Die Traum-Bot­schaf­ten der Rauh­näch­te.

In den Ta­gen zwi­schen den Jah­ren gibt es zwölf Rauh­näch­te, in de­nen wir be­son­ders emp­fäng­lich für Bot­schaf­ten aus der geis­ti­gen Welt sind. Wie wir die­se mit Ora­keln oder aus Träu­men ab­ru­fen kön­nen, er­klärt Jean­ne Ru­land, die dar­über auch ein Buch („Mein R

Astrowoche - - Vorderseite -

Rauh­näch­te sind Ora­kel­näch­te. Ora­kel gal­ten in der vor­christ­li­chen Zeit als die ver­brei­tets­te Form der Vor­aus­schau. In frü­he­ren Zei­ten zeig­ten die Ru­nen den Weg. Auch heu­te noch ken­nen wir vie­le Ora­kel. Wir kön­nen ein Me­di­um be­fra­gen, Kar­ten, Ru­nen­stei­ne oder Gum­mi­bär­chen zie­hen, ein Buch an be­lie­bi­ger Stel­le auf­schla­gen usw. Ora­kel jeg­li­cher Art zei­gen im­mer nur Ten­den­zen, die sich aus dem ge­gen­wär­ti­gen Mo­ment er­ge­ben. So­bald ich an­de­re Ent­schei­dun­gen tref­fe, kann sich mein Weg än­dern. Rauh­näch­te sind die rich­ti­ge Zeit, um ein Ora­kel ab­zu­ru­fen. Wäh­le da­zu erst ein­mal ei­ne Ora­kel­form aus. Du kannst dir vor­her ein The­ma oder ei­ne Fra­ge über­le­gen oder fra­gen, was für dich und dei­ne Le­bens­si­tua­ti­on jetzt wich­tig ist. Du kannst ei­ne Le­ge­me­tho­de wäh­len, z. B. ei­ne Ta­ges­kar­te und drei Kar­ten für die Ver­gan­gen­heit, Ge­gen­wart und Zu­kunft zie­hen. Hal­te dei­ne Hand über die Ru­nen, das Tarot oder Ora­kel und sprich ein Ge­bet. Du kannst dei­ne Kar­ten so lan­ge mi­schen, bis ei­ne Kar­ten von al­lei­ne her­aus­fällt, oder mit dei­ner Hand über die aus­ge­fä­cher­ten Kar­ten fah­ren und schau­en, wo es warm wird und die­se Kar­te zie­hen. Las­se die Kar­te auf dich wir­ken. Ver­su­che, die Kar­te nicht nur ver­stan­des­mä­ßig zu er­fas­sen, son­dern auch ge­fühls­mä­ßig. Du kannst die Kar­ten z. B. an dein Herz le­gen und die Ener­gie mit ge­schlos­se­nen Au­gen in dich auf­neh­men. Viel­leicht be­kommst du ein Bild oder ei­nen Im­puls da­zu. No­tie­re dir die Bot­schaft des Ora­kels. Be­dan­ke dich für das, was du er­fah­ren konn­test. Auch in Träu­men kön­nen wir ähn­lich wie ein Ora­kel ei­ne Bot­schaft be­kom­men. Die Träu­me in den Rauh­näch­ten sind da­bei be­son­ders auf­ge­la­den. Am Tag kön­nen wir bis in den Him­mel schau­en, in der Nacht in die un­end­li­chen Wei­ten des Alls. In Ha­waii be­ginnt der Tag mit dem Abend, da man dort da­von aus­geht, dass wir zu­erst in den geis­ti­gen Raum ein­tre­ten und dann mit dem Mor­gen in die ma­te­ri­el­le Wirk­lich­keit. Wir kön­nen uns im Träu­men schu­len, denn wir träu­men al­les, be­vor es ge­schieht.

Al­les ist ein Traum, die un­ter­schied­li­chen Wirk­lich­kei­ten sind mit­ein­an­der ver­knüpft. Je­der von uns träumt, ob es ei­nem nun be­wusst ist oder nicht. Was die we­nigs­ten wis­sen, ist, dass auch Tie­re und Pflan­zen träu­men. Fast al­le Men­schen, be­son­ders Kin­der, ken­nen Alb­träu­me und Er­in­ne­run­gen an Träu­me. Ge­ra­de in den Rauh­näch­ten ist es in­ter­es­sant, sei­ne Träu­me zu be­ach­ten – so­wohl die Träu­me in der Nacht als auch die sub­ti­len Traum­im­pul­se wäh­rend des Ta­ges, wenn un­ser Be­wusst­sein ab­schweift. Ein paar Hin­wei­se für die Vor­be­rei­tung auf die Nacht: Kein Fern­se­hen, kein Han­dy, kein Al­ko­hol vor dem Zu-Bett-Ge­hen. Wa­sche dei­ne Fü­ße und spü­re, wie al­les, was sich in dei­nem Ener­gie­kör­per an­ge­sam­melt hat, ab­fließt. Öle dei­ne Fü­ße ein und hal­te sie warm. Ent­zün­de ei­ne Ker­ze und be­trach­te ihr Licht fünf Mi­nu­ten lang. Nun las­se den Tag ge­dank­lich rück­wärts ab­spu­len, bis zum Mor­gen, als du auf­ge­stan­den bist: Was hast du ge­macht? Was hast du ge­dacht? Was hängt dir noch nach? Was war der Se­gen die­ses Ta­ges? In­dem du die Erlebnisse des Ta­ges vor dem Schla­fen­ge­hen auf­ar­bei­test, hast du in der Nacht für an­de­re Din­ge Zeit. At­me ein paar Mal tief aus und ein und stel­le dir vor, wie über die At­mung fri­sche Ener­gie ein­strömt und al­le An­span­nung des Ta­ges dein Ener­gie­sys­tem ver­lässt. Ver­bin­de dich über ein Ge­bet oder ei­ne Me­di­ta­ti­on mit der geis­ti­gen Welt, dei­nen En­geln, Meis­tern, Leh­rern. Bit­te sie, dich in der Nacht zu füh­ren oder dir ei­ne Ant­wort auf ei­ne be­stimm­te Fra­ge zu sen­den.

Schaue vor dem Schlaf in ei­nen kla­ren Kris­tall. Die fein­stoff­li­che Sub­stanz, die al­les mit­ein­an­der ver­bin­det, ist kris­tal­lin. Stel­le dir vor, wie sich im Kris­tall ein Au­ge öff­net. Hal­te dir die Vor­stel­lung, bis du ein­schläfst. Wenn du am Mor­gen auf­wachst, las­se zu­nächst die Au­gen ge­schlos­sen und spei­che­re ab, woran du dich noch er­in­nern kannst – Ge­füh­le, Hel­lig­keit, Ord­nung, Men­schen, Tie­re – und schrei­be es auf. Träu­men kann man ler­nen.

Jean­ne Ru­land „Mein Rauh­nacht-Be­glei­ter“Schirner Ver­lag ISBN 978-38434-1247-6 Home­page der Au­to­rin: www.shan­ti­la.de

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