Ein Jahr des Frie­dens. Was zer­strit­ten war, ver­söhnt sich

Astrowoche - - Der AstroGipfel für 2017 -

2017 geht an die Son­ne. Das be­deu­tet, sie gibt den Ton an, be­stimmt in al­ler­ers­ter Li­nie, wo und wie es lang­geht. Man kann sich das so vor­stel­len, dass sie der Di­ri­gent und die an­de­ren Ge­stir­ne das Orches­ter sind. Na­tür­lich kommt es dann auch auf die­se Orches­ter an, was letzt­end­lich her­aus­kommt. Aber der Di­ri­gent be­stimmt das Tem­po und – das ganz be­son­ders – wel­ches Stück ge­spielt wird. Mit der Son­ne als Di­ri­gent wer­den zual­ler­erst ein­mal die Ei­gen­schaf­ten der ein­zel­nen Tier­kreis­zei­chen ver­stärkt – und zwar die po­si­ti­ven ge­nau­so wie die ne­ga­tiv. Es kommt dann auf je­den ein­zel­nen an, in wel­che Rich­tung er sich be­wegt, wo­hin er sich trei­ben lässt, ob mehr in die po­si­ti­ve oder die ne­ga­tiv Rich­tung. Das gilt für je­den ein­zel­nen Men­schen vom Tier­kreis­zei­chen Widder bis hin zu den Fi­schen. Das gilt na­tür­lich auch für die­je­ni­gen, die ganz oben sind, al­so un­se­re Re­gen­ten. In die­sem Zu­sam­men­hang kann es leicht pas­sie­ren, dass so man­cher das Son­nen­jahr da­hin­ge­hend miss­braucht, um wie all­zu­mal der Son­nen­kö­nig von Frank­reich sei­ne oh­ne­hin aus­ge­präg­ten Vor­stel­lun­gen ei­ner Re­gent­schaft noch maß­los aus­zu­bau­en. Das macht dann Angst, wenn man sich vor­stellt, ei­ner wie der rus­si­sche Pu­tin, der tür­ki­sche Er­do­gan oder jetzt der neue US-Prä­si­dent Trump wür­den dann nach ei­ner Re­gent­schaft über die gan­ze Welt schie­len. Dass dann in sei­nem „Orches­ter“noch ein Ura­nus im Widder und ein Plu­to im Steinbock mit­mischt, macht das gan­ze noch be­droh­li­cher. Ura­nus wür­de sich näm­lich ge­gen jeg­li­che Ty­ran­nei auf­leh­nen, Wi­der­stand, viel­leicht so­gar ei­nen Auf­stand an­zet­teln. Ge­nau dar­auf wür­de so ein Son­nen­kö­nig des 21. Jahr­hun­derts nur war­ten, um nach Plu­to als ei­ne Art Höl­len­hund zu ru­fen. Der Auf­stand wür­de in ei­nem Blut­bad en­den. Sa­turn, der im Zei­chen Schütze steht, wür­de da­für die ideo­lo­gi­sche Le­gi­ti­mi­tät ab­ge­ben. Dem Him­mel sei Dank exis­tiert auch Ju­pi­ter. Er be­fin­det sich bis in den Ok­to­ber hin­ein im Zei­chen Waa­ge. Er macht Hoff­nung. Er ist 2017 der Pro­phet für Frie­den. So­lan­ge die­ser Pla­net in der Waa­ge steht, bleibt es bei klei­ne­ren Schar­müt­zeln und beim Sä­bel­ge­ras­sel der ver­schie­de­nen selbst er­nann­ten Son­nen­kö­ni­ge und -kö­ni­gin­nen. Die­ser Ju­pi­ter zieht dann im Herbst in das Zei­chen Skorpion. Da­vor wird mir Angst und Ban­ge. Die­ser Ju­pi­ter scheut sich nicht vor ei­nem grö­ße­ren Krieg. Es kommt al­so voll und ganz dar­auf an, ob es die­sem Ju­pi­ter, so­lan­ge er im Tier­kreis­zei­chen Waa­ge steht, ge­lingt, die Be­reit­schaft zum Frie­den der­ma­ßen zu stär­ken, dass er auch die Zeit über­lebt, in der Ju­pi­ter durch den Skorpion wan­dert. Jetzt aber ge­nug mit welt­po­li­ti­sche Ana­ly­sen. Neh­men wir im zwei­ten Teil die­ser Jah­res­vor­schau auf Sie Be­zug, ei­nen Men­schen, der zum Welt­ge­sche­hen nichts bei­tra­gen wird. Was be­wirkt al­so die­ser Ju­pi­ter in der Waa­ge für je­den ein­zel­nen? Er stärkt pri­mär die Lie­be. Das ist die gro­ße Bot­schaft des Pla­ne­ten Ju­pi­ter in der Waa­ge: Die Lie­be ist ein Him­mels­ge­schenk. Ju­pi­ter sorgt da­für, dass sie je­dem Men­schen zu­teil wird, der nach ihr trach­tet. In­so­fern soll­te es spä­tes­tens im Som­mer 2017 nie­man­den mehr ge­ben, der sich nach ei­ner Be­zie­hung, ei­ner Part­ner­schaft, ei­ner Ehe, ei­ner Fa­mi­lie sehnt. Sie al­le wer­den glück­lich sein, weil Sie ge­fun­den ha­ben, was Sie sich wün­schen. Ei­ne wei­te­re herr­li­che Fol­ge von Ju­pi­ter in der Waa­ge wird sein, dass zer­strit­te­ne Be­zie­hun­gen wie­der Frie­den fin­den. Da­zu ge­hört auch, dass Paa­re, die sich ge­trennt ha­ben, wie­der zu­sam­men­fin­den. 2017 wird das gro­ße Jahr der Ver­söh­nung. So­gar sol­che Part­ner, die ei­ne Schei­dung hin­ter sich ha­ben, kön­nen jetzt durch ei­ne er­neu­te Hei­rat von vor­ne be­gin­nen. Das drit­te Sze­na­rio, das Ju­pi­ter in der Waa­ge bie­tet, be­trifft das span­nen­de The­ma „See­len­part­ner“. Da­zu zu­nächst ein klei­ner Aus­flug in die My­tho­lo­gie: Ju­pi­ter – oder wie er bei den Rö­mern hieß – Zeus, war der obers­te Gott. Er thron­te über den Wol­ken auf dem Berg Olymp in Grie­chen­land und in ei­ner ent­spre­chend ab­ge­ho­be­nen Re­gi­on bei der Rö­mern. Von Zeit zu Zeit trieb es die­sen Gott aber her­un­ter auf die Er­de und un­ter die Men­schen. Dann lieb­te er ei­ne sterb­li­che Frau, wie zum Bei­spiel Le­da oder Alk­me­ne. War­um ich Ih­nen das er­zäh­le? Weil dann, wenn Ju­pi­ter wie 2017 in der Waa­ge ist, et­was ganz Ähn­li­ches pas­sie­ren wird, näm­lich, dass We­sen auf­tau­chen, die die­sem Gott Ju­pi­ter äh­neln. An­ge­nom­men, Sie sind ei­ne Frau, dann kann es gut sein, dass Ih­nen 2017 ein Mann be­geg­net, der Sie, um es ein­mal et­was sa­lopp zu for­mu­lie­ren, schlicht­weg um­haut. Sie sind hin und weg. Sind Sie wie­der­um ein Mann, pas­siert Ih­nen das glei­che mit ei­ner Frau. Mit an­de­ren Wor­ten: Sie ver­lie­ben sich un­sterb­lich. Aber – und jetzt kommt der sprin­gen­de Punkt –, dar­aus ent­steht kei­ne Part­ner­schaft, son­dern ei­ne be­son­de­re Lie­be. Sie ist ei­ner­seits sehr leid­voll, weil man ja die­sen so ge­lieb­ten Men­schen nicht an sei­ner Sei­te hat. An­de­rer­seits aber kommt es zu ei­ner hö­he­ren Lie­be. Man ist sich na­he, ja ver­schmilzt mit­ein­an­der, ob­wohl man viel­leicht tat­säch­lich hun­der­te von Ki­lo­me­tern von­ein­an­der ent­fernt ist. Der­ar­ti­ge Him­mels­lie­ben sind im kom­men­den Jahr 2017 so häu­fig wie sonst nie. Und weil die­se Lie­be ja nicht tat­säch­lich re­al, son­dern so­zu­sa­gen im Geis­tig-See­li­schen statt­fin­det, ist es auch oh­ne wei­te­res mög­lich, dass man ne­ben sei­ner „nor­ma­len“Part­ner­schaft noch die­se Him­mels­lie­be – oder wie sie auch ger­ne ge­nannt wird – See­len­lie­be ein­geht.

Erich Bau­er

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