich von an­de­ren Kräf­ten, ei­nem star­ken Ura­nus oder ei­nen As­zen­den­ten im Wassermann be­ein­flusst. Dann füh­ren sie ein zer­ris­se­nes Le­ben und wis­sen nicht, was sie wol­len.

Zwil­lin­ge

Zwil­lin­ge las­sen sich nie auf ei­ne Part­ner­schaft „für im­mer und ewig“ein, auch wenn sie das vor dem Stan­des­amt oder ih­rem Part­ner ge­gen­über laut­hals be­teu­ern. Das ist nicht, weil sie schwin­deln, son­dern weil sie ein fle­xi­bles Luft­zei­chen sind. Sie wür­den sich an ih­rem Kar­ma ver­sün­di­gen, wenn sie sich nicht auch in der fes­tes­ten Part­ner­schaft Mög­lich­kei­ten für ih­re per­sön­li­che Frei­heit of­fen lie­ßen.

Krebs

Kreb­se sind ne­ben Skorpion-Ge­bo­re­nen die si­chers­ten Kan­di­da­ten für ei­ne Part­ner­schaft auf „im­mer und ewig“. Sie brau­chen ei­ne Fa­mi­lie, in der sie für die Si­cher­heit ih­rer Nach­kom­men sor­gen kön­nen. Wenn sie das ha­ben, ist ihr Le­ben er­füllt. Nun ist es aber auch so, dass vie­le Krebs-Ge­bo­re­ne – zum Teil so­gar gan­ze Ge­ne­ra­tio­nen – auch auf ei­nen star­ken Ura­nus ein­ge­hen müs­sen. Dann fällt ih­nen ihr Gelüb­de auf ewi­ge Treue schwer. Oft kommt es zu schwie­ri­gen Part­ner­schaf­ten bis hin zu tra­gi­schen Tren­nun­gen.

Lö­we

Der Lö­we ver­pflich­tet sich zu ei­ner Part­ner­schaft. Er braucht auch kei­ne Hin­ter­tü­ren, denn er steht zu dem, was er sagt und macht. Al­ler­dings setzt das vor­aus, dass man ihm, dem Lö­wen, sei­nen Raum lässt. Er muss auch in der engs­ten En­ge ei­ner Be­zie­hung Platz für sich sel­ber ha­ben. Sonst bricht er aus. Er braucht auch Re­spekt da­für, dass er auf sei­ne Frei­heit ver­zich­tet. Nur wenn gleich­zei­tig ein star­ker Ura­nus in sei­nem Horoskop steht, wird es schwie­rig.

Jungfrau

Jung­frau­en sind fle­xi­ble Zei­chen und be­sit­zen auch ei­ne fle­xi­ble Na­tur. Sie pas­sen sich den Ge­ge­ben­hei­ten an: Le­ben Sie in ei­ner Part­ner­schaft, die ih­re An­sprü­che er­füllt, ih­nen al­so Re­spekt, Lie­be, Si­cher­heit und, das na­tür­lich auch, ei­ne gu­te Por­ti­on Ero­tik bie­tet, dann bricht die Jungfrau viel­leicht ein­mal aus, aber kehrt wie­der reu­mü­tig zu­rück zum „Herd“und bleibt dann in al­ler Re­gel treu bis zum Le­bens­en­de. Lebt ei­ne Jungfrau aber mit ei­nem Men­schen zu­sam­men, der nicht treu ist, ver­fährt sie eben­so.

Waa­ge

Waa­ge-Ge­bo­re­ne sind Luft­zei­chen und da­her von ei­nem grö­ße­ren Quan­tum Frei­heit ab­hän­gig. Ei­ne Be­zie­hung, die sie ein­engt, ist un­er­träg­lich. Das be­deu­tet nicht, dass die Waa­ge nicht be­zie­hungs­fä­hig wä­re. Nein, im Ge­gen­teil, sie ist ei­ne Künst­le­rin der Lie­be. Aber ei­ne Be­zie­hung muss ihr Raum las­sen, ihr das Ge­fühl ge­ben, dass sie nicht fest­ge­bun­den, nicht ein­ge­sperrt ist. Dann kann sie so­gar ein Leb­tag lang mit ei­nem Men­schen zu­sam­men­le­ben, oh­ne zu flüch­ten.

Skorpion

Der Skorpion ist ein Mensch, der nur Bin­dun­gen ein­geht, die von Dau­er sind. Oh­ne sich des­sen selbst be­wusst zu sein, tes­tet er je­den Men­schen, der in sein Le­ben tritt auf sei­ne Bin­dungs­fä­hig­keit. Und er will nicht nur ei­nen Part­ner, son­dern ei­ne gan­ze Fa­mi­lie, sprich Kin­der; denn aus sei­ner Über­zeu­gung her­aus lebt der Mensch in sei­nen Kin­dern wei­ter. Pro­ble­me ent­ste­he­ne mit ihm als Part­ner eher da­durch, dass es dem an­de­ren zu eng wird und die­ser Flucht­ten­den­zen ent­wi­ckelt.

Schüt­ze

Schüt­ze-Ge­bo­re­ne kön­nen, wenn über­haupt, nur ei­ne lo­cke­re und of­fe­ne Part­ner­schaft füh­ren. Selbst wenn sie hei­ra­ten und ei­ne Fa­mi­lie grün­den, ist das der Grund­satz ih­rer Ver­bin­dung, näm­lich, je­der­zeit aus­tre­ten zu kön­nen und sich so­zu­sa­gen täg­lich neu zu ent­schei­den, ob man bleibt oder nicht. Trotz­dem ver­wei­len Schüt­zen nicht sel­ten ein Leb­tag lang mit ei­nem Men­schen zu­sam­men. Aber das be­deu­tet nur, dass sie bei ihm die Frei­heit fin­den, die für sie le­bens­not­wen­dig ist.

Steinbock

St­ein­bock­ge­bo­re­ne sind wie ein Fels in der Bran­dung – auch be­züg­lich ei­ner Part­ner­schaft. Wenn sie sich ein­las­sen, dann ist das wie ein Schwur, den sie von ih­rer Sei­te nie­mals bre­chen. Al­ler­dings gibt es auch vie­le Men­schen un­ter ih­nen, die zu­sätz­lich zu ih­rem Stern­zei­chen im Steinbock ei­nen star­ken Ura­nus be­sit­zen. Dann än­dert sich das Bild, aber es kön­nen so auch hef­ti­ge Be­zie­hungs­schwie­rig­kei­ten auf­tre­ten.

Wassermann

Für ei­nen Wassermann ist ei­ne Bin­dung auf „im­mer und ewig“wie ein Ge­fäng­nis, das er nie­mals frei­wil­lig be­tritt. Das be­deu­tet nicht, dass er nicht hei­ra­ten und kei­ne Fa­mi­lie grün­den will. Aber auch dann bleibt der Wassermann sei­ner Über­zeu­gung treu, und lässt sich nie ganz auf ei­ne Be­zie­hung ein, schafft sich Frei­räu­me, ver­bringt viel Zeit mit Freun­den oder ar­bei­tet ir­gend­wo an­ders, so­dass er die En­ge ei­ner Be­zie­hung nicht zu stark spürt.

Fi­sche

Fi­sche-Ge­bo­re­ne be­sit­zen die un­glaub­li­che Fä­hig­keit, selbst wenn sie auf al­le­rengs­tem Raum le­ben, ih­re in­ne­re Frei­heit nie ganz zu ver­lie­ren. In­so­fern kön­nen Fi­sche je­der­zeit in ei­ner Part­ner­schaft stran­den, selbst wenn sie auf al­le­rengs­tem Raum statt­fin­det. Das be­deu­tet aber auch, dass Fi­sche rich­ti­ge Nä­he nicht wirk­lich emp­fin­den, was wie­der­um ih­rem je­wei­li­gen Part­ner auf­stößt. Da­her ist ei­ne Part­ner­schaft mit ei­nem Fisch nicht ein­fach, was wie­der­um der Grund ist, dass vie­le Fi­sche-Ge­bo­re­ne al­lein le­ben.

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