Neue Stu­die Gu­te Ge­dan­ken ma­chen Sie ge­sund!

Astrowoche - - Vorderseite -

Rü­cken­pro­ble­me kön­nen sehr schmerz­haft sein und das Le­ben be­ein­träch­ti­gen. Bei äl­te­ren Men­schen kön­nen Ver­schleiß­er­schei­nun­gen an der Wir­bel­säu­le und Band­schei­ben­vor­fäl­le die Ur­sa­che sein. Doch nach neu­es­ten Un­ter­su­chun­gen wur­de fest­ge­stellt, dass zahl­rei­che Pa­ti­en­ten kei­ne Schmer­zen ha­ben. So­gar 50 bis 60 Pro­zent der chro­ni­schen Rü­cken­kran­ken wei­sen kei­nen pas­sen­den Be­fund auf.

Bei der Dia­gno­se „Rü­cken“spie­len zwei Fak­to­ren ei­ne Rol­le: der Rü­cken und das Ge­hirn. Denn Schmerz ent- steht im Kopf. Ge­dan­ken und Ge­füh­le tra­gen stark da­zu bei, wie sehr man Rü­cken­schmer­zen wahr­nimmt. Und dort set­zen Ärz­te jetzt an: Sie wol­len er­rei­chen, dass der Schmerz erst gar nicht im Kopf an­kommt. Und ver­su­chen, so weit es geht ei­ne Ope­ra­ti­on zu um­ge­hen.

Ein­sa­me oder de­pres­si­ve Men­schen neh­men zum Bei­spiel die Schmerz­ver­ar­bei­tung ganz an­ders wahr als see­lisch sta­bi­le Men­schen. Man­che Kli­ni­ken ha­ben ein um­fas­sen­des Konzept ent­wi­ckelt, um die Selbst­hei­lungs­kräf­te zu ak­ti­vie­ren. Da­zu ge­hö­ren ne­ben kon­ven­tio­nel­len Mas­sa­gen, Me­di­ka­men­ten, Sprit­zen, Be­we­gung, Ent­span­nung, Kräf­ti­gungs­übun­gen vor al­lem men­ta­le Stra­te­gi­en. – Po­si­ti­ves Den­ken ist sehr wich­tig. Denkt der Pa­ti­ent, er hat was Schlim­mes und er darf kei­nen Sport mehr trei­ben, soll­te er so­fort ge­gen­steu­ern und sich sa­gen: „Ich ver­su­che es mal.“Gar nicht erst ins ne­ga­ti­ve Den­ken ge­ra­ten, denn Schmerz­be­wäl­ti­gung hilft hei­len. – Das Schmerz­ge­dächt­nis aus­trick­sen. Chro­ni­sche Rü­cken­schmer­zen, die sich ins Ge­hirn ein­ge­brannt ha- ben, kann man auch wie­der ver­ban­nen. Die ein­fachs­te Me­tho­de ist es, sich ab­zu­len­ken. Man soll­te sich auf das Schö­ne kon­zen­trie­ren, ein Kon­zert be­su­chen oder mit Freun­den es­sen ge­hen. Ne­ben­bei ein Schmerz­pro­to­koll füh­ren hilft, die Ur­sa­che zu fin­den. – Die An­ti-Stress-The­ra­pie. Vie­le Rü­cken­schmer­zen wer­den durch Ver­span­nun­gen aus­ge­löst. Da­ge­gen hel­fen Yo­ga oder au­to­ge­nes Trai­ning. Man lernt da­bei, sei­nen Kör­per zu be­herr­schen und man über­nimmt in je­der Form die Kon­trol­le.

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