All­gei­ers Astro­wis­sen.

Die Son­ne steht im Horoskop für un­se­re Ent­fal­tungs­chan­cen. Je nach Stern­zei­chen, das durch die Jah­res­zeit und eben den Son­nen­stand be­stimmt wird, sind die­se Ent­fal­tungs­kräf­te sehr un­ter­schied­lich. Ne­ben den un­ter­schied­li­chen Stern­zei­chen ge­ben die Aspek­te

Astrowoche - - Inhalt - von Micha­el All­gei­er

Ler­nen Sie mit Micha­el All­gei­er die Astro­lo­gie ken­nen.

Die Son­ne be­steht aus glü­hen­den Ga­sen und in ih­rem Mit­tel­punkt herr­schen Tem­pe­ra­tu­ren von über 15 Mil­lio­nen Grad. Ih­re Aus­strah­lung von Licht und Wär­me spen­det auf der Er­de die rich­ti­ge Tem­pe­ra­tur, da­mit sich Le­ben ent­fal­ten kann. Un­se­re Son­ne, der größ­te, hei­ßes­te und am stärks­ten leuch­ten­de Him­mels­kör­per in un­se­rem Son­nen­sys­tem. Mehr noch, durch ih­re An­zie­hungs­kraft hält sie die Er­de und die an­de­ren Pla­ne­ten des Son­nen­sys­tems auf ih­ren Bah­nen. Sie or­ga­ni­siert und ord­net qua­si un­ser Son­nen­sys­tem. Da­bei spielt sie die un­um­strit­te­ne Haupt­rol­le. Nur zu ver­ständ­lich, dass die Son­ne von fast al­len Zi­vi­li­sa­tio­nen und Kul­tu­ren zur wich­tigs­ten Gott­heit am Him­mel er­ho­ben wur­de. Sie ver­kör­pert das schöp­fe­ri­sche, gött­li­che Prin­zip. Son­nen­gott Ra bei den Ägyp­tern, Su­rya bei den Hin­dus, He­li­os oder spä­ter Apoll bei den Grie­chen. Mit sei­nem feu­ri­gen Pfer­de­ge­spann lenk­te er täg­lich das Son­nen­licht über das Fir­ma­ment und kre­ierte den Satz: „Mensch, er­ken­ne dich selbst“. Er­ken­ne dein son­nen­haf­tes We­sen, dei­nen glü­hen­den Kern. Er­ken­ne, wie du ge­meint bist.“Auf dem Weg der Selbst­er­kennt­nis hilft uns die Astro­lo­gie ein gu­tes Stück wei­ter. Die Son­ne, das Haupt­licht im Horoskop, stellt die pro­mi­nen­tes­te Kraft dar und scheint durch al­le an­de­ren Pla­ne­ten­kräf­te durch. So gibt das Son­nen­zei­chen, un­ser Stern­zei­chen, Aus­kunft über un­se­re Grund­kraft. Son­nen­haf­te Men­schen brau­chen Raum, da­mit sich ih­re Aus­strah­lung ent­fal­ten kann. Bei ih­nen fin­den sich an­ste­cken­de Le­bens­freu­de, Her­zens­wär­me und ein star­kes Selbst­be­wusst­sein. Sie sind di­rekt, ehr­lich und auf­rich­tig und vol­ler Freu­de an der Schöp­fung und ih­rer ei­ge­nen krea­ti­ven Schöp­fer­kraft. Wo viel Licht, da auch viel Schat­ten, und der fin­det sich bei ne­ga­tiv ge­leb­ter Son­nen­en­er­gie in Ar­ro­ganz, Hoch­mut und Stolz. Sol­che Men­schen se­hen sich als Na­bel der Welt, neh­men Kri­tik sehr per­sön­lich und ihr Ego­is­mus ver­hin­dert ech­te Nä­he. Im Son­nen­jahr 2017 kön­nen al­le Zei­chen ihr Haupt­the­ma be­son­ders in­ten­siv er­strah­len las­sen oder an ih­ren per­sön­li­chen Schat­ten­sei­ten wach­sen. Am stärks­ten ent­fal­tet die Son­ne ih­re Strahl­kraft im Feu­er­zei­chen Löwe, ih­rem Do­mi­zil. Vom 23. Ju­li bis 23. Au­gust scheint die Son­ne zwar nicht mehr am längs­ten, aber die Ta­ge sind oft am hei­ßes­ten. Im Widder steht sie er­höht, al­so auch sehr kräf­tig. Mit Früh­lings­an­fang be­ginnt das as­tro­lo­gi­sche Jahr. Astro­lo­gisch ge­se­hen geht mit dem Zei­chen Widder die Son­ne auf und der Widder setzt mit sei­ner Dy­na­mik den ge­sam­ten Tier­kreis in Be­we­gung. Im ge­gen­über­lie­gen­den Zei­chen Waage geht die Son­ne un­ter. Nach den klas­si­schen Wür­den steht sie dort im Fall, al­so eher schwach. Waage-Men­schen brau­chen ein Ge­gen­über als Spie­gel, um sich selbst zu fin­den. Die Ich-Kräf­te ste­hen der Waage nicht un­mit­tel­bar zur Ver­fü­gung. Im Exil be­fin­det sie sich im Wassermann, dem Op­po­si­ti­ons­zei­chen des Lö­wen. Te­am­play­er Wassermann kon­tra Chef Löwe. Von der Wer­tig­keit sind al­le 12 Tier­kreis­zei­chen gleich und bau­en dy­na­misch auf­ein­an­der auf, auch wenn ein Löwe-Ge­bo­re­ner sein Zei­chen als Krö­nung der Schöp­fung emp­fin­det. Ih­re Grund­ener­gie schöp­fen Sie aus dem Zei­chen, in dem die Son­ne steht. Das Haus, in dem sie sich be­fin­det, gibt Ih­nen Aus­kunft über Ih­re Her­zens­an­ge­le­gen­hei­ten. Die Ver­bin­dun­gen, die Ih­re Son­ne zu an­de­ren Pla­ne­ten hat, zei­gen an, wie be­last­bar, aber auch wie be­las­tet Ih­re Son­nen­kraft ist. Kurz, die Son­ne gibt das Le­bens­the­ma vor und al­le an­de­ren pla­ne­ta­ren Prin­zi­pi­en und Stel­lun­gen im Horoskop zei­gen an, wie wir das ver­wirk­li­chen kön­nen. Auf kör­per­li­cher Ebe­ne spie­gelt sich das Son­nen­prin­zip am deut­lichs­ten im Her­zen. So­lan­ge das Herz schlägt, ist Le­ben im Kör­per, in wel­cher Form auch im­mer. So­lan­ge die Son­ne auf die Er­de scheint, wird Le­ben sein. Die kör­per­li­chen Son­nen­strah­len bil­den

die Ar­te­ri­en, sie trans­por­tie­ren den wert­vol­len Le­bens­saft Blut in den Kör­per. Nicht nur Pflan­zen, auch Tie­re und Men­schen „ste­hen voll im Saft“, wenn ih­re Le­bens­en­er­gie und Zeu­gungs­kraft of­fen­sicht­lich ist. Wenn et­was von Her­zen kommt, kommt es ehr­lich aus der Mit­te. Es muss von Her­zen kom­men, wenn es auf Her­zen wir­ken soll, nur dann wirkt es au­then­tisch. Her­zens­an­ge­le­gen­hei­ten spei­sen un­se­ren Le­bens­mo­tor. Und so ver­wun­dert es auch nicht, dass es uns das Herz bricht, wenn ei­ne Lie­be zu En­de geht oder ein an­de­rer Schick­sals­schlag die ei­ge­ne Son­ne ver­dun­kelt. Wer an ge­bro­che­nem Her­zen lei­det, fühlt sich nie­der­ge­schla­gen, de­pri­miert und leer. Kei­ne Son­nen­en­er­gie vor­han­den. Um ge­sund zu blei­ben, ge­hört ei­ne stim­mi­ge Le­bens­füh­rung aus dem Her­zen her­aus un­be­dingt da­zu. Nur wo die Son­ne scheint, herrscht Le­ben. So denkt die Astro­lo­gie, wie im Gro­ßen, so im Klei­nen. Nut­zen Sie in die­sem Jahr die Son­nen­en­er­gie und schi­cken Sie war­me, strah­len­de Ener­gie in Ihr Herz. Vi­sua­li­sie­ren Sie, wenn Sie mö­gen, wie die­se Ener­gie wie­der von in­nen her­aus Ihr Um­feld er­strah­len lässt. Un­se­re Au­gen, die Son­nen un­se­rer Sin­nes­wahr­neh­mun­gen, zei­gen uns über­deut­lich an­hand ih­rer Si­gna­tur von Aug­ap­fel, Iris und Pu­pil­le die Ana­lo­gie zur Son­ne. Über ih­re Son­nen­haf­tig­keit kön­nen wir Licht und Far­ben er­ken­nen und die Schön­heit der Schöp­fung se­hen. Wenn uns im Her­zen die Son­ne auf­geht, fan­gen die Au­gen eben­so zu strah­len an. „Wär nicht das Au­ge son­nen­haft, die Son­ne könnt es nie er­bli­cken“, er­kann­te schon Goe­the. Er war tief ver­traut mit der eso­te­ri­schen Sicht­wei­se und so for­mu­lier­te er wei­ter: „Läg nicht in uns des Got­tes eig­ne Kraft, wie könnt uns Gött­li­ches ent­zü­cken.“Der Got­tes­fun­ke blinkt und blitzt in je­der ein­zel­nen Zel­le. Je­de Zel­le birgt mit dem Zell­kern ih­re ei­ge­ne, klei­ne Son­ne in sich. Das as­tro­lo­gi­sche Pik­to­gramm der Son­ne, ein Kreis mit ei­nem Punkt in der Mit­te, sieht auch aus wie ei­ne Zel­le. Ge­nau die­ses Zei­chen fin­den wir auch auf Stra­ßen­schil- dern. Hier geht es zum Zen­trum, zur Stadt­mit­te. Frü­her war das au­to­ma­tisch auch der Sitz des Stadt­ober­haup­tes, des Kö­nigs. Da, wo un­se­re Son­ne steht, möch­ten auch wir Kö­nig sein. Ein wei­te­res so­la­res Prin­zip fin­den wir in der Wir­bel­säu­le, dem Zen­trum un­se­res ge­sam­ten Kno­chen­auf­baus. Sie drückt un­se­re Auf­rich­te­kraft und da­mit un­ser Selbst­be­wusst­sein aus. Sich zei­gen und wir­ken, das er­mög­licht uns auch die Son­ne des Mus­kel­sys­tems, der Tra­pez­mus­kel. Der gro­ße, in al­le Rich­tun­gen aus­strah­len­de Rü­cken­mus­kel lässt uns das Haupt er­he­ben und be­fä­higt uns die Brust raus­zu­stre­cken, in­dem wir die Schul­ter­blät­ter zu­sam­men­zie­hen kön­nen. Er hat noch vie­le wei­te­re Funk­tio- nen und ar­bei­tet eng mit der um­lie­gen­den Rü­cken­mus­ku­la­tur zu­sam­men. Auch hier mer­ken wir die en­ge Ver­bin­dung der Son­ne zum Zei­chen Widder. Die Mus­ku­la­tur im All­ge­mei­nen wird astro­lo­gisch dem Widder zu­ge­ord­net. Dort gel­ten sie als Or­te der Kör­per­kraft und Durch­set­zung. In man­chen Zei­ten ver­düs­tert sich die Son­ne auch der hells­ten Men­schen. Das ist ca. al­le 7 Jah­re der Fall, wenn der lau­fen­de Sa­turn ent­we­der ei­ne Kon­junk­ti­on, ein Qua­drat oder ei­ne Op­po­si­ti­on zu un­se­rer Ge­burts­son­ne bil­det. Das fühlt sich in et­wa so an, als stün­de un­se­re Ge­burts­son­ne un­ter ei­ner tie­fen schwar­zen Wol­ke, was na­tür­lich ih­re Strahl­kraft für ei­ni­ge Zeit er­heb­lich ein­schränkt. Plötz­lich zieht man sich un­ter sol­chen Tran­siten mehr als sonst zu­rück, taucht so­zu­sa­gen in die In­nen­welt ab und wälzt zeit­wei­se schwe­re Pro­ble­me. Aber, dies kann ei­ne sehr gu­te und vor al­lem wert­vol­le Zeit sein, die mit den Jah­res­zei­ten Som­mer und Win­ter ver­gleich­bar ist. Im Som­mer strahlt die Son­ne, ist warm und treibt die Men­schen nach au­ßen in ein äu­ßer­li­ches, oft ober­fläch­li­ches Le­ben. Das än­dert sich im Win­ter, wenn sich die Son­ne zu­rück­zieht, über­deckt wird. Jetzt strahlt un­se­re Son­ne im bes­ten Fal­le nach in­nen. So sind auch al­le Men­schen und ih­re Son­nen von Ge­burt an ver­schie­den, nicht bes­ser und nicht schlech­ter, ein­fach nur an­ders.

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