Fin­ger-Yo­ga ge­gen Trau­rig­keit.

War­um sind Mu­d­ras – das sind en­er­gie­len­ken­de Hand­hal­tun­gen aus dem Yo­ga – beim Lö­sen von Blo­cka­den so wir­kungs­voll? Wenn wir die Fin­ger auf be­stimm­te Wei­se hal­ten, wird der Fluss des Pra­na, der Energie um­ge­lei­tet. Wie die hei­len­de Energie dort­hin ge­rich­te

Astrowoche - - Inhalt -

In die­sem Teil aus Swa­mi Sa­ra­da­n­an­das Buch „Ent­de­cke die Kraft der Mu­d­ras“liegt der Fo­kus auf Hand­ges­ten, die ge­gen Ein­sam­keit und Trau­er hel­fen.

PADMA MUDRA. LOTOS-GES­TE

Die Hän­de ah­men in die­ser Ges­te das Auf­blü­hen ei­ner Lo­tos­blu­me nach – und da­mit die Öff­nung des Herz­cha­kra. So wie die Lo­tos­blu­me, die un­be­rührt von Schmutz aus dem Schlamm sprießt, sol­len wir le­ben und uns nicht durch Ne­ga­ti­vi­tät be­ein­flus­sen las­sen. Die Pad­maMu­dra ak­ti­viert die emo­tio­na­le Rei­ni­gung und för­dert be­din­gungs­lo­se Lie­be, Wohl­wol­len und die Kom­mu­ni­ka­ti­on des Her­zens. Sie hilft bei Ein­sam­keit und Trau­er und wenn wir uns er­schöpft, aus­ge­laugt oder miss­ver­stan­den füh­len. Sie öff­net uns für In­spi­ra­ti­on und bringt die Energie des Herz­cha­kra wie­der ins Gleich­ge­wicht.

So üben Sie: Ei­ne sit­zen­de oder knien­de Po­si­ti­on ein­neh­men. Die Hand­flä­chen und Fin­ger vor dem en­er­ge­ti­schen Herz­zen­trum (ge­gen das Brust­bein) flach auf­ein­an­der­le­gen. Lang­sam die Fin­ger­knö­chel krüm­men, so­dass sich die Fin­ger nach au­ßen beu­gen, der un­te­re Teil der Hand­flä­chen und die Fin­ger­spit­zen blei­ben zu­sam­men. Die Kan­ten der klei­nen Fin­ger und Dau­men auf­ein­an­der­le­gen, da­bei lang­sam die an­de­ren Fin­ger weit aus­stre­cken. 4 bis 5 tie­fe Atem­zü­ge neh­men und die Mudra hal­ten.

PITTA. ANREGENDE MUDRA

Tr­üb­sinn ver­trei­ben­de Ges­te In der Ki­ne­sio­lo­gie wird die­se Pitta anregende Mudra da­für ge­nutzt, die Welt in ei­nem po­si­ti­ve­ren Licht zu se­hen. Sie ist be­son­ders wir­kungs­voll, wenn un­se­re Fä­hig­keit, je­den Tag aufs Neue kraft­voll an­zu­ge­hen, ein­ge­schränkt ist; wenn wir ei­nen ge­lieb­ten Men­schen oder ei­ne ge­lieb­te Sa­che ver­lo­ren oder ei­ne Chan­ce ver­passt ha­ben. Bei Trau­rig­keit oder Ent­täu­schung hilft sie, das Pitta ins Gleich­ge­wicht zu brin­gen, um die in­ne­re Flam­me wie­der auf­le­ben zu las­sen. Die­se Mudra ist nütz­lich, wenn uns Trau­rig­keit die Mo­ti­va­ti­on raubt oder sich ne­ga­tiv auf un­ser Selbst­wert­ge­fühl aus­wirkt. Sie kann in Mo­men­ten von tem­po­rä­rer De­pres­si­on heil­sam sein.

So üben Sie: Ei­ne Sitz­hal­tung ein­neh­men. Die Hän­de ma­chen Un­ter­schied­lo­ches. Rech­te Hand: den Dau­men ne­ben den Ring­fin­ger­na­gel und den Zei­ge­fin­ger auf das ers­te Ge­lenk des Dau­mens le­gen. Lin­ke Hand: die Spit­zen von Dau­men und klei­nem Fin­ger zu­sam­men­brin­gen. 2-mal täg­lich 3 Mi­nu­ten hal­ten, da­zwi­schen min­des­tens 25 Mi­nu­ten pau­sie­ren.

GRANTHITA MUDRA. KNO­TEN-GES­TE

Die Form der Gran­t­hi­taMu­dra er­in­nert an ei­nen Kno­ten; sie hilft in Zei­ten von Trau­rig­keit da­bei, emo­tio­na­le Kno­ten zu lö­sen. Wenn wir Trau­er und in­ne­re Wun­den nicht los­las­sen kön­nen, wird Energie zu Kno­ten zu­sam­men­ge­bun­den. En­er­ge­ti­sche Kno­ten sind Blo­cka­den, aber gleich­zei­tig auch be­schüt­zen

de Mecha­nis­men, die uns vor zu viel Energie be­wah­ren. Wenn wir stark ge­nug sind, die­se Energie zu be­wäl­ti­gen, lö­sen sich die Kno­ten nach und nach und in­ne­re Hei­lung kann statt­fin­den.

So üben Sie: Ei­ne sit­zen­de oder knien­de Po­si­ti­on ein­neh­men. Die Hän­de auf­ein­an­der­le­gen und die Fin­ger ver­schrän­ken; der lin­ke Zei­ge­fin­ger liegt auf dem rech­ten. Die Dau­men­spit­ze zur Zei­ge­fin­ger­spit­ze der glei­chen Hand be­we­gen, da­bei zwei ver­schränk­te Krei­se for­men. Die Hän­de in den Schoß le­gen oder vor das Herz hal­ten. Nach Be­darf 3 bis 5 Mi­nu­ten hal­ten.

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