Ma­gi­sche Ge­schich­ten.

Mein ver­stor­be­ner Hund kam mir nachts zu Hil­fe.

Astrowoche - - Inhalt -

Ich lie­be Hun­de über al­les, lei­der ha­be ich seit ein paar Jah­ren we­der die Zeit noch die räum­li­chen Mög­lich­kei­ten, um ei­nem Hund das rich­ti­ge Zu­hau­se zu ge­ben. Ja­cky hieß mein letz­ter Hund, ein treu­er und wun­der­vol­ler Be­glei­ter, den ich heu­te noch ver­mis­se. Als er da­mals starb, war ich am Bo­den zer­stört. Vor ei­nem Jahr ist mir fol­gen­de Ge­schich­te pas­siert: Ich hat­te in der Stadt ei­ne be­ruf­li­che Ver­an­stal­tung be­sucht, es war spät. Die S-Bahn er­wisch­te ich zwar noch, der letz­te Bus war al­ler­dings schon weg und so muss­te ich ein or­dent­li­ches Stück zu Fuß zu­rück­le­gen. Die meis­te Zeit ging es an Häu­sern ent­lang, Stra­ßen­lam­pen er­leuch­te­ten den Weg. Doch dann kam die Pas­sa­ge, wo ich an ei­nem klei­nen Park vor­bei muss­te, hier gab es kei­ne Häu­ser mehr, es war auch ziem­lich dun­kel. Nie­mand war mehr un­ter­wegs, kein Au­to kam vor­bei. Um­so deut­li­cher hör­te ich ir­gend­wann hin­ter mir das Ge­räusch von Schrit­ten. Ich blick­te mög­lichst un­auf­fäl­lig zu­rück, es war of­fen­sicht­lich ein kräf­ti­ger Mann. Ich ging ein biss­chen schnel­ler und mir rutsch­te das Herz in die Ho­se, als ich merk­te, dass die Schrit­te hin­ter mir eben­falls be­schleu­nig­ten. Das konn­te kein Zu­fall sein, mir droh­te Ge­fahr. Ich kam im­mer mehr au­ßer Atem, mein Herz ras­te. Ich muss­te in die­sem Mo­ment an Ja­cky den­ken, den kräf­ti­gen Ter­ri­er, der mich be­stimmt be- schützt hät­te. Ach Ja­cky, wenn du mir nur hel­fen könn­test, ging mir durch den Kopf. Der Mann hin­ter mir hat­te im­mer wei­ter auf­ge­holt, ich dreh­te mich in­stink­tiv um und blieb ste­hen. In dem Mo­ment ra­schel­te es ne­ben mir im Ge­büsch und knurr­te. In der Stil­le der Nacht gab es kei­nen Zwei­fel, das war ein­deu­tig ein ag­gres­si­ves Knur­ren. Das merk­te of­fen­sicht­lich auch der Un­be­kann­te, er starr­te auf ei­ne be­stimm­te Stel­le im Ge­büsch, dann dreh­te er sich um und lief ei­lig in die an­de­re Rich­tung da­von. Auch ich mach­te, dass ich wei­ter kam. Ich ha­be bis heu­te kei­ne Ah­nung, was das war, ich glau­be, es war mein Ja­cky, der mir bei­ge­stan­den hat.

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