Schlag­an­fall – im­mer öf­ter trifft es Jün­ge­re

Astrowoche - - Einfach Gesund -

Bis­her war das Ri­si­ko, ei­nen Schlag­an­fall zu er­lei­den, für Men­schen zwi­schen 60 und 70 Jah­ren am höchs­ten. Doch in kaum fünf Jah­ren ist der An­teil der 20- bis 45-Jäh­ri­gen un­ter den Hirn­schlag­op­fern um fast zehn Pro­zent ge­stie­gen, stell­ten Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät in Cin­cin­na­ti fest. Im glei­chen Zei­t­raum nah­men die Er­kran­kungs­zah­len der äl­te­ren Men­schen deut­lich ab. Weil die Al­ten in letz­ter Zeit ge­sün­der le­ben. Im Ge­gen­satz zu den Jün­ge­ren, die sich be­den­ken­los er­näh­ren und oft kaum noch be­we­gen. Kein Wun­der, dass bei den jün­ge­ren Schlag­an­fall­op­fern haupt-säch­lich Über­ge­wicht und Blut­hoch­druck die Ur­sa­chen sind, war­nen die Wis­sen­schaft­ler. Die Sym­pto­me ei­nes Schlag­an­falls un­ter­schei­den sich nicht nach Al­ters­grup­pen. Auch jun­ge Pa­ti­en­ten kla­gen nach dem Schlag­an­fall über Halb­sei­ten­läh­mun­gen. Sie müs­sen al­so wie­der Ge­hen und Ste­hen ler­nen, ha­ben Sprach- und Sprech­stö­run­gen. Hin­zu kom­men Schluck­stö­run­gen und häu­fig auch Kon­ti­nenz­pro­ble­me da­zu. Die gro­ße Zahl der Schlag­an­fäl­le un­ter 45 sei scho­ckie­rend, sagt Neu­ro­lo­ge Brett Kis­se­la von der Uni­ver­si­tät Cin­cin­na­ti. Das sei nur mit der äu­ßerst un­ge­sun­den Le­bens­wei­se vie­ler jun­ger Men­schen zu er­klä­ren. Der Wis­sen­schaft­ler for­dert vor al­lem die Ärz­te in den In­dus­trie­staa­ten auf, die Ri­si­ko­fak­to­ren ei­nes Schlag­an­falls schon jun­gen Pa­ti­en­ten zu er­läu­tern. Die ste­tig wach­sen­de Zahl der jun­gen Schlag­an­fall­to­ten müs­se ein Weck­ruf sein.

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