In­fark­te oft von Bak­te­ri­en ver­ur­sacht

Astrowoche - - Einfach Gesund -

Die­se über­ra­schen­de Ent­de­ckung ha­ben jetzt Mi­kro­bio­lo­gen der Uni­ver­si­tät Frank­furt bei ih­ren Stu­di­en ge­macht. Schlag­an­fäl­le und Herz­in­fark­te sind zur Volks­krank­heit ge­wor­den, die in Deutsch­land al­le sechs Mi­nu­ten ei­nen Men­schen da­hin­raf­fen. Die Ur­sa­chen sind aber nicht so sehr ei­ne un­ge­sun­de Le­bens­wei­se und Be­we­gungs­man­gel, son­dern ein an­ste­cken­des Bak­te­ri­um. Die Wis­sen­schaft­ler schät­zen, dass rund 80 Pro­zent al­ler Herz­in­fark­te auf ei­ne In­fek­ti­on zu­rück­ge­hen. Der Er­re­ger (ein Bak­te­ri­um mit der me­di­zi­ni­schen Be­zeich­nung „Chla­my­dia pneu­mo­niae“) wird durch Tröpf­chen­in­fek­ti­on über­tra­gen. Um an­ge­steckt zu wer­den, ge­nügt es al­so schon, dass ein In­fi­zier­ter uns an­hus­tet. Nach den Er­kennt­nis­sen der Mi­kro­bio­lo­gen schaf­fen zu viel Ni­ko­tin, zu viel Stress und zu viel Blut­fett le­dig­lich ei­nen Nähr­bo­den, auf dem das ge­fähr­li­che Bak­te­ri­um blü­hen kann. Bis­her dach­te man, dass zu viel Ni­ko­tin, Stress und Blut­fett die Haupt­ur­sa­chen für Herz­in­farkt und Schlag­an­fall sind. Die Wis­sen­schaft­ler fan­den jetzt je­doch her­aus: Wird der Er­re­ger recht­zei­tig ent­deckt, lässt er sich sehr gut mit An­ti­bio­ti­ka be­kämp­fen. Ver­mut­lich wird es in ei­ni­ger Zeit so­gar Imp­fun­gen ge­gen Herz­in­farkt und Schlag­an­fall ge­ben. Las­sen Sie re­gel­mä­ßig Ih­ren Blut­druck und Ih­ren Puls kon­trol­lie­ren. Ge­hen Sie re­gel­mä­ßig zur Vor­sor­ge­un­ter­su­chung zu Ih­rem Arzt, denn wer sei­ne Ge­fähr­dung er­kennt, kann recht­zei­tig eingreifen.

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