Sod­bren­nen ist nicht im­mer harm­los

Astrowoche - - Einfach Gesund -

Es liegt wohl an un­se­rer hek­ti­schen Le­bens­wei­se, dass in Deutsch­land je­der Drit­te über Sod­bren­nen klagt, bei dem der Ver­schluss-Mecha­nis­mus zwi­schen Ma­gen und Spei­se­röh­re ge­stört ist. Die Fol­gen: sau­res Auf­sto­ßen, bren­nen­der Schmerz hin­ter dem Brust­bein und in der Ma­gen­gru­be. Aber auch die See­le lei­det mit, ha­ben Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Ber­ke­ley her­aus­ge­fun­den. Nach ih­ren Er­kennt­nis­sen ist die hoch­sen­si­ble Spei­se­röh­re eng mit der See­le ver­knüpft. Das zeigt sich schon, wenn man vor Angst oder Auf­re­gung ei­nen Kloß im Hals zu spü­ren glaubt. Vor al­lem Men­schen, die ih­re Pro­ble­me her­un­ter­schlu­cken, re­agie­ren häu­fig mit see­lisch be­ding­ten Schluck­be­schwer­den. Die Me­di­zi­ner spre­chen dann vom „Glo­bus­ge­fühl“. Auch zu has­ti­ges und zu fet­tes Es­sen stört die Funk­ti­on der Spei­se­röh­re. Eben­so Al­ko­hol, Rau­chen und koffe­in­hal­ti­ge Ge­trän­ke kön­nen Ur­sa­che von Sod­bren­nen sein. Der Schließ­mus­kel ver­sagt dann sehr leicht und der sau­re Ma­gen­in­halt fließt in die Spei­se­röh­re zu­rück. De­ren emp­find­li­che Schleim­haut wird von der Ma­gen­säu­re so stark ge­reizt, dass ein schmerz­haft bren­nen­des Ge­fühl ent­steht. Da­bei kann es auch zu hef­ti­gen Ent­zün­dun­gen kom­men. Wer im­mer wie­der un­ter Sod­bren­nen lei­det, soll­te sich un­be­dingt ärzt­lich be­han­deln las­sen. Auf Dau­er be­steht näm­lich auch Krebs­ge­fahr. Me­di­zi­ner war­nen: Bei Le­ber­pa­ti­en­ten kön­nen durch Sod­bren­nen in der Spei­se­röh­re so­gar le­bens­ge­fähr­li­che Krampf­adern ent­ste­hen.

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