Nä­he und Frei­heit – ist das mög­lich?

Astrowoche - - Das Titelthema Der Woche -

Die Ener­gie des Tier­kreis­zei­chens Was­ser­mann trägt et­was ganz Be­son­de­res ins mensch­li­che Le­ben. Es ist ein Zug, sich als In­di­vi­du­um und be­son­de­rer Mensch zu be­haup­ten und zu ver­wirk­li­chen. Al­le an­de­ren Tier­kreis­zei­chen-Ener­gi­en be­inhal­ten im­mer auch die Nä­he zu an­de­ren Men­schen. Man sucht die Ge­mein­schaft und wähnt sich un­er­füllt, wenn man die­se Ge­mein­schaft ent­beh­ren muss. Aber der Was­ser­mann setzt auf Dis­tanz. Sei­ne Bot­schaft lau­tet, dass man sich so­gar von an­de­ren fern­hal­ten soll, da­mit man sei­ne Ei­gen­art ver­wirk­li­chen kann. Je­der Mensch, ganz egal, wel­ches Stern­zei­chen er be­sitzt, hat auch ein Quan­tum Was­ser­mann und da­mit die­se ei­gen­ar­ti­ge Nei­gung, sich ab­zu­gren­zen. Das führt ins­be­son­de­re in Be­zie­hun­gen und Part­ner­schaf­ten zu­wei­len zu selt­sa­men Ver­hal­tens­wei­sen. Auf der ei­nen Seite will man, wie je­der an­de­re auch, mög­lichst viel Nä­he und ei­nen Part­ner, der mit ei­nem durch dick und dünn geht. Auf der an­de­ren Seite flüs­tert der Was­ser­mann ein, bloß nicht zu viel Nä­he zu­zu­las­sen. Die meis­ten Men­schen ge­hen mit die­sem Wi­der­spruch so um, dass sie ih­ren Was­ser­mann ver­drän­gen. Sie er­schei­nen dann so, als wür­den sie nur Nä­he und Zu­sam­men­halt su­chen. Aber dann pas­sie­ren in Be­zie­hun­gen selt­sa­me Din­ge, die ver­hin­dern, dass man wirk­lich zu­sam­men­kommt. Da­zu kann im Ex­trem­fall so­gar ei­ne Krank­heit ge­hö­ren. Häu­fig pas­siert Fol­gen­des, dass man von vorn­her­ein ei­nen Part­ner wählt, von dem man ent­täuscht wird: Man wird ver­las­sen, der Part­ner ist schon an­der­wei­tig ge­bun­den oder ist nicht be­zie­hungs­fä­hig. Es geht im Le­ben dar­um, bei­de Sei­ten zu le­ben, sei­nen Wunsch nach Nä­he und Part­ner­schaft genau­so wie den, un­ab­hän­gig und frei zu sein. Dar­an schei­tern vie­le Be­zie­hun­gen. Nur wenn sich bei­de Part­ner zu­ge­ste­hen, dass ei­ne Lie­be aus Nä­he und Dis­tanz be­steht, ist ei­ne ge­mein­sa­me Zu­kunft mög­lich. Jetzt, wo die Son­ne durch das Tier­kreis­zei­chen Was­ser­mann streicht, ist es be­son­ders wich­tig, sich mit die­sem The­ma zu be­schäf­ti­gen.

Wid­der

Wid­der-Ge­bo­re­ne be­sit­zen grund­sätz­lich ein gu­tes Ver­hält­nis zur Was­ser­mann-Ener­gie. Sie le­ben ih­re Im­pul­se nach Nä­he und genau­so neh­men sie sich die Frei­heit her­aus, für sich zu sein und zu tun, was ih­nen „in den Kram passt“. Eher ist es so, dass ih­re Part­ner mit die­ser „Ein­mal-so-un­d­dann-wie­der-so-Hal­tung“ih­re Pro­ble­me die­sen Wi­der­spruch ent­spre­chend er­klä­ren und um Ver­ständ­nis bit­ten.

Stier

Stier-Ge­bo­re­ne ge­hö­ren zu den Tier­kreis­zei­chen, die meis­tens nur ih­ren Wunsch nach Nä­he ver­wirk­li­chen. Die an­de­re Seite, ihr Be­dürf­nis, ih­re In­di­vi­dua­li­tät aus­zu­le­ben und für sich zu sein, wird ins Un­ter­be­wusst­sein ver­bannt. Das führt frü­her oder spä­ter zu Zer­würf­nis­sen in der Part­ner­schaft. Heim­li­ches Fremd­ge­hen kann ei­ne Fol­ge die­ser Un­ter­drü­ckung sein, ei­ne an­de­re, be­son­ders gra­vie­ren­de, wä­re ei­ne Krank­heit, die kei­ne Nä­he mehr zu­lässt (z. B. ei­ne Haut­krank­heit).

Zwil­lin­ge

Bei Zwil­lin­gen be­steht ei­ne Nei­gung, sich auf die Seite der Was­ser­mann-Ener­gie zu schla­gen und ih­ren Wunsch nach Nä­he und Ge­bor­gen­heit zu ver­drän­gen. Dann lebt man in lo­cke­ren Be­zie­hun­gen bzw. lebt al­lein und geht dann und wann ei­ne Af­fä­re ein. Zwil­lin­ge müs­sen sich da­her ih­re (häu­fig un­be­wuss­te) Angst vor Nä­he be­wusst ma­chen, wenn sie ei­ne Part­ner­schaft an­stre­ben, die nicht von vorn­her­ein zum Schei­tern ver­ur­teilt ist.

Krebs

Ein Krebs kann sich nicht vor­stel­len, dass noch et­was an­de­res exis­tiert als sein Wunsch nach Ge­bor­gen­heit und in­ni­ger Nä­he. Ich ha­be in mei­ner the­ra­peu­ti­schen Pra­xis des Öf­te­ren er­lebt, dass die­se Men­schen ih­ren Wunsch nach Dis­tanz nur auf Um­we­gen und zum Teil völ­lig ver­zerrt aus­le­ben. Da­zu ge­hört un­ter Um­stän­den auch ei­ne Krank­heit, die es un­mög­lich macht, Nä­he zu be­kom­men. Es ist da­her wich­tig, dass Kreb­se auch ih­ren Was­ser­mann-An­teil be­rück­sich­ti­gen.

Lö­we

Lö­wen ver­fü­gen in al­ler Re­gel über ei­ne gu­te Ver­bin­dung nach bei­den Sei­ten, zu der nach Nä­he und der nach Dis­tanz. Sie ha­ben kei­ne Pro­ble­me, in­ni­ge Nä­he zu­zu­las­sen, und be­kom­men kei­ne Schuld­ge­füh­le, wenn sie dann auf Dis­tanz „schal­ten“und zum Bei­spiel et­was al­lein un­ter­neh­men. Wenn in ei­ner Part­ner­schaft über­haupt Pro­ble­me ent­ste­hen, dann da­durch, dass ih­re Part­ner ihr ab­wechs­lungs­rei­ches und wi­der­sprüch­li­ches Ver­hal­ten nicht to­le­rie­ren.

Jung­frau

Jung­frau­en ha­ben ein pro­ble­ma­ti­sches Ver­hält­nis zum Ener­gie­kreis Was­ser­mann. Es passt nicht in ihr Selbst­ver­ständ­nis, sich nicht für ei­ne Seite und Rich­tung ent­schei­den zu kön­nen. Sie lei­den dar­un­ter, dass es ein­mal so und ein­mal so ist. Sie müs­sen sich re­gel­recht da­zu er­zie­hen, dass ei­ne Part­ner­schaft und Be­zie­hung zu­gleich aus in­ni­ger Nä­he als auch aus Dis­tanz be­steht. Wenn Ih­nen das nicht ge­lingt, blei­ben sie häu­fig al­lein.

Waa­ge

Waa­ge-Ge­bo­re­ne be­sit­zen ei­gent­lich ein gu­tes Ver­hält­nis zur Was­ser­man­nE­ner­gie und ver­wirk­li­chen trotz­dem ih­ren Wunsch nach Nä­he. Al­ler­dings be­geg­nen mir im­mer wie­der Men­schen mit die­sem Stern­zei­chen, die ih­ren Wunsch nach Nä­he re­gel­recht idea­li­sie­ren und die an­de­re Seite nicht wahr­ha­ben wol­len. Die Fol­ge sind Be­zie­hun­gen, die nicht lan­ge hal­ten. Man sucht sich un­be­wusst ei­nen Part­ner, von dem fest­steht, dass er kei­ne dau­er­haf­te Be­zie­hung ein­ge­hen wird.

Skor­pi­on

Für ei­nen Skor­pi­on ist die „Seite Was­ser­mann“meis­tens über­haupt nicht exis­tent. Er kennt nur in­ni­ges Bei­sam­men­sein, Nä­he und Ver­ein­nah­mung. Das führt häu­fig da­zu, dass sich die an­de­re Seite un­be­wusst durch­setzt, zum Bei­spiel auch, dass man Be­zie­hun­gen mit Men­schen ein­geht, die noch an­der­wei­tig ge­bun­den sind und sich dann frü­her oder spä­ter da­zu ent­schlie­ßen, doch bei ih­rem al­ten Part­ner zu blei­ben.

Schüt­ze

Schüt­ze-Ge­bo­re­ne lie­ben ih­re Frei­heit, ver­fü­gen al­so über ein gu­tes Ver­hält­nis zur Was­ser­mann-Ener­gie. Ei­ne Part­ner­schaft be­steht für Sie da­rin, dass zwei Men­schen sich ge­gen­sei­tig hel­fen und un­ter­stüt­zen aber das an­sons­ten je­der sei­ne ei­ge­nen We­ge geht. Was al­ler­dings nicht sel­ten ge­schieht, ist, dass Part­ner von Schüt­zen mit die­ser frei­heits­lie­ben­den Ten­denz nicht um­ge­hen kön­nen und dar­un­ter lei­den. Was hilft, ist, dass Schüt­zen of­fe­ner über ih­re Na­tur spre­chen.

St­ein­bock

Ein St­ein­bock be­trach­tet ei­ne Part­ner­schaft als ein Ver­mächt­nis, in dem für die Was­ser­mann-Ener­gie kein Platz be­steht. Das führt da­zu, dass man­che St­ein­bö­cke ein völ­lig wi­der­sprüch­li­ches Le­ben füh­ren: nach au­ßen rea­li­sie­ren sie ih­ren An­spruch auf Nä­he und In­nig­keit, aber heim­lich le­ben sie ih­ren Wunsch nach Dis­tanz, zum Bei­spiel auch in ei­ner heim­li­chen Ne­ben­be­zie­hung. Dar­über müs­sen sich die­se Men­schen klar wer­den.

Was­ser­mann

Es ver­steht sich ei­gent­lich von selbst, dass die­se Men­schen ih­re ih­nen in die Wie­ge ge­leg­te Ener­gie le­ben. Al­ler­dings gibt es vie­le Men­schen mit die­sem Stern­zei­chen, die den­noch ein zwie­späl­ti­ges Ver­hält­nis da­zu ha­ben, zum Bei­spiel, weil in ih­rem Ho­ro­skop auch an­de­re Kräf­te sind, die Nä­he ver­lan­gen. Das führt zu schwie­ri­gen Be­zie­hun­gen, vor al­lem dann, wenn Was­ser­män­ner sich ih­rer Dop­pel­na­tur nicht be­wusst sind und nicht ver­su­chen, sie ver­ständ­lich zu ma­chen.

Fi­sche

Fi­sche-Ge­bo­re­ne sind ein ein­zi­ger Wi­der­spruch, wenn es um das Was­ser­mann-The­ma geht. Sie wol­len gleich­zei­tig in­ni­ge Nä­he und Dis­tanz nach dem Mot­to: „Halt mich fest, lass mich los!“Dass nor­ma­le Be­zie­hun­gen so nicht funk­tio­nie­ren, liegt na­he. Nur wenn Fi­sche zu ih­rer Na­tur ste­hen und ver­su­chen, sie ih­rem Part­ner ver­ständ­lich zu ma­chen, ha­ben Be­zie­hun­gen ei­ne Chan­ce. Das ge­lingt oft erst in der zwei­ten Le­bens­hälf­te.

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