The­ra­pie Mei­ne für Sie

Astrowoche - - Das Titelthema Der Woche -

Die fol­gen­den bei­den Übun­gen un­ter­stüt­zen Sie, mehr Ver­trau­en in ei­nen an­de­ren Men­schen zu er­lan­gen – ei­ne Gr­und­vor­aus­set­zung für ei­ne Part­ner­schaft. Am schöns­ten ist es, wenn man die­se bei­den Übun­gen ge­mein­sam mit sei­nem Part­ner oder we­nigs­tens mit ei­nem Men­schen durch­führt, der ei­nem am Her­zen liegt. Die­se Übun­gen wer­den re­gel­mä­ßig in vie­len Paarthe­ra­pi­en durch­ge­führt. Ich möch­te sie Ih­nen zu­nächst so be­schrei­ben, wie man sie mit ei­nem Part­ner durch­führt, und an­schlie­ßend Ih­nen auch ei­ne Mög­lich­keit nen­nen, wie Sie die­se Übun­gen al­lein durch­füh­ren kön­nen. Die Übung A geht fol­gen­der­ma­ßen: Sie und Ihr Part­ner be­stim­men zu­nächst, wer zu­erst ge­führt wird und wer da­bei die Füh­rung über­nimmt. Der Per­son, die zu­erst ge­führt wird, wer­den die Au­gen mit ei­nem Schal ver­bun­den. Dann nimmt der­je­ni­ge, der führt, den Part­ner an der Hand und führt ihn durch die Woh­nung oder, was viel auf­re­gen­der ist, ir­gend­wo drau­ßen in der Na­tur durch ei­nen Park oder viel­leicht so­gar ei­nen Wald. Der­je­ni­ge, der ge­führt wird, ist al­so voll­stän­dig auf den an­de­ren Men­schen an­ge­wie­sen. Er muss ihm ver­trau­en, muss sich aber auch ver­las­sen kön­nen. Nach ei­ner St­un­de wer­den die Rol­len ver­tauscht. Übung B: An­ge­nom­men, Sie und Ihr Part­ner füh­ren die­se Übung durch. Sie ste­hen auf­recht mit ge­schlos­se­nen Au­gen im Raum. Hin­ter Ih­nen be­fin­det sich Ihr Part­ner. Sie wis­sen nicht, wie nah er bei Ih­nen steht. Dann geht es dar­um, dass Sie sich nach hin­ten fal­len las­sen sol­len, und dass Sie Ihr Part­ner auf­fängt. Nur wenn man gro­ßes Ver­trau­en hat, wagt man, sich nach hin­ten fal­len zu las­sen, oh­ne sich durch ir­gend­wel­che Be­we­gun­gen ab­zu­fan­gen und sich so zu schüt­zen. Auch die­se Übung wird na­tür­lich eben­falls mit ver­tausch­ten Rol­len durch­ge­führt. Der Ein­wand, ein leich­ter Mensch kann ei­nen schwe­re­ren Men­schen nicht auf­fan­gen, ist un­rich­tig. Es kommt viel­mehr dar­auf an, wie na­he man sich an den Men­schen stellt, der nach hin­ten fällt. Bei­de Übun­gen las­sen sich auch in der Vor­stel­lung durch­füh­ren. Dann legt man sich auf den Rü­cken, ent­spannt sei­nen Kör­per, in­dem man ein paar­mal tief ein und aus­at­met und schließt dann die Au­gen. Jetzt stellt man sich vor, dass ein Mensch, den man schätzt, ei­nen an die Hand nimmt und führt. Ge­nau­so kann man sich vor­stel­len, dass man im Raum steht, sich nach hin­ten fal­len lässt und von dem Men­schen, der ei­nem wich­tig ist, auf­ge­fan­gen wird.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.