Neue Me­tho­de ge­gen Seh­schwä­che

Astrowoche - - Einfach Gesund -

Un­se­re Au­gen sind ei­nes der wich­tigs­ten Sin­nes­or­ga­ne. Be­son­ders die Seh­ner­ven sind ge­ra­de­zu klei­ne Sen­si­bel­chen. Ist auch nur ei­ne Fa­ser von ih­nen er­krankt, schwä­chelt der an­de­re so­fort mit. Im Au­ge fin­det dann ei­ne Ir­ri­ta­ti­on statt, so­dass nach und nach ei­ne Seh­schwä­che ent­steht. Mil­lio­nen von Deut­schen lei­den dar­un­ter. Man nennt die­se Seh­schwä­che auch Ge­sichts­feld­aus­fäl­le. Sie kön­nen durch Durch­blu­tungs­stö­run­gen, er­höh­tem Au­gen­in­nen­druck oder ei­nem Schlag aufs Au­ge ent­ste­hen. Bei ei­nem Schlag kann das Au­ge er­blin­den. Bei zu ho­hem Blut­hoch­druck kommt es häu­fi­ger zu ei­nem so­ge­nann­ten Au­gen­in­farkt, wenn Ar­te­ri­en, die den Seh­nerv mit sau­er­stoff­rei­chem Blut und Nähr­stof­fen ver­sorgt, plötz­lich ver­stop­fen und der Nerv un­ter­ver­sorgt wird und dann teil­wei­se ab­stirbt. Der Pa­ti­ent sieht dann meist vie­les ver­schwom­men und hel­le oder dunk­le Fle­cken in sei­nen Seh­feld. Bis­her wa­ren be­trof­fe­ne Pa­ti­en­ten dem hilf­los aus­ge­lie­fert. Sie sa­hen im­mer schlech­ter und es gab kei­ne Mög­lich­keit, die­sen Ver­fall zu stop­pen und das Se­hen zu ver­bes­sern. Doch seit Kur­zem gibt es end­lich Hil­fe: die so­ge­nann­te EBS-The­ra­pie. Die­ses neu­ar­ti­ge Ver­fah­ren wird in­di­vi­du­ell auf den Pa­ti­en­ten ab­ge­stimmt. Es ist ein Sti­mu­la­ti­ons­ver­fah­ren, das den er­krank­ten Seh­nerv wie­der zu neu­em Le­ben er­we­cken soll und so ei­ne Ver­bes­se­rung des Seh­ver­mö­gens bringt. Ner­ven­zel­len wer­den mit­hil­fe schwa­cher Strom­im­pul­se an­ge­regt und sti­mu­liert. Mit ei­ner spe­zi­el­len Bril­le er­hält der Pa­ti­ent Wech­sel­strom­im­pul­se, da­bei trägt er ei­ne EEG-Kap­pe, die sei­ne Hirn­strö­me misst. So kon­trol­liert der The­ra­peut den kor­rek­ten Ablauf und auch gleich­zei­tig den Fort­schritt der Be­hand­lun­gen. Die The­ra­pie um­fasst zehn Sit­zun­gen, die an zehn auf­ein­an­der­fol­gen­den Ar­beits­ta­gen durch­ge­führt wer­den. Ei­ne Sit­zung dau­ert, samt Vor­be­rei­tung, 70 bis 90 Mi­nu­ten. Nach bis­he­ri­gen Stu­di­en­er­geb­nis­sen zei­gen Pa­ti­en­ten mit ei­ner Schä­di­gung des Seh­nervs ei­ne Ver­bes­se­rung des Ge­sichts­fel­des von et­wa 24 Pro­zent. Die Kos­ten lie­gen bei cir­ca 4000 Eu­ro. Ob die­se über­nom­men wer­den, ent­schei­den die Kran­ken­kas­sen im Ein­zel­fall.

Bei Be­schwer­den soll­te man den Gang zum Au­gen­arzt nicht scheu­en

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